Schminken ab 70: So gelingt ein stilvoller Look für reife Haut
von belmedia Redaktion Allgemein beautytipps.ch Lifestyle Make-Up News Verschiedenes
Mit über 70 stilvoll geschminkt zu sein, hat nichts mit Jugendwahn zu tun – sondern mit Lebensfreude, Selbstfürsorge und Persönlichkeit. Wer sich auch im Alter schminkt, zeigt nicht nur Geschmack, sondern auch Haltung.
Die Haut verändert sich, das Gesicht auch – aber das Bedürfnis nach Ausstrahlung und gepflegtem Aussehen bleibt. Gerade im höheren Alter kann ein dezentes Make-up Wunder wirken: Es betont die Vorzüge, lässt den Teint frischer erscheinen und unterstreicht die individuelle Schönheit. Wichtig ist dabei, altersgerechte Techniken und Produkte zu verwenden – ganz ohne Maskenwirkung.
Was verändert sich beim Schminken im Alter?
Mit den Jahren wird die Haut dünner, trockener und verliert an Elastizität. Pigmentflecken, Rötungen oder sichtbare Äderchen treten vermehrt auf. Auch die Augenpartie verändert sich: Lider können absinken, die Wimpern dünner werden. Diese Veränderungen verlangen nach einem feinfühligen Umgang mit Make-up.
Ein Schminkstil, der mit 40 oder 50 funktionierte, wirkt mit 70 oft unvorteilhaft. Stattdessen braucht es jetzt leichtere Texturen, sanfte Farben und eine geschickte Betonung einzelner Partien, ohne das Gesicht zu überladen.
Häufige Make-up-Fallen im Alter
- Zu viel Puder: Betont Fältchen und trockene Hautstellen
- Dunkle, harte Konturen: Lassen das Gesicht strenger wirken
- Schimmer-Lidschatten: Legt sich unschön in Fältchen
- Unpassende Lippenfarben: Verstärken optisch das Altern der Lippenpartie
Grundierung und Teint: Natürlichkeit statt Schichtoptik
Die Basis für ein gelungenes Make-up ist ein ebenmässiger Teint. Statt schwerer Foundation empfiehlt sich eine leichte, feuchtigkeitsspendende BB- oder CC-Cream, die den Hautton ausgleicht, ohne die Haut zu beschweren. Concealer sollte nur punktuell angewendet werden – etwa bei Schatten unter den Augen oder Rötungen.
So gelingt der perfekte Teint:
- Pflege: Eine feuchtigkeitsspendende Tagescreme schafft die Grundlage
- Foundation: Leichte Textur, die sich gut mit der Haut verbindet
- Concealer: Cremige Formulierung, sparsam verwendet
- Rouge: Apricot- oder Rosétöne zaubern Frische – sparsam auf den Wangen auftragen
Auf mattierende Puderprodukte sollte weitgehend verzichtet werden – sie legen sich in Fältchen und lassen das Gesicht älter erscheinen. Ein leicht getönter Primer kann dagegen Unregelmässigkeiten glätten und sorgt für eine ebenmässige Basis.
Augen: Ausdruck durch Sanftheit
Mit zunehmendem Alter wird die Augenpartie sensibler. Schlupflider, feine Linien und trockene Haut sind keine Seltenheit. Hier sind dezente, matte Lidschatten und ein präziser Lidstrich die bessere Wahl als auffällige Farben oder Schimmerprodukte.
Make-up für reife Augen:
- Lidschatten: Matte Töne in Taupe, Rosé oder Braun
- Kajal: Weicher Stift in Grau oder Dunkelbraun – keine harten Linien
- Wimperntusche: Pflegeformeln, die Volumen geben und nicht verklumpen
- Augenbrauen: Leicht auffüllen mit einem Stift oder Puder – gibt dem Gesicht Struktur
Statt den Fokus auf starke Farben zu legen, lohnt sich der gezielte Einsatz von Hell-Dunkel-Kontrasten, um das Auge zu öffnen und zu vergrössern. Helle Töne im inneren Augenwinkel lassen den Blick wacher wirken.
Lippen und Nägel: Eleganz durch Zurückhaltung
Im Alter verlieren die Lippen an Volumen, die Konturen werden weicher. Dunkle oder grelle Farben können diese Veränderungen betonen – wohingegen natürliche Rosé-, Beeren- oder Apricottöne schmeichelhaft wirken. Ein Lipliner verhindert das Auslaufen der Farbe und definiert die Lippenform sanft.
Pflege und Farbe kombinieren
- Lippenbalsam: Als Basis gegen Trockenheit und für ein geschmeidiges Finish
- Lippenstift: Cremige Textur mit leichtem Glanz – keine matten Produkte
- Liner: Farblich abgestimmt, nie dunkler als der Lippenstift
- Nägel: Kurze gepflegte Nägel in Pastell oder transparentem Rosé wirken elegant
Ein frischer Mund kann mehr Wirkung erzielen als ein aufwendig geschminktes Auge. Auch hier gilt: weniger Farbe, aber dafür mehr Pflege.
Fazit: Schönheit kennt kein Alter
Schminken mit 70 und darüber hinaus ist kein Verstecken, sondern ein Ausdruck von Selbstbewusstsein, Stil und Persönlichkeit. Wer sich liebevoll um das eigene Erscheinungsbild kümmert, signalisiert: Ich bin präsent – und das mit Würde.
Mit der richtigen Pflege, leichten Texturen und geschmackvollen Farbtönen lässt sich die individuelle Schönheit auf natürliche Weise unterstreichen. Das Wichtigste: Schminken soll Freude machen – und das darf auch im Alter so bleiben.
Quelle: beautytipps.ch-Redaktion
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