Interviews professionell führen: Von der Recherche bis zur redigierten Fassung
von belmedia Redaktion Allgemein Arbeitswelt Beruf business24.ch businessaktuell.ch Content Marketing contentmarketing.ch media24.ch Medien nachrichtenticker.ch News Tipps
Ein gutes Interview entsteht selten durch einen langen Fragenkatalog. Entscheidend sind fundierte Recherche, ein klares Erkenntnisinteresse und die Fähigkeit, während des Gesprächs wirklich zuzuhören. Erst daraus entstehen Nachfragen, die über vorbereitete Antworten hinausführen und neue Informationen, nachvollziehbare Einschätzungen oder persönliche Perspektiven sichtbar machen.
Nach dem Gespräch beginnt ein zweiter anspruchsvoller Teil: Aufzeichnung prüfen, Aussagen transkribieren, Wiederholungen kürzen, Antworten sprachlich glätten und trotzdem den Sinn des Gesagten bewahren. Professionelle Interviewarbeit verbindet deshalb Recherche, Gesprächsführung und Redigatur. Jede Phase beeinflusst, ob die veröffentlichte Fassung präzise, fair und zugleich lesbar bleibt.
Vor der ersten Frage steht ein klares Erkenntnisinteresse
Ein Interview sollte nicht mit der Frage beginnen, was sich alles über eine Person oder ein Thema fragen liesse. Zuerst muss geklärt werden, was das Gespräch leisten soll.
Ein Sachinterview benötigt andere Fragen als ein Personeninterview. Bei einem Sachinterview stehen Fakten, Abläufe, Entscheidungen und Zusammenhänge im Vordergrund. Ein Meinungsinterview fragt nach Bewertungen und Argumenten. Ein Personeninterview interessiert sich stärker für Erfahrungen, Motive, Wendepunkte und persönliche Perspektiven.
In der Praxis überschneiden sich diese Formen häufig. Trotzdem hilft ein klar formuliertes Ziel bei der Vorbereitung.
Ein brauchbares Erkenntnisinteresse lässt sich in einem Satz ausdrücken. Zum Beispiel: Welche Folgen hat eine neue Regulierung für kleine Unternehmen? Warum wurde eine bestimmte strategische Entscheidung getroffen? Wie verändert eine technische Innovation den Berufsalltag?
Dieser Satz dient später als Filter. Fragen, die keinen Beitrag dazu leisten, können entfallen.
Recherche verhindert Fragen, deren Antworten längst bekannt sind
Eine gründliche Vorbereitung beginnt mit öffentlich zugänglichen Informationen.
Zur Recherche gehören frühere Interviews, Geschäftsberichte, Medienmitteilungen, Fachbeiträge, Studien, öffentliche Auftritte und verlässliche Hintergrundinformationen. Bei einer Person können frühere Aussagen besonders aufschlussreich sein.
Dabei geht es nicht darum, möglichst viele Fakten anzuhäufen. Entscheidend sind Widersprüche, offene Punkte und Entwicklungen, die eine Nachfrage verdienen.
Wer eine Frage stellt, deren Antwort bereits auf der ersten Seite einer Unternehmenswebsite steht, verschenkt Gesprächszeit. Wesentlich interessanter ist die Anschlussfrage: Was hat sich seitdem verändert? Welche Schwierigkeit blieb ungelöst? Warum wurde ein angekündigtes Ziel nicht erreicht?
Gute Recherche schafft damit den Freiraum für ein echtes Gespräch.
Der belmedia-Beitrag „Digitale Stärke, journalistische Tiefe: Wie die NZZ ihre Redaktion fit für die Zukunft macht“ zeigt ergänzend, welche Bedeutung Recherche, Verifikation und digitale Werkzeuge für modernen Journalismus besitzen.
Ein Fragenplan ist ein Geländer und kein Drehbuch
Vor einem Interview sollte eine klare Themenstruktur vorhanden sein.
Dafür genügt häufig eine Liste aus einigen Themenblöcken mit den wichtigsten Fragen. Innerhalb dieser Blöcke können mögliche Nachfragen vorbereitet werden.
Ein vollständig ausformulierter Fragenkatalog birgt dagegen eine Gefahr. Wer ständig auf die nächste vorbereitete Frage schaut, hört Antworten häufig nur halb.
Dadurch entstehen Interviews, in denen interessante Aussagen fallen, aber nicht vertieft werden.
Hilfreicher ist eine Dramaturgie: zunächst ein verständlicher Einstieg, danach die zentralen Themen, anschliessend schwierigere oder kontroverse Punkte und zum Schluss ein Bereich, der einen Ausblick ermöglicht.
Die Reihenfolge darf sich ändern, wenn das Gespräch eine bessere Richtung nimmt.
Offene Fragen schaffen Raum – präzise Fragen schaffen Klarheit
Fragen wie „Wie kam es zu dieser Entscheidung?“ oder „Was hat sich dadurch verändert?“ ermöglichen ausführliche Antworten.
Geschlossene Fragen sind dagegen sinnvoll, wenn eine konkrete Festlegung notwendig ist. „Wird das Projekt im kommenden Jahr fortgesetzt?“ verlangt eine andere Antwort als eine allgemeine Frage nach Zukunftsplänen.
Beide Formen haben ihren Platz.
Problematisch sind Fragen, die mehrere Themen gleichzeitig enthalten. Dann kann die interviewte Person den bequemsten Teil auswählen und den schwierigen Punkt übergehen.
Auch Suggestivfragen sollten zurückhaltend eingesetzt werden. Eine Frage wie „War diese Entscheidung nicht offensichtlich ein Fehler?“ enthält bereits eine Wertung.
Besser ist eine präzise Konfrontation mit der Grundlage: „Das ursprüngliche Ziel wurde verfehlt. Was waren aus heutiger Sicht die wichtigsten Ursachen?“
Damit bleibt die Frage kritisch, ohne die Antwort vorwegzunehmen.
Die wichtigste Interviewtechnik ist aufmerksames Zuhören
Eine gute Antwort enthält häufig mehr als die unmittelbare Reaktion auf die gestellte Frage.
Ein Nebensatz kann einen Widerspruch offenlegen. Eine ungewöhnliche Formulierung kann auf einen wichtigen persönlichen Aspekt hinweisen. Eine genannte Zahl kann eine präzisierende Nachfrage verlangen.
Deshalb sollte während des Gesprächs nicht bereits die nächste Frage vorbereitet werden.
Der belmedia-Beitrag „Networking ohne Small Talk: Berufliche Kontakte mit Substanz aufbauen und pflegen“ beschreibt ein ähnliches Prinzip für berufliche Gespräche: Wer an einem erwähnten Detail anknüpft, erhält häufig gehaltvollere Antworten als durch einen schnellen Themenwechsel.
Kurze Nachfragen können besonders wirkungsvoll sein: „Warum?“ – „Was bedeutet das konkret?“ – „Was geschah danach?“ – „Können Sie ein Beispiel nennen?“
Sie zwingen nicht zu einer bestimmten Antwort, verhindern aber abstrakte Allgemeinplätze.
Pausen gehören zum Gespräch und müssen nicht sofort gefüllt werden
Stille wirkt in Interviews zunächst ungewohnt.
Nach einer schwierigen Frage braucht die interviewte Person möglicherweise einige Sekunden, um eine Antwort zu formulieren. Wird diese Pause sofort durch eine Zusatzfrage beendet, geht die ursprünglich interessante Antwort möglicherweise verloren.
Ein kurzer Moment des Wartens kann deshalb produktiv sein.
Dasselbe gilt nach einer scheinbar abgeschlossenen Antwort. Manchmal folgt nach wenigen Sekunden noch eine Ergänzung, die wesentlich konkreter ist als der erste Satz.
