Swissmilk Ernährungssymposium 2025: Vom Rüeblibrei zum Seniorenteller
von belmedia Redaktion Allgemein News Senioren xund24.ch
Ernährung begleitet uns ein Leben lang: Sie legt die Basis für unsere Gesundheit, unterstützt die Entwicklung, beugt Krankheiten vor und kann Teil der Therapie sein.
Unter dem Motto „Vom Rüeblibrei zum Seniorenteller“ widmete sich das diesjährige Swissmilk Ernährungssymposium genau diesem Thema. Die vom Schweizerischen Verband der Ernährungsberater anerannte und zertifizierte Veranstaltung stiess auf grosses Interesse.
Im Laufe des Lebens verändern sich die Anforderungen an eine ausgewogene Ernährung. Entsprechend breit war das Themenspektrum der Referate, etwa:
- Welche Rolle spielt Ernährung bei Depressionen im Alter?
- Welche Ernährung empfiehlt sich bei Endometriose und wie sieht eine Zyklusernährung aus?
- Wie lassen sich Essstörungen bei Kindern und Jugendlichen frühzeitig erkennen und behandeln?
Fachpersonen aus Praxis und Forschung gaben Einblicke in aktuelle Erkenntnisse und zeigten praxisnahe Lösungsansätze. Das Symposium wurde von Susann Wittenberg (SMP/Swissmilk) geleitet.
Von Essstörungen bis Depression – die Highlights des Programms
Rund 150 Teilnehmende nutzten die Gelegenheit, direkt von Fachpersonen zu lernen.
So referierte Sarah Stidwill über die Herausforderungen bei Essverhaltensstörungen im Kindesalter. Sie erklärte, wie sich Essverhaltensstörungen von Diätverhalten unterscheiden und welchen Einfluss Social Media auf das Essverhalten haben kann. Je früher Essstörungen erkannt werden, desto besser – entscheidend seien eine multidisziplinäre Therapie, enge Zusammenarbeit der Fachleute und der Einbezug der Eltern.
Susana Fernandez zeigte aktuelle Ansätze zur Adipositasprävention auf: 15,8 % der Schweizer Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig oder adipös. Sie stellte Präventionsstrategien auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene vor und betonte, wie wichtig frühe Erkennung und der Einbezug der Lebenswelten und Eltern sind.
Nicole Heinze erläuterte Ernährungsempfehlungen bei Endometriose. Die Forschung stecke hier zwar noch in den Anfängen, doch Trends seien erkennbar: Omega-3-Fettsäuren und Fisch wirkten positiv, Transfette, Pestizide und Kunststoffe negativ. Gemüse und Obst unterstützen die Therapie, während Eier und Milch laut Studien keine negativen Effekte zeigen. Empfohlen wird eine angepasste mediterrane Ernährung.
In einem zweiten Vortrag erklärte Heinze die Grundlagen einer zyklusbasierten Ernährung und wie Hormone den Stoffwechsel beeinflussen. Wichtig sei, auf das eigene Körpergefühl zu hören, ein Ernährungs- und Symptomtagebuch zu führen und Stressfaktoren zu berücksichtigen.
Stephanie Tölle behandelte die Rolle der Ernährungsberatung bei Diabetes Typ 1 angesichts moderner Technologien. Auch wenn AID-Systeme (Automated Insulin Delivery) vieles erleichtern, bleiben Fachbegleitung und Schulungen zentral.
Undine Lang widmete sich der Ernährung bei Depressionen im Alter. Sie zeigte die Bedeutung der Darm-Hirn-Achse für die Psyche auf und betonte die Wichtigkeit ganzheitlicher Therapieansätze. Ernährungsfaktoren könnten Depressionen beeinflussen und sollten stärker beachtet werden.
Bewegung inklusive
Zwischen den Referaten sorgte Fitnesstrainer Merlin Mast mit kurzen Aktivpausen für Bewegung. Mit Humor und dem Ansatz „Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts“ motivierte er das Publikum zum Mitmachen.
Ausblick
Am 2. und 8. Dezember finden zwei französischsprachige Online-Symposien statt: Einmal zum Thema „Endométriose – Quel accompagnement nutritionnel?“ und einmal „L’expertise nutritionnelle revisitée par les influenceuses fitness sur les réseaux sociaux“.
Weitere Informationen und Anmeldung unter: Symposium en ligne destiné aux professionnel·les de la nutrition | Swissmilk.
Quelle: Swissmilk
Bildquelle: Volodymyr TVERDOKHLIB/shutterstock.com
