Kadetten Schaffhausen holen sich Meistertitel in dramatischem Finale

Nach einem nervenaufreibenden 40:37-Sieg nach Verlängerung gegen den BSV Bern krönen sich die Kadetten Schaffhausen zum Schweizer Meister 2024/25.

Die Serie geht mit 3:0 klar an die Schaffhauser – doch so deutlich, wie das Resultat vermuten lässt, war es nicht.

Hochspannung vor vollem Haus

2479 Zuschauer füllten am Sonntagabend die BBC Arena – bereit für eine weitere orange Titelfeier. Doch der Gegner aus Bern hatte eigene Pläne und sorgte dafür, dass es bis zum Schluss spannend blieb. In einer intensiv geführten Partie eröffnet Felix Aellen nach über drei Minuten das Skore.

Der BSV findet schneller in die Partie, verteidigt kompakt und setzt in der Offensive gezielte Nadelstiche. Zur Pause liegt Bern verdient mit 17:15 vorne.

BSV fordert Kadetten bis zur letzten Sekunde

Nach dem Seitenwechsel bauen die Berner ihren Vorsprung gar auf vier Tore aus. Spielmacher Aellen dirigiert das Spiel geschickt, Goalie Seravalli und Abwehrchef Weingartner halten hinten dicht. Doch die Kadetten zeigen wie schon so oft in dieser Saison Kampfgeist. Julien Meyer bringt mit starken Paraden neuen Schwung, Mehdi Ben Romdhane und Captain Luka Maros treiben das Spiel an. Kurz vor dem Ende gelingt der Ausgleich zum 33:33 – Verlängerung!

Entscheidung in der Verlängerung

In der Zusatzzeit übernimmt Schaffhausen erstmals die Führung. Doch der BSV bleibt dran, angeführt von Kusio, der dreimal trifft. Der Ausgleich zum 37:37 hält die Spannung aufrecht. Dann bringt Maros die Kadetten wieder in Front. Kurz darauf trifft Aellen Kadetten-Goalie Meyer im Gesicht – es ist seine dritte Zeitstrafe, die Partie für ihn beendet. Bitterer Abschluss für den Spielmacher, der nächste Saison in die Bundesliga wechselt.

Mit einem Schlussspurt machen die Kadetten alles klar: 40:37, der Schlusspunkt in einer mitreissenden Finalserie. Es ist der 15. Meistertitel in der Klubgeschichte, der vierte in Serie.

Eine Saison voller Höhepunkte

Was von dieser Saison bleibt? Die Kadetten Schaffhausen haben erneut ihre Ausnahmestellung im Schweizer Handball unter Beweis gestellt. In den Playoffs blieb das Team ungeschlagen. Zwar waren die Partien oft eng, doch in den entscheidenden Momenten bewies das Team von Hrvoje Horvat Nervenstärke.

Der BSV Bern darf trotz der Finalniederlage stolz auf sich sein. Nach dem Halbfinalsieg über Kriens-Luzern und drei engen Duellen gegen die Kadetten hat sich das Team in die Herzen der Fans gespielt. Die Belohnung in Form eines Titels bleibt zwar aus – der Respekt für diese Leistung aber ist verdient.

 

Quelle: Sportaktuell-Redaktion/SHV
Bildquelle: SHV