Pausen dürfen allerdings nicht als künstliches Druckmittel eingesetzt werden. Sie sind Teil eines natürlichen Gesprächsrhythmus und kein psychologischer Trick.
Konfrontation funktioniert besser mit Fakten als mit Lautstärke
Kritische Interviews benötigen klare Nachfragen.
Wenn Aussagen einer früheren Position widersprechen, Zahlen nicht zusammenpassen oder eine wichtige Frage unbeantwortet bleibt, sollte dies benannt werden.
Die stärkste Form der Konfrontation besteht häufig in einer präzisen Gegenüberstellung: Früher wurde Aussage A gemacht, heute gilt B. Was hat sich verändert?
Damit liegt der Schwerpunkt auf dem Sachverhalt.
Aggressive Formulierungen können dagegen dazu führen, dass das Gespräch zu einem Streit über Ton und Haltung wird. Gleichzeitig sollte Höflichkeit nicht mit Nachgiebigkeit verwechselt werden.
Eine ausweichende Antwort darf erneut aufgegriffen werden.
Fragen müssen kurz genug sein, damit die Antwort im Mittelpunkt bleibt
Lange Fragen enthalten häufig bereits einen halben Kommentar.
Besonders bei komplexen Themen entsteht die Versuchung, zunächst umfangreiche Hintergründe zu erklären. Für das Publikum und die interviewte Person wird dadurch schwer erkennbar, worauf eigentlich geantwortet werden soll.
Eine gute Frage besitzt deshalb meist nur einen klaren Kern.
Notwendiger Kontext kann kurz vorangestellt werden. Danach folgt eine eindeutige Frage.
Das erleichtert auch die spätere Redigatur, weil Frage und Antwort logisch aufeinander aufbauen.
Aufzeichnung und Rahmenbedingungen vor Beginn klären
Bei aufgezeichneten Gesprächen sollte vor dem Start geklärt sein, dass eine Aufnahme erfolgt und wofür sie verwendet wird.
Auch die Form des Gesprächs ist wichtig. Handelt es sich um ein formelles Interview zur Veröffentlichung, um ein Recherchegespräch oder um Hintergrundinformationen?
Unklare Erwartungen erzeugen später Konflikte.
Die Technik sollte vor dem Termin getestet werden. Akku, Speicherplatz, Mikrofon und Aufnahmeprogramm gehören zur Vorbereitung. Bei Online-Interviews sollte zusätzlich die Verbindung geprüft werden.
Eine zweite Aufnahmequelle kann bei wichtigen Gesprächen sinnvoll sein.
Technik darf während des Interviews möglichst wenig Aufmerksamkeit beanspruchen. Je weniger Unterbrechungen notwendig sind, desto natürlicher bleibt der Gesprächsfluss.
Notizen ergänzen die Aufnahme, ersetzen sie aber nicht
Auch bei einer vollständigen Audioaufnahme sind Notizen nützlich.
Sie können wichtige Zeitpunkte markieren, Namen festhalten und Stellen kennzeichnen, die später überprüft werden müssen.
Dazu gehören beispielsweise Zahlen, Fachbegriffe, Studiennamen oder Aussagen, die einer externen Faktenprüfung bedürfen.
Notizen helfen auch dabei, während des Gesprächs offene Punkte im Blick zu behalten.
Für ein Wortlautinterview reichen handschriftliche Mitschriften allein jedoch selten aus. Sprachliche Feinheiten, genaue Formulierungen und die Reihenfolge von Aussagen lassen sich daraus nicht zuverlässig rekonstruieren.
Die Transkription trennt Erinnerung vom tatsächlichen Wortlaut
Nach einem intensiven Gespräch bleibt leicht der Eindruck zurück, eine bestimmte Aussage sei besonders klar oder eindeutig gewesen.
Beim erneuten Anhören zeigt sich häufig ein differenzierteres Bild.
Eine Transkription macht sichtbar, welche Worte tatsächlich gefallen sind. Sie zeigt Wiederholungen, abgebrochene Sätze, gedankliche Schleifen und Stellen, an denen eine Antwort weniger eindeutig war als zunächst wahrgenommen.
Für die spätere Veröffentlichung muss nicht zwingend jedes Räuspern oder jede Pause verschriftlicht werden.
Entscheidend ist die Genauigkeit dort, wo Aussagen zitiert oder inhaltlich zugeschrieben werden.
Redigieren bedeutet kürzen, ohne den Sinn zu verändern
Gesprochene Sprache funktioniert anders als geschriebene Sprache.
Menschen wiederholen Gedanken, beginnen Sätze neu, verwenden Füllwörter und korrigieren sich während des Sprechens. Würde ein Interview vollständig wörtlich abgedruckt, wäre es häufig schwer lesbar.
Deshalb darf redigiert werden.
Überflüssige Wiederholungen, Füllwörter und offensichtliche sprachliche Versprecher können entfernt werden. Lange Antworten lassen sich kürzen, wenn die Aussage dabei vollständig erhalten bleibt.
Die Grenze ist erreicht, sobald sich Bedeutung, Ton oder Gewichtung verändern.
Aus einer vorsichtigen Aussage darf keine eindeutige Behauptung werden. Zwei voneinander getrennte Gedanken dürfen nicht so zusammengesetzt werden, dass ein neuer Zusammenhang entsteht.
Fragen dürfen nicht nachträglich eine andere Gesprächssituation vortäuschen
Auch Interviewfragen werden für die Veröffentlichung häufig gekürzt.
Das ist legitim, solange die tatsächliche Frage inhaltlich erhalten bleibt.
Problematisch wäre es, nachträglich eine schärfere oder intelligentere Frage zu formulieren und dadurch den Eindruck zu erzeugen, die folgende Antwort sei genau darauf gegeben worden.
Gleiches gilt für Nachfragen, die während des Gesprächs gar nicht gestellt wurden.
Ein veröffentlichtes Interview darf sprachlich geordnet sein, sollte aber die reale Gesprächslogik nicht verfälschen.
Das deutschsprachige Video mit dem Interview von Claus Kleber und Horst Seehofer im ZDF heute journal zeigt als konkretes Praxisbeispiel, wie gründliche Vorbereitung, präzise Nachfragen und aufmerksames Reagieren auf unerwartete Aussagen ein journalistisches Interview vertiefen können.
Die Dramaturgie der veröffentlichten Fassung darf kompakter werden
Ein Gespräch verläuft selten so ordentlich wie ein fertiger Text.
Themen tauchen mehrfach auf, Antworten greifen frühere Fragen auf und manche Passagen führen in Sackgassen.
Für eine lesbare Veröffentlichung können zusammengehörige Abschnitte unter bestimmten Voraussetzungen näher zueinander gebracht werden.
Dabei ist Zurückhaltung notwendig.
Je stärker die Reihenfolge verändert wird, desto grösser ist das Risiko, dass Aussagen einen neuen Kontext erhalten.
Die beste Redigatur verdichtet deshalb eher, als dass sie das Interview vollständig neu konstruiert.
Fakten in Antworten müssen weiterhin überprüft werden
Eine interviewte Person ist eine Quelle – und nicht automatisch die letzte Instanz für jede Tatsache.
Genannte Zahlen, Daten, Funktionen oder historische Behauptungen können falsch erinnert oder ungenau formuliert sein.
Solche Angaben sollten bei journalistisch relevanten Punkten überprüft werden.
Das gilt besonders dann, wenn eine Aussage andere Personen betrifft oder einen überprüfbaren Sachverhalt als Tatsache präsentiert.
Eine redaktionelle Prüfung schützt dabei beide Seiten. Fehler werden nicht dadurch korrekt, dass sie als wörtliches Zitat erscheinen.
Autorisierung braucht klare Regeln vor dem Gespräch
In der Schweiz spielt bei formellen Interviews die Autorisierung eine wichtige Rolle.
Der Schweizer Presserat hält fest, dass formelle Interviews im Normalfall zur Autorisierung vorgelegt werden. Bei Recherchegesprächen gelten andere Voraussetzungen. Deshalb sollte bereits vor oder spätestens während des Gesprächs klar sein, in welcher Form Aussagen verwendet werden.
Autorisierung bedeutet nicht, dass ein Interview nachträglich beliebig neu geschrieben werden kann.
Korrekturen an Missverständnissen, sprachliche Präzisierungen oder sachliche Fehler sind etwas anderes als der Versuch, kritische Aussagen vollständig zu entfernen oder Fragen nachträglich umzubauen.
Wenn umfangreiche Änderungswünsche den Charakter des Gesprächs verändern, muss die Redaktion entscheiden, ob eine gemeinsame veröffentlichbare Fassung noch möglich ist.
Klare Absprachen vorab vermeiden einen grossen Teil solcher Konflikte.
KI kann transkribieren – die Verantwortung bleibt bei der Redaktion
Automatische Transkriptionsprogramme sparen bei längeren Gesprächen erhebliche Zeit.
Sie können eine erste Textfassung erzeugen, Sprecher trennen und Zeitmarken setzen. Besonders bei guter Tonqualität sind die Ergebnisse oft brauchbar.
Trotzdem sind Namen, Zahlen, Fachbegriffe und undeutlich gesprochene Passagen fehleranfällig.
Eine maschinelle Transkription sollte deshalb nicht ungeprüft als Grundlage wörtlicher Zitate verwendet werden.
Auch beim Kürzen oder Zusammenfassen mit generativer KI bleibt Vorsicht nötig. Ein System kann Formulierungen glätten, dabei aber Bedeutungsnuancen verändern oder Aussagen verbinden, die im Gespräch getrennt waren.
Die Originalaufnahme bleibt deshalb die Referenz.
Die letzte Prüfung erfolgt mit Aufnahme und Veröffentlichung nebeneinander
Vor der Publikation lohnt ein abschliessender Vergleich.
Sind zentrale Zitate korrekt? Stimmen Namen und Funktionen? Wurde eine Antwort durch Kürzung härter oder eindeutiger, als sie tatsächlich war? Entsprechen redigierte Fragen dem Gespräch?
Auch Einstieg und Überschrift benötigen besondere Aufmerksamkeit.
Eine zugespitzte Überschrift darf interessant sein, sollte aber nicht mehr versprechen, als das Interview trägt.
Damit schliesst sich der Kreis zur Recherche: Die Veröffentlichung muss denselben journalistischen Standards standhalten wie die Vorbereitung.
Professionelle Interviews entstehen zwischen Planung und echter Neugier
Ein Interview lässt sich vorbereiten, aber nicht vollständig planen.
Recherche schafft das Wissen, um relevante Fragen zu stellen und Antworten einordnen zu können. Ein Themenplan sorgt dafür, dass zentrale Punkte nicht vergessen werden.
Das eigentliche Gespräch gewinnt jedoch dort an Qualität, wo dieser Plan flexibel bleibt.
Aufmerksames Zuhören, präzise Nachfragen und die Bereitschaft, einen unerwarteten Gedanken weiterzuverfolgen, schaffen häufig die stärksten Passagen.
Nach dem Termin verändert sich die Aufgabe. Jetzt zählen Genauigkeit, Kontext und sprachliche Disziplin.
Die redigierte Fassung darf kürzer, klarer und lesbarer sein als das gesprochene Original. Sie darf jedoch keine andere Aussage erzeugen.
Ein professionelles Interview ist deshalb weder ein unbearbeitetes Gesprächsprotokoll noch ein nachträglich perfektionierter Dialog. Es ist eine journalistisch bearbeitete Gesprächsform, deren Qualität daran erkennbar bleibt, dass Recherche, Gespräch und veröffentlichter Text zueinander passen.
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