Auer gewinnt turbulentes DTM-Rennen
von belmedia Redaktion Allgemein Autosport autosport.ch Magazine motor.ch motortipps.ch nachrichtenticker.ch News Rallye Sport sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Ein spektakuläres Rennen, ein schwerer Unfall und ein dramatischer Kampf um die Meisterschaft: Beim DTM-Saisonfinale auf dem Hockenheimring hat Lucas Auer am Samstag, 10. Oktober 2026, seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Der Österreicher gewann im Mercedes-AMG vor Mirko Bortolotti im Lamborghini und Marco Wittmann im BMW.
Für den Meisterschaftsführenden Thomas Preining wurde das vorletzte Saisonrennen zur Nervenprobe. Der Porsche-Pilot fiel nach einer turbulenten Startphase weit zurück, kämpfte sich jedoch auf den fünften Platz vor und verteidigte damit seine Führung in der Gesamtwertung.
Die Entscheidung über den DTM-Meistertitel fällt nun am Sonntag. Preining führt mit 20 Punkten Vorsprung auf Wittmann und 22 Punkten auf Maro Engel. Noch sind maximal 28 Punkte zu gewinnen.
Heftiger Unfall sorgt für Rennunterbrechung
Schon die Startphase des DTM-Rennens auf dem Hockenheimring hatte es in sich. Luca Engstler, der sich im schwierigen Qualifying die Poleposition gesichert hatte, kämpfte an der Spitze mit Lucas Auer um die Führung.
Im Verlauf des Duells verlor Engstler die Kontrolle über seinen Lamborghini und schlug in die Streckenbegrenzung ein.
Die Rennleitung unterbrach das Rennen mit der roten Flagge, damit die Unfallstelle gesichert und die beschädigten Streckeneinrichtungen überprüft werden konnten.
Der Zwischenfall wurde untersucht. Gegen die beteiligten Fahrer wurden keine weiteren Massnahmen ergriffen.
Für Engstler war der Traum vom Sieg beim Saisonfinale damit beendet.
Thomas Preining gerät früh in Schwierigkeiten
Auch für den Meisterschaftsführenden Thomas Preining verlief der Rennbeginn alles andere als nach Plan.
Der Österreicher war von Startplatz drei ins Rennen gegangen. Bereits in der ersten Runde geriet er jedoch neben die Strecke und verlor mehrere Positionen.
Zeitweise lag Preining ausserhalb der ersten zehn Plätze.
Für den Porsche-Piloten war das eine gefährliche Situation im Titelkampf. Seine Konkurrenten konnten wichtige Punkte gutmachen, während er sich durch das Feld zurückarbeiten musste.
Doch Preining behielt die Nerven und verbesserte sich im weiteren Rennverlauf kontinuierlich.
Maro Engel verliert den möglichen Sieg beim Boxenstopp
Nach dem Neustart entwickelte sich an der Spitze ein spannender Kampf zwischen Maro Engel und Lucas Auer.
Engel übernahm die Führung und konnte sich zunächst einen Vorsprung herausfahren.
Doch beim vorgeschriebenen Boxenstopp geriet sein Rennen aus den Fugen.
Beim Reifenwechsel am rechten Hinterrad traten Probleme auf. Der Mercedes-AMG verlor dadurch entscheidende Sekunden.
Auer profitierte von der Situation und übernahm die Führung.
Engel musste sich anschliessend durch das Feld kämpfen. Ein hartes Überholmanöver gegen Marco Wittmann wurde von der Rennleitung beanstandet, weshalb Engel die Position wieder zurückgeben musste.
Damit verlor der Deutsche weitere wertvolle Punkte im Meisterschaftskampf.
Lucas Auer nutzt seine Chance
Lucas Auer bewahrte während des turbulenten Rennens die Ruhe und brachte seinen Mercedes-AMG sicher ins Ziel.
Nach 36 Runden stand sein erster DTM-Saisonsieg 2026 fest.
Hinter ihm belegte Mirko Bortolotti im Lamborghini den zweiten Rang. Marco Wittmann erreichte mit seinem BMW den dritten Platz und hielt damit seine Chancen auf den Meistertitel aufrecht.
Für Auer war der Erfolg ein versöhnlicher Höhepunkt am Ende einer schwierigen Saison.
Im Kampf um die Meisterschaft spielt der Österreicher allerdings keine Rolle mehr. Die Entscheidung fällt zwischen Preining, Wittmann und Engel.
Drei Fahrer kämpfen noch um den Meistertitel
Vor dem letzten Saisonrennen am Sonntag ist die Ausgangslage klar: Thomas Preining hat die besten Chancen auf den Gesamtsieg.
Der Porsche-Pilot liegt 20 Punkte vor Marco Wittmann und 22 Punkte vor Maro Engel.
Weil im abschliessenden Qualifying und Rennen zusammen noch maximal 28 Punkte vergeben werden, können alle drei Fahrer rechnerisch DTM-Meister werden.
Preining muss deshalb auch am Sonntag konzentriert bleiben. Ein technischer Defekt, ein Unfall oder ein missglückter Boxenstopp könnten die Meisterschaft noch einmal vollständig verändern.
Wittmann und Engel benötigen dagegen ein möglichst starkes Ergebnis und müssen gleichzeitig darauf hoffen, dass Preining Punkte verliert.
Auch Schweizer Fahrer in Hockenheim vertreten
Aus Schweizer Sicht ist das DTM-Finale ebenfalls interessant.
Mit Ricardo Feller steht ein Schweizer Fahrer für das Manthey-Team im Einsatz. Der Aargauer fährt einen Porsche 911 GT3 R und gehört zum gleichen Rennstall wie Meisterschaftsleader Thomas Preining.
Auch das Schweizer Team Emil Frey Racing ist mit seinen Ferrari-Rennwagen am Start.
Damit ist der Schweizer Motorsport beim DTM-Saisonfinale sowohl auf Fahrer- als auch auf Teamebene vertreten.
Entscheidung fällt am Sonntag
Das letzte DTM-Saisonrennen 2026 beginnt am Sonntag, 11. Oktober, um 16.30 Uhr.
Nach den dramatischen Ereignissen vom Samstag dürfte die Spannung kaum grösser sein.
Lucas Auer hat sich den Sieg im vorletzten Rennen gesichert. Für Thomas Preining, Marco Wittmann und Maro Engel steht dagegen noch deutlich mehr auf dem Spiel.
Erst nach dem letzten Zieleinlauf in Hockenheim wird feststehen, wer sich den DTM-Meistertitel 2026 sichert.
Quellen: DTM / ADAC Motorsport, Motorsport.com
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert