ASTRA erweitert Photovoltaik und Elektromobilität an Betriebseinrichtungen

Im Rahmen der Umsetzung des Klimapakets Bundesverwaltung will das ASTRA seine Produktion von erneuerbarer Energie ausbauen. Die Infrastrukturfiliale Thun plant und baut Photovoltaikanlagen mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 8 GWh.

Eine Anlage mit einer Jahresproduktion von rund 0,35 GWh im Werkhof Sierre konnte diesen Sommer in Betrieb genommen werden.

Im Juli 2019 hat der Bundesrat das Klimapaket Bundesverwaltung verabschiedet. Unter diesem soll die Bundesverwaltung ihre Treibhausgasemissionen im Inland bis 2030 um 50 % gegenüber dem Ausgangsjahr 2006 reduzieren. Das Bundesamt für Strassen als Teil der Bundesverwaltung will seinen Beitrag dazu leisten, dieses Ziel zu erreichen, und ergreift Massnahmen in allen Bereichen, die mit dem Amt verbunden sind.



Förderung der Elektromobilität

Mit der Roadmap Elektromobilität fördert das ASTRA in Zusammenarbeit mit anderen Partnern die Elektromobilität. Das erste Ziel, den Anteil der Elektrofahrzeuge an den Neuzulassungen auf 15 % zu erhöhen, konnte bereits 2021 übertroffen werden. Als neues Ziel wurde ein Anteil von 50 % bis 2025 festgelegt. Im Jahr 2023 lag dieser Wert bei 30,1 %.

Im September 2018 initiierte das ASTRA ein Bewerbungsverfahren für den Bau und Betrieb von Schnellladestationen an 100 Rastplätzen. 40 Schnellladestationen sind bereits in Betrieb, darunter auf allen Rastplätzen im Unterwallis. Bis Ende 2024 sollen 52 Rastplätze mit Schnellladestationen ausgestattet sein.

Stromproduktion

Im Rahmen der Umsetzung des Klimapakets Bundesverwaltung will das ASTRA seine Produktion von erneuerbarer Energie ausbauen. Bis 2035 will das ASTRA jährlich 47 GWh selbst produzieren. Es baut dazu Photovoltaikanlagen dort, wo der Strom vor Ort verbraucht wird, also insbesondere bei den Werkhöfen sowie den Tunnelzentralen und -portalen. Das Potenzial der Infrastrukturfiliale Thun, zuständig für die Nationalstrassen in den Kantonen Bern und Wallis, wurde auf 6 GWh geschätzt.

In den letzten Monaten hat das ASTRA das Dach sowie die Fassaden des Werkhofes in Sierre mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die jährlich rund 0,35 GWh Strom produzieren wird. Diese Anlage wurde diesen Sommer in Betrieb genommen.

Weitere Anlagen bei den Werkhöfen Charrat und Brig sowie auf verschiedenen Tunnelzentralen werden in den nächsten Jahren ebenfalls gebaut. Eine grössere Anlage mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 2 GWh ist auf dem Dach des Tunnel Turtmann vorgesehen.

Als innovative Lösung ist ein Solarfaltdach vorgesehen, das bei Wind oder Hagel eingefahren werden kann. Ausserdem kann so die darunterliegende Weide weiterhin genutzt werden.



Eine weitere grössere Anlage mit einer jährlichen Stromproduktion von rund 1,1 GWh ist in Zusammenarbeit mit dem Kanton Wallis auf dem stillgelegten Teil des Viaduc de Riddes geplant. Diese beiden Anlagen befinden sich noch in der Planungsphase. Die betroffenen Gemeinden werden zu einem geeigneten Zeitpunkt über die Projektdetails informiert.

Mit all diesen Anlagen erreicht die Infrastrukturfiliale Thun eine jährliche Stromproduktion von rund 8 GWh (inklusive der Anlagen im Kanton Bern) und trägt so zur Erreichung der obengenannten Ziele bei.

Die Erneuerung der A6 zwischen Kiesen und Thun-Nord befindet sich momentan in der letzten Phase der Hauptarbeiten. Auch der Zubringer Kiesen wird erneuert und ist daher periodisch von Sperrungen betroffen.

Diesen Monat wird auf den verschiedenen Rampen der Belag erneuert, sie sind deshalb wie folgt von Sperrungen betroffen:

  • Freitag, 10. September, 20 Uhr bis Montag, 13. September 2021, 5 Uhr: Sperrung der Brücke der Kantonsstrasse nach Jaberg sowie der vier Rampen, die vom Zubringer zur Brücke führen. Auch die Ausfahrt von der A6/Thun her ist gesperrt. Die Ausfahrt aus Richtung Bern bliebt offen, auch die beiden Einfahrten sind vom Kreisel Oppligen her erreichbar
  • Freitag, 17. September, 20 Uhr bis Montag, 20. September 2021, 5 Uhr: Komplettsperrung des Zubringers Kiesen, inklusive der Brücke der Kantonsstrasse nach Jaberg.

Der Verkehr von und nach Jaberg wird durch Kiesen umgeleitet, für die gesperrten Ein- und Ausfahrten stehen die Anschlüsse Rubigen und Thun-Nord zur Verfügung.

Die Arbeiten sind witterungsabhängig und werden bei ungeeigneter Witterung um jeweils eine Woche verschoben.

Können die Arbeiten wie geplant durchgeführt werden, kann Ende September die letzte Bauphase begonnen werden. Dafür ist der Zubringer Kiesen von einer nächtlichen Teilsperrung betroffen. Details dazu werden zu gegebener Zeit kommuniziert.

 

Quelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
Bildquelle: Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK