Genf dreht 0:2 Rückstand gegen Davos – Rutta trifft spät

Genève-Servette feiert gegen den HC Davos einen spektakulären 3:2-Heimsieg. Die Genfer liegen nach zwölf Minuten bereits mit 0:2 zurück, kämpfen sich aber eindrucksvoll zurück. Josh Jooris gleicht im Schlussdrittel aus, ehe Jan Rutta in der 59. Minute den entscheidenden Treffer erzielt. Trotz zehn fehlender Spieler gewinnt die Mannschaft von Sam Hallam zum dritten Mal hintereinander und festigt den zweiten Tabellenplatz.

Brendan Lemieux bringt Davos mit einem Doppelschlag in der achten und zwölften Minute 2:0 in Führung. Nur 17 Sekunden nach dem zweiten Gegentor verkürzt Matthew Verboon für die Gastgeber. Anschliessend bleibt die Begegnung lange offen. Erst in der 53. Minute gelingt Josh Jooris der Ausgleich. Jan Rutta schiesst Genève-Servette bei 58:12 Minuten zum Sieg.

Vor 6’925 Zuschauern in den Vernets gelingt den Genfern damit die nächste bemerkenswerte Leistung. Trotz einer langen Verletztenliste und der Sperre von Jesse Puljujärvi holt Servette aus den letzten drei Meisterschaftsspielen acht von neun möglichen Punkten. Davos verliert dagegen nach dem 1:4 gegen Kloten auch die zweite Begegnung des Wochenendes.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Genève-Servette – HC Davos 3:2 (1:2, 0:0, 2:0).
Torschützen: Lemieux (7:06/11:46), Verboon (12:03), Jooris (52:24), Rutta (58:12).
Entscheidung: Jan Rutta trifft 108 Sekunden vor Schluss.
Personalsituation: Neun verletzte Spieler und Puljujärvi gesperrt.
Schussverhältnis: 27:35 aus Genfer Sicht.
Was das bedeutet
Servette behauptet mit 21 Punkten den zweiten Tabellenplatz hinter den ZSC Lions. Besonders wertvoll ist die Aufholjagd angesichts der zahlreichen Ausfälle. Davos bleibt mit 13 Punkten auf Rang zehn und muss nach zwei Niederlagen innerhalb von 24 Stunden reagieren.

Lemieux bringt Davos früh mit 2:0 in Führung

Die Bündner beginnen entschlossen und nutzen ihre ersten gefährlichen Angriffe konsequent.

Nach 7:06 Minuten bringt Brendan Lemieux den HCD nach Vorarbeit von Nando Aebli und Frédéric Allard in Führung.

Wenig später muss Matthew Verboon wegen übertriebener Härte auf die Strafbank. Davos nutzt die Gelegenheit: Lemieux trifft nach 11:46 Minuten im Powerplay zum 2:0. Tino Kessler bereitet den zweiten Treffer des Kanadiers vor.

Die Genfer geraten damit früh unter erheblichen Druck.

Verboon antwortet nach nur 17 Sekunden

Servette benötigt allerdings kaum Zeit, um auf den zweiten Gegentreffer zu reagieren.

Bereits bei 12:03 Minuten verkürzt Verboon nach Vorarbeit von Marco Miranda und Jérôme Kneubuehler auf 1:2.

Dieser Treffer verändert die Ausgangslage. Die Gastgeber finden besser in die Begegnung und verhindern, dass Davos seinen Vorsprung weiter ausbaut.

Im Mitteldrittel bleiben beide Torhüter ungeschlagen. Stéphane Charlin hält die Genfer mit wichtigen Paraden im Spiel, während Sandro Hollenstein auf der Gegenseite ebenfalls überzeugt.

Davos führt nach 40 Minuten weiterhin mit 2:1.

Servette kämpft trotz grosser Verletztenliste

Die personelle Situation der Genfer ist aussergewöhnlich schwierig.

Mit Ramon Untersander, Vincent Praplan, Luca Hischier, Giancarlo Chanton, Nicolas Müller, Vili Saarijärvi, Markus Granlund, Sakari Manninen und Noah Rod fehlen neun Spieler verletzungsbedingt.

Jesse Puljujärvi sitzt zudem eine Sperre ab.

Trainer Sam Hallam muss deshalb zahlreiche Änderungen an seinen Linien vornehmen.

Mit William Hedlund kommt ein von Ambri-Piotta ausgeliehener Spieler zum Einsatz. Auch mehrere Nachwuchsspieler erhalten Verantwortung.

Der Klub hatte bereits mit dem Torhütertausch zwischen Genf und Lugano auf seine veränderte Personalsituation reagiert. Gegen Davos steht jedoch weiterhin Charlin im Genfer Tor.

Jooris bringt die Vernets zum Jubeln

Im Schlussdrittel erhöhen die Gastgeber den Druck.

Davos verteidigt lange konzentriert und kommt seinerseits zu gefährlichen Abschlüssen. Insgesamt schiessen die Bündner 35-mal auf das Genfer Tor.

Doch Charlin hält seine Mannschaft in der Begegnung.

Nach 52:24 Minuten gelingt Servette endlich der Ausgleich.

Tim Bozon und Jimmy Vesey bereiten den Angriff vor, Josh Jooris trifft zum 2:2.

Die Partie ist damit wieder vollständig offen. Statt den Punkt abzusichern, suchen die Genfer den Sieg.

Jan Rutta erzielt das späte Siegtor

In der 57. Minute muss Davos wegen zu vieler Spieler auf dem Eis eine Mannschaftsstrafe hinnehmen.

Genève-Servette nutzt die anschliessende