Sicher Wandern mit Hund: Tipps zum nationalen Wandertag

Am 7. September ist der nationale Wandertag der Schweizer Familie. Eine Wanderung durch die malerische Schweizer Bergwelt ist für viele Menschen ein Highlight. Für Hundehalterinnen und -halter bietet sich dabei die Möglichkeit, den treuen Vierbeiner mitzunehmen.

Doch auch wenn das Wandern mit Hund ein bereicherndes Erlebnis ist, sollten einige wichtige Vorsichtsmassnahmen beachtet werden, um sowohl Mensch als auch Tier zu schützen. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN stellt einen Wanderratgeber zur Verfügung, in dem wertvolle Tipps für ein unbeschwertes Wandern mit oder ohne Hund zu finden sind.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O für eine sichere Wanderung mit Hund. „Es ist wichtig, die Route an die Bedürfnisse und die Kondition des Hundes anzupassen“, erklärt Yasmine Wenk, Kampagnen-Koordinatorin Haustiere bei VIER PFOTEN Schweiz. „Gerade bei längeren Wanderungen sollten besonders an warmen Tagen genügend Pausen eingeplant werden.“ Ausserdem dürfen Wasser und Proviant für den Hund nicht fehlen, ebenso wie ein Erste-Hilfe-Set. „Denken Sie daran, dass Sie im Notfall Ihren Hund tragen müssen, wenn er sich verletzt – das sollte bei der Routenplanung berücksichtigt werden“, ergänzt Wenk.

Besondere Vorsicht bei tierischen Begegnungen

Von Frühling bis Herbst sind in den Schweizer Alpen oft Kühe, Schafe oder Ziegen anzutreffen. Unterwegs sollten direkte Begegnungen mit den Tieren vermieden werden, besonders wenn ein Hund dabei ist. „Hunde wie auch Menschen werden von Muttertieren schnell als Gefahr für ihr Junges eingestuft, was eine Abwehrreaktion der Mutter oder der ganzen Herde auslösen kann“, erklärt Julia Fischer, Kampagnenverantwortliche für Nutztiere und Ernährung. Sie rät, Herden mit grossem Abstand zu umgehen und den Hund an die Leine zu nehmen: „Gehen Sie nicht auf die Herde oder einzelne Tiere zu und versuchen Sie nicht diese zu streicheln, zu füttern oder Fotos bzw. Selfies zu machen – auch wenn Sie die Tiere noch so herzig finden!»“

Respekt vor der Natur – auch mit Hund

Nicht nur landwirtschaftlich gehaltene Tiere, auch die heimische Tierwelt kann durch unachtsames Verhalten gestört werden. „Viele Wildtiere haben vor allem im Winter mit harten Verhältnissen zu kämpfen, der zusätzliche Stress durch achtlose Wandernde kann fatale Folgen für die Wildtiere haben“, erläutert Dominik del Castillo, Campaigner Wildtiere bei VIER PFOTEN Schweiz. „Umso wichtiger ist es, sich an die markierten Wege zu halten und den Hund nicht frei herumstöbern zu lassen.“ Hunde, die sich beim Laufen gerne vom Haltenden entfernen, sollten in den Bergen generell an der Leine geführt werden, um Wildtiere nicht zu stören. Das gilt besonders für Steinwild, das auf Hunde aggressiv reagieren kann. „Machen Sie mit Ihrem Vierbeiner einen grossen Bogen um Steinböcke – diese Tiere könnten Ihren Hund als Bedrohung wahrnehmen und im schlimmsten Fall angreifen“, warnt del Castillo.

Für eine sichere und respektvolle Wanderung in den Bergen sind also einige Vorkehrungen notwendig. Wenn diese beachtet werden, steht einem unvergesslichen Erlebnis in der Natur nichts im Wege.

Kompakter Wanderratgeber mit oder ohne Hund

VIER PFOTEN bietet jetzt einen Wanderratgeber an, der speziell für Natur- und Tierliebhabende entwickelt wurde. Ob mit oder ohne Hund – dieser kompakte Leitfaden enthält wertvolle Tipps und Ratschläge für sichere Begegnungen in den Bergen. Dabei legt die globale Tierschutzorganisation besonderen Wert auf das Wohl von Mensch und Tier und bietet praktische Anleitungen, um Gefahren vorzubeugen und das Wandererlebnis in vollen Zügen geniessen zu können. Der Ratgeber ist ein nützliches Werkzeug für alle, die die malerische Bergwelt sicher und entspannt erkunden möchten.

 

Quelle: VIER PFOTEN
Bildquelle: VIER PFOTEN