Auto erfasst Fussgänger am Kreisel: 93-Jähriger stirbt nach Transport ins Spital

(Sitten VS). Am 28. Oktober 2026 ereignete sich auf der Rue de Lausanne in Sitten ein Verkehrsunfall.

Ein Fussgänger kam dabei ums Leben.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Rue de Lausanne beim Kreisel an der Kreuzung mit der Avenue du Petit-Chasseur in Sitten.
  • Zeitpunkt: Mittwoch, 28. Oktober 2026, kurz vor 16 Uhr.
  • Unfallhergang: Eine Automobilistin erfasste im Bereich eines Fussgängerstreifens einen Fussgänger.
  • Opfer: 93-jähriger Schweizer.
  • Rettung: Medizinische Erstversorgung und Ambulanztransport ins Spital von Sitten.
  • Todesfolge: Der Fussgänger erlag am Abend seinen schweren Verletzungen.
  • Unfallursache: Bislang ungeklärt.
  • Einsatzkräfte: Kantonspolizei, KWRO 144, Regionalpolizei und Feuerwehr Sitten.
  • Ermittlungen: Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Automobilistin erfasst Fussgänger beim Kreisel

Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, kurz vor 16 Uhr, fuhr eine Automobilistin auf der Rue de Lausanne in Richtung des Kreisverkehrs an der Kreuzung mit der Avenue du Petit-Chasseur.

Aus bislang ungeklärten Gründen erfasste das Fahrzeug im Bereich des Kreisverkehrs auf der Höhe eines Fussgängerstreifens einen Fussgänger, der zu diesem Zeitpunkt die Strasse überquerte.

Rettungskräfte und Feuerwehr im Einsatz

Umgehend wurden neben der Kantonspolizei die Rettungskräfte der Kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO 144), die Police Régionale des Villes du Centre sowie die Feuerwehr Sitten aufgeboten.

93-jähriger Fussgänger stirbt im Spital

Nach der medizinischen Erstversorgung wurde der Fussgänger mit einer Ambulanz ins Spital von Sitten transportiert. Dort erlag er am Abend seinen schweren Verletzungen.

Beim Opfer handelt es sich um einen 93-jährigen Schweizer.

Staatsanwaltschaft untersucht tödlichen Verkehrsunfall

Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet, um die genauen Umstände des Unfalls zu klären.

 

Quelle: Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis / Kantonspolizei Wallis
Bildquelle: Symbolbild © Kantonspolizei Wallis


Polizei.news informiert | Sicherheit am Fussgängerstreifen

Fussgängerstreifen: Diese Regeln können Leben retten – besonders bei älteren Menschen

Ein Fussgängerstreifen soll das sichere Überqueren einer Strasse ermöglichen. Trotzdem können gefährliche Situationen entstehen, wenn Fussgänger und Fahrzeuglenkende einander zu spät wahrnehmen oder die Verkehrssituation falsch einschätzen. Besonders wichtig sind deshalb rechtzeitiges Bremsen, gegenseitige Aufmerksamkeit und eine klare Kommunikation durch das eigene Verhalten. Für ältere Menschen können zusätzliche Schwierigkeiten beim Gehen, Sehen oder Einschätzen von Geschwindigkeiten hinzukommen.

1. Vortritt am Fussgängerstreifen: Was gilt in der Schweiz?

Gemäss Artikel 33 des Schweizer Strassenverkehrsgesetzes müssen Fahrzeuglenkende vor Fussgängerstreifen besonders vorsichtig fahren und nötigenfalls anhalten. Fussgängerinnen und Fussgänger haben grundsätzlich Vortritt, wenn sie sich bereits auf dem Streifen befinden oder erkennbar die Fahrbahn überqueren wollen.

Für Autofahrende: Reduzieren Sie Ihre Geschwindigkeit frühzeitig. Halten Sie vollständig an, wenn jemand die Strasse überqueren möchte. Achten Sie besonders auf Personen, die sich langsam bewegen oder am Strassenrand noch unsicher wirken.

Für Fussgänger: Vor dem Betreten der Fahrbahn kurz anhalten und prüfen, ob die Fahrzeuge tatsächlich bremsen. Der gesetzliche Vortritt darf nicht erzwungen werden, wenn ein Fahrzeug bereits so nahe ist, dass es nicht mehr rechtzeitig anhalten könnte.

Besteht ein Fussgängerstreifen aus zwei durch eine Verkehrsinsel getrennten Abschnitten, gilt jede Hälfte rechtlich als selbständiger Übergang. Vor dem Überqueren der zweiten Fahrbahnhälfte muss der Verkehr deshalb erneut beurteilt werden.

2. Warum ältere Menschen besondere Rücksicht benötigen

Mit zunehmendem Alter können sich die körperlichen Voraussetzungen für eine sichere Teilnahme am Strassenverkehr verändern. Nicht alle Menschen sind davon gleich betroffen. Mögliche Veränderungen betreffen unter anderem die Gehgeschwindigkeit, das Hör- und Sehvermögen sowie die Beweglichkeit.

Mehr Zeit zum Überqueren: Manche ältere Menschen benötigen länger, um eine Fahrbahn zu überqueren. Autofahrende sollten deshalb ausreichend Geduld aufbringen und keinesfalls bereits losfahren, solange sich noch Personen im gefährdeten Bereich befinden.

Eingeschränkte Beweglichkeit: Wer einen Rollator, Gehstock oder andere Gehhilfen benützt, kann möglicherweise nicht rasch auf eine unerwartete Verkehrssituation reagieren. Besonders wichtig ist deshalb ein ruhiges und vorausschauendes Verhalten aller Beteiligten.

Auch für ältere Fussgängerinnen und Fussgänger gilt: Wählen Sie möglichst übersichtliche Übergänge, lassen Sie sich nicht drängen und vergewissern Sie sich vor dem Losgehen, dass herannahende Fahrzeuge rechtzeitig anhalten können.

3. Besondere Vorsicht bei Kreiseln und Ausfahrten

Fussgängerstreifen befinden sich häufig unmittelbar vor oder nach einem Kreisel. Dort müssen Autofahrende gleichzeitig auf einfahrende Fahrzeuge, den Verkehr innerhalb des Kreisels und Personen am Fussgängerstreifen achten.

Vor dem Einfahren: Beobachten Sie den Fussgängerstreifen, bevor Sie sich auf den Kreisverkehr konzentrieren. Rechnen Sie auch mit Personen, die sich dem Übergang von der Seite nähern.

Beim Ausfahren: Achten Sie darauf, ob sich unmittelbar hinter der Kreiselausfahrt ein Fussgängerstreifen befindet. Reduzieren Sie die Geschwindigkeit so, dass ein rechtzeitiges Anhalten möglich bleibt.

Vermeiden Sie es, sich ausschliesslich auf den vorausfahrenden Verkehr zu konzentrieren. Kontrollieren Sie die Strasse und die angrenzenden Trottoirs wiederholt auf mögliche Fussgänger. Besonders bei schlecht einsehbaren Übergängen ist eine defensive Fahrweise wichtig.

Gut zu wissen: Blickkontakt zwischen Fussgängern und Autofahrenden kann die Verständigung verbessern. Er ist jedoch keine Garantie, dass die andere Person tatsächlich richtig reagiert. Entscheidend ist, ob das Fahrzeug rechtzeitig verlangsamt und sicher anhält.

Sichtbarkeit erhöht die Sicherheit: Helle Kleidung und reflektierende Materialien können dabei helfen, Fussgänger bei Dämmerung und Dunkelheit früher zu erkennen. Auch eine gute Beleuchtung von Übergängen und deren Zugangswegen ist für die Verkehrssicherheit wichtig.

Praktischer Tipp: Machen Sie es sich zur Gewohnheit, vor jedem Fussgängerstreifen bewusst nach links und rechts zu schauen. Autofahrende sollten sich bereits vor dem Übergang bremsbereit halten. Wer zu Fuss unterwegs ist, wartet im Zweifelsfall, bis die Fahrzeuge tatsächlich angehalten haben.

Weitere Informationen: Hinweise zur sicheren Teilnahme am Strassenverkehr finden Sie bei Polizeinews Prävention. Aktuelle Polizeimeldungen und Verkehrsereignisse aus dem Wallis veröffentlicht Polizeinews Wallis.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion