Fluhweg Illgau: Sanierung in traditioneller Bauweise erhält Kulturerbe langfristig
von belmedia Redaktion Allgemein Denkmalpflege denkmalpflege-schweiz.ch Denkmalschutz News Projekte Schauplätze
Mit der Instandstellung des Wanderwegs zwischen der Talstation der Seilbahn Ried/Muotathal und Illgau erstrahlt ein historischer Zeitzeuge in neuem Glanz.
Die Sanierung wurde in traditioneller Handwerkskunst mit Trockenmauern aus lokalem Kalkstein ausgeführt – ganz ohne Beton oder Mörtel.
Der historische Fluhweg verbindet Illgau mit Ried-Muotathal und ist Teil des Schwyzer Hauptwanderwegnetzes. Auf kurzer Distanz überwindet er einen grossen Höhenunterschied zwischen dem Talboden und dem Dorf Illgau. Schon vor 1394 als Kirchweg genutzt, ist seine heutige Form seit 1554 belegt. Der Weg gilt als national bedeutender Abschnitt des historischen Verkehrswegenetzes der Schweiz.
Vom Kirchweg zum Kulturerbe
Nach dem Bau der Strasse nach Illgau und der Luftseilbahn Ried – Illgau verlor der Weg an Bedeutung für den Alltagsverkehr. In der Folge blieb der Unterhalt aus. Zusätzlich verursachten Eingriffe wie der Einbau einer Abwasserleitung Schäden an Pflasterung, Trockenmauern und Geländer.
Sanierung in traditioneller Bauweise
In den letzten Jahren wurde der Fluhweg umfassend instandgesetzt. Die Stützmauern entstanden in traditioneller Trockenmauertechnik – eine Bauweise, die Jahrhunderte überdauert hat und nun mit grosser Sorgfalt wieder zur Anwendung kam. Das ursprüngliche Erscheinungsbild des Weges konnte so weitgehend bewahrt werden. Ein neues Geländer im oberen Abschnitt sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Heute präsentiert sich der Fluhweg nicht nur als attraktiver Wanderweg, sondern auch als wertvolles Zeugnis historischer Wegbaukunst – ein Stück Kulturerbe, das Geschichte erlebbar macht.
Quelle: Kanton Schwyz
Bildquelle: Kanton Schwyz
