Bublik dreht Tennis-Drama – jetzt wartet Zverev

Alexander Bublik hat beim ATP-Masters-1000-Turnier in Shanghai einen packenden Tenniskrimi gewonnen. Der 29-jährige Kasache setzte sich am Sonntag, 11. Oktober 2026, gegen den Amerikaner Brandon Nakashima mit 6:7 (7:9), 6:3 und 7:6 (7:5) durch. Nach drei hart umkämpften Sätzen steht Bublik im Achtelfinale – und trifft dort auf den deutschen Tennisstar Alexander Zverev.

Die Begegnung entwickelte sich zu einem echten Geduldsspiel. Nachdem Bublik den ersten Satz im Tiebreak verloren hatte, kämpfte er sich mit einem starken zweiten Durchgang zurück. Auch im Entscheidungssatz konnte sich keiner der beiden Spieler entscheidend absetzen. Erst ein weiterer Tiebreak brachte die Entscheidung.

Damit kommt es in Shanghai zu einem besonders reizvollen Duell: Alexander Zverev kämpft um die Nummer eins der Weltrangliste, während Alexander Bublik mit seinem unberechenbaren Spielstil für die nächste Überraschung sorgen möchte.

TENNIS.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Turnier: Rolex Shanghai Masters
Kategorie: ATP Masters 1000
Datum: 11. Oktober 2026
Runde: Dritte Runde
Begegnung: Alexander Bublik – Brandon Nakashima
Resultat: 6:7 (7:9), 6:3, 7:6 (7:5)
Sieger: Alexander Bublik
Nächster Gegner: Alexander Zverev
Besonderheit: Zwei der drei Sätze wurden im Tiebreak entschieden. Bublik bewies im entscheidenden Moment die stärkeren Nerven.

Alexander Bublik gewinnt einen echten Tenniskrimi

Beim Shanghai Masters stehen regelmässig die grossen Namen im Mittelpunkt.

Doch auch die Begegnung zwischen Alexander Bublik und Brandon Nakashima bot am Sonntag reichlich Spannung.

Beide Spieler verfügen über einen starken Aufschlag und können mit aggressivem Tennis zahlreiche direkte Punkte erzielen.

Das zeigte sich besonders in den beiden Tiebreaks.

Während Nakashima im ersten Durchgang die Oberhand behielt, gelang Bublik im entscheidenden Satz die erfolgreiche Revanche.

Der Kasache musste dafür nicht nur spielerisch überzeugen, sondern auch Geduld und mentale Stärke beweisen.

Erster Satz: Nakashima setzt sich knapp durch

Der Auftaktsatz entwickelte sich zu einer engen Angelegenheit.

Bublik versuchte, mit seinem variantenreichen Aufschlag und schnellen Punkten die Kontrolle zu übernehmen.

Nakashima hielt dagegen und überzeugte mit einem soliden Grundlinienspiel.

Keiner der beiden Spieler konnte sich einen entscheidenden Vorteil erarbeiten.

Deshalb musste der Tiebreak über den ersten Satz entscheiden.

Dort entwickelte sich ein besonders umkämpfter Schlagabtausch.

Nakashima behielt schliesslich mit 9:7 die Oberhand und gewann den ersten Satz mit 7:6.

Für Bublik war damit klar, dass er eine deutliche Leistungssteigerung benötigte, um das Ausscheiden abzuwenden.

Bublik findet im zweiten Satz die passende Antwort

Der Kasache reagierte auf den verlorenen Auftaktsatz mit einer überzeugenden Leistung.

Bublik gelang es nun häufiger, seine Aufschlagspiele zu kontrollieren und Nakashima bei dessen Service unter Druck zu setzen.

Auch in den längeren Ballwechseln fand er zunehmend bessere Lösungen.

Seine offensive Spielweise zahlte sich aus.

Mit 6:3 entschied Bublik den zweiten Satz für sich und stellte den Satzausgleich her.

Damit war die Begegnung wieder völlig offen.

Beide Spieler mussten sich auf einen dritten Satz einstellen, in dem einzelne Punkte über den Einzug ins Achtelfinale entscheiden konnten.

Entscheidung erst im letzten Tiebreak

Im dritten Durchgang entwickelte sich erneut ein ausgeglichenes Duell.

Weder Bublik noch Nakashima gelang es, den Gegner dauerhaft zu dominieren.

Beide Spieler wussten, dass jeder Fehler schwerwiegende Folgen haben konnte.

Entsprechend intensiv wurden die Ballwechsel.

Schliesslich fiel die Entscheidung erneut im Tiebreak.

Diesmal hatte Bublik das bessere Ende für sich.

Der Kasache gewann die Kurzentscheidung mit 7:5 und entschied damit auch den dritten Satz mit 7:6 für sich.

Nach dem verwandelten Matchball durfte Bublik jubeln.

Er hatte eine schwierige Partie gedreht und sich einen Platz im Achtelfinale gesichert.

Das Resultat im Überblick

SHANGHAI MASTERS 2026 – RESULTAT
Bublik dreht die Partie
Spieler 1. Satz 2. Satz 3. Satz
Alexander Bublik 6 6 7
Brandon Nakashima 7 3 6
Erster Tiebreak: 9:7 für Nakashima
Zweiter Tiebreak: 7:5 für Bublik
Turnierphase: Dritte Runde
Nächste Runde: Achtelfinale

Warum Alexander Bublik so gefährlich ist

Alexander Bublik gehört zu den ungewöhnlichsten Spielern auf der ATP-Tour.

Der Kasache ist für seinen unkonventionellen Spielstil bekannt.

Während viele Profis auf klar strukturierte Ballwechsel setzen, überrascht Bublik seine Gegner immer wieder mit unerwarteten Lösungen.

