„Plants_Intelligence“ in Basel: Kunst trifft Forschung zur pflanzlichen Intelligenz
von belmedia Redaktion Allgemein News People Schweiz xund24.ch
Vom 31. Oktober bis 2. November 2025 widmet sich die Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW gemeinsam mit dem HEK dem Thema Pflanzenintelligenz – im Abschluss des SNF-Forschungsprojekts „Plants_Intelligence. Learning Like a Plant“.
Das Symposium „Plants_Intelligence“, das vom 31. Oktober bis am 2. November 2025 an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel FHNW in Kooperation mit dem HEK (Haus für Elektronische Künste) stattfindet, markiert den Abschluss des vierjährigen Forschungsprojekts „Plants_Intelligence. Learning Like a Plant“, das vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanziert wird und am Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel angesiedelt ist.
Im Rahmen des Symposiums versammelt das Forschungsprojekt wichtige Vertreter des Diskurses und stellt seine Ergebnisse zur Diskussion. Es bringt das künstlerische Team (Yvonne Volkart, Felipe Castelblanco, Julia Mensch und Rasa Smite) mit Forschungspartnern wie Birgit Schneider und Katja Tielbörger, Theoretikern wie Giovanni Aloi, Michael Marder und Jeremy Narby sowie Aktivistin Florianne Koechlin mit einem interessierten Publikum zusammen.
Theoretische, künstlerische und experimentelle Formate öffnen den Diskurs über Pflanzenintelligenz und zeigen auf, wie man sich ästhetisch und politisch den Pflanzen als intentionale und kognizierende Wesen annähern kann.
Das detaillierte Programm ist online einsehbar. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos und vor Ort wie auch online möglich. Eine Anmeldung kann über die Website erfolgen. Online-Teilnehmende erhalten vor der Veranstaltung einen Stream-Link.
Symposium zu pflanzlicher Intelligenz
Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Verschwendung der Welt müssen wir über andere Wege – pflanzliche Wege – der Weltgestaltung nachdenken: Wege, die die Welt nicht verbrauchen, sondern sie neu erschaffen bzw. reproduzieren. Indem wir sie gemeinsam mit Pflanzen gestalten, könnten wir lernen, wie sie zu lernen. Auch in der Kunst.
Das Team des vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) finanzierten Forschungsprojekts „Plants_Intelligence. Learning like a Plant“, das am Institute Art Gender Nature (IAGN) der HGK Basel angesiedelt ist, näherte sich dieser Aufgabe, indem es auf dem spekulativen interdisziplinären Diskurs über Pflanzenintelligenz aufbaute.
Dieser Diskurs wird seit etwa 15 Jahren am Rande der Botanik, der Neurowissenschaften, der Philosophie und der Kunst geführt. Er ist herausfordernd und überwältigend, denn die wissenschaftliche Forschung kann nun beweisen, was in der alternativen Pflanzenkunde schon lange bekannt ist – nämlich dass Pflanzen Fähigkeiten haben, dass sie sich verhalten und lernen, erkennen und verarbeiten, produzieren und formen.
Wir verstehen Pflanzen als Zusammensetzungen physikalischer und chemischer Materialitäten, von Kräften und Wirkungen, die Leben weit über das menschliche Mass hinaus erzeugen. Sie sind Akteure in ökologischen Verkettungen und relationalen Ereignissen. Als solche sind sie situationsabhängig und reaktionsfähig. Sie unterscheiden sich von tierischen Arten der Weltgestaltung, sind aber gleichzeitig mit ihnen und mit uns verbunden.
Gemeinsam und unter Einbeziehung unterschiedlicher Perspektiven und Ansätze diskutieren wir, was die Anerkennung der Intelligenz von Pflanzen für künstlerische Fragen und die Formulierung einer Ästhetik und Politik des Pflanzlichen bedeutet – eine, die versucht, unsere Kultur der Verschwendung der Welt zu überwinden.
Quelle: HGK Basel / Institute Art Gender Nature (IAGN)
Bildquelle: HGK Basel / HEK
