Genf und Davos siegen – Lugano dreht auf

Ein erfolgreicher Freitagabend für zahlreiche Schweizer Eishockeyclubs: Genève-Servette und der HC Davos starteten mit Siegen in die Champions Hockey League. In der Vorbereitung sorgte vor allem der HC Lugano mit einem spektakulären 7:3 gegen die Rapperswil-Jona Lakers für Aufsehen. Auch die SCL Tigers, Visp und Olten durften jubeln.

Auf Schweizer Eis standen am Freitag, 4. September, gleich mehrere attraktive Partien auf dem Programm. Während es für Genf und Davos bereits um Punkte auf europäischer Bühne ging, nutzten andere Clubs die letzten Tage vor dem Meisterschaftsstart für weitere Tests.

Die Bilanz fiel ausgesprochen positiv aus. Genève-Servette schlug die Eisbären Berlin mit 6:2, Davos bezwang Storhamar nach Verlängerung mit 3:2. Lugano gewann gegen Rapperswil-Jona 7:3, die SCL Tigers setzten sich in Biel mit 4:0 durch. Visp bezwang Chamonix 6:2 und Olten gewann gegen Landshut mit 4:1.

Genf zieht im Schlussdrittel davon

Genève-Servette erwischte gegen die Eisbären Berlin einen starken Start. Vili Saarijärvi brachte die Genfer bereits in der dritten Minute in Führung, Markus Granlund erhöhte wenig später auf 2:0.

Der deutsche Meister reagierte und kam durch Gabriel Fontaine sowie Ty Ronning zum 2:2-Ausgleich. Kurz vor der zweiten Pause schlug Servette jedoch erneut zu: Sakari Manninen sorgte zwölf Sekunden vor der Sirene für die erneute Führung.

Im Schlussdrittel wurden die Genfer deutlich effizienter. Granlund erzielte seinen zweiten Treffer des Abends, James Vesey traf in Überzahl und Noah Rod sorgte mit einem Treffer ins leere Tor für den 6:2-Endstand.

Davos entscheidet Partie in der Verlängerung

Deutlich enger verlief der CHL-Auftakt des HC Davos gegen den norwegischen Meister Storhamar. Die Gäste gingen früh in Führung, doch Filip Zadina antwortete nur Sekunden später. Mit seinem zweiten Treffer brachte der Tscheche den HCD sogar mit 2:1 in Front.

Storhamar glich noch im ersten Drittel aus. Danach blieb die Partie bis zum Ende der regulären Spielzeit torlos. In der Verlängerung nutzte Davos eine Überzahlsituation: Rasmus Asplund traf in der 65. Minute zum 3:2 und sicherte den Bündnern die ersten CHL-Punkte der neuen Saison.

Lugano dreht einen 1:3-Rückstand

Das spektakulärste Testspiel des Abends lieferten sich die Rapperswil-Jona Lakers und der HC Lugano. Die Lakers führten zwischenzeitlich mit 3:1, ehe die Tessiner die Partie komplett drehten.

Lassi Thomson verkürzte, Zach Sanford glich aus und Thomson brachte Lugano noch vor der zweiten Pause erstmals in Führung. Im Schlussdrittel zog der HCL davon. Carl Dahlström traf, Sanford legte zwei weitere Tore nach und komplettierte damit seinen Hattrick. Alle sieben Lugano-Treffer gingen auf das Konto ausländischer Spieler.

Die Vorbereitung der Schweizer Clubs hatte bereits am vergangenen Wochenende Fahrt aufgenommen. Damals hatten unter anderem Bern, die ZSC Lions und Zug gegen internationale Gegner überzeugt, wie der Überblick über die jüngsten Schweizer Eishockey-Testspiele zeigt.

Tigers mit Shutout – Visp und Olten ebenfalls erfolgreich

Auch die SCL Tigers setzten ihre gute Vorbereitung fort. Die Emmentaler gewannen das Duell beim EHC Biel mit 4:0 und blieben dabei ohne Gegentreffer.

In der Swiss League gab es ebenfalls zwei klare Schweizer Erfolge gegen ausländische Gegner. Der EHC Visp setzte sich in der Lonza Arena mit 6:2 gegen Chamonix durch. Der EHC Olten gewann im Kleinholz mit 4:1 gegen den deutschen Zweitligisten EV Landshut.

Damit endete der Freitag für die Schweizer Clubs mit zahlreichen positiven Resultaten. Besonders wertvoll sind die Siege von Genève-Servette und Davos, da für beide Mannschaften bereits Punkte in der Champions Hockey League auf dem Spiel standen. Lugano setzte mit seiner Aufholjagd gleichzeitig ein deutliches Zeichen kurz vor dem Start der National-League-Saison.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
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