Dazu gehören ungewöhnliche Aufschlagvarianten, abrupte Tempowechsel und überraschende Stoppbälle.

Auch sein Spiel am Netz kann für Gegner unangenehm werden.

Bublik ist zudem ein Spieler, der Risiken eingeht.

An guten Tagen kann er damit selbst die stärksten Konkurrenten unter Druck setzen.

Allerdings bringt diese offensive Spielweise auch Schwankungen mit sich.

Genau diese Mischung macht seine Begegnungen für Zuschauer besonders unterhaltsam.

Im Achtelfinale wartet Alexander Zverev

Nach dem Erfolg gegen Nakashima steht Bublik vor einer noch schwierigeren Aufgabe.

Sein nächster Gegner ist Alexander Zverev.

Der Deutsche erreichte das Achtelfinale mit einem 6:4, 6:7 (8:10), 6:3 gegen Quentin Halys.

Damit feierte Zverev bereits seinen 60. Saisonsieg.

Der Weltranglistenzweite befindet sich in einer bemerkenswerten Ausgangslage.

Mit einem Halbfinaleinzug in Shanghai könnte er sich nach den aktuellen Berechnungen der ATP die Nummer eins zum Jahresende sichern.

Dafür muss Zverev zunächst Bublik bezwingen.

Und genau darin liegt die besondere Spannung dieser Begegnung.

Während der Deutsche häufig auf kontrolliertes, druckvolles Grundlinientennis setzt, sucht Bublik immer wieder überraschende Lösungen.

Es treffen somit zwei unterschiedliche Spielphilosophien aufeinander.

Was Bublik gegen Zverev braucht

Für Bublik dürfte der Aufschlag eine entscheidende Rolle spielen.

Gelingt es ihm, viele freie Punkte zu erzielen, kann er die Ballwechsel kurz halten.

Das wäre gegen Zverev besonders wichtig.

Der Deutsche gehört zu den Spielern, die mit ihrer Reichweite und ihrem druckvollen Grundlinienspiel auch längere Ballwechsel kontrollieren können.

Bublik wird deshalb versuchen müssen, das Tempo immer wieder zu verändern.

Auch der Einsatz von Stoppbällen könnte eine wichtige taktische Möglichkeit sein.

Entscheidend dürfte allerdings die Fehlerquote werden.

Denn gegen einen Spieler von Zverevs Qualität können einige unkonzentrierte Minuten bereits den Verlust eines Satzes bedeuten.

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Auch für Zverev ist das Duell eine Herausforderung

Zverev geht aufgrund seiner bisherigen Saison und seiner Position in der Weltrangliste als Favorit in die Begegnung.

Allerdings ist seine körperliche Verfassung ein möglicher Unsicherheitsfaktor.

Beim Sieg gegen Quentin Halys hatte der Deutsche mit Knöchelproblemen zu kämpfen.

Gerade gegen einen variantenreichen Spieler wie Bublik könnten Einschränkungen in der Beweglichkeit besonders unangenehm werden.

Zverev muss deshalb nicht nur spielerisch überzeugen, sondern auch darauf achten, seine Kräfte sinnvoll einzuteilen.

Bublik wiederum kann ohne den gleichen Erwartungsdruck antreten.

Der Kasache hat mit dem Sieg gegen Nakashima bereits bewiesen, dass er auch schwierige Situationen meistern kann.

Shanghai verspricht ein spannendes Achtelfinale

Die Begegnung zwischen Alexander Bublik und Alexander Zverev gehört zu den interessantesten Duellen der kommenden Runde.

Beide Spieler verfügen über starke Aufschläge und können mit druckvollen Schlägen das Geschehen bestimmen.

Der Unterschied liegt vor allem in ihrer Herangehensweise.

Zverev setzt auf Konstanz, Kontrolle und Geduld.

Bublik sucht dagegen häufig das Risiko und versucht, seinen Gegner mit ungewöhnlichen Aktionen aus dem Rhythmus zu bringen.

Welche Spielweise sich durchsetzen wird, bleibt offen.

Fest steht: Nach seinem Dreisatzkrimi gegen Brandon Nakashima hat Alexander Bublik genügend Selbstvertrauen gesammelt, um auch dem Weltranglistenzweiten einen schwierigen Nachmittag zu bereiten.

Ein Sieg mit Signalwirkung

Mit dem Erfolg gegen Nakashima hat Bublik nicht nur die nächste Runde erreicht.

Er hat auch gezeigt, dass er in engen Begegnungen die nötige Geduld aufbringen kann.

Besonders der gewonnene Tiebreak im dritten Satz dürfte ihm zusätzliches Selbstvertrauen geben.

Nun wartet mit Alexander Zverev allerdings eine Aufgabe von ganz anderem Kaliber.

Für den Deutschen geht es um wichtige Weltranglistenpunkte und möglicherweise um den grössten Meilenstein seiner bisherigen Karriere.

Für Bublik bietet sich die Chance, einen der erfolgreichsten Spieler der Saison aus dem Turnier zu werfen.

Die Voraussetzungen für ein packendes Achtelfinale sind damit gegeben.

TENNIS.CH – SPIELERWISSEN
Alexander Bublik im Überblick
Nationalität: Kasachstan
Geburtsdatum: 17. Juni 1997
Alter: 29 Jahre
Spielhand: Rechts
Bekannt für: Starker Aufschlag und unkonventionelle Spielweise
Turnier: Shanghai Masters 2026
Aktuelle Runde: Achtelfinale
Nächster Gegner: Alexander Zverev

 

Quelle: belmedia-Redaktion; ATP Tour / Rolex Shanghai Masters, 11. Oktober 2026.
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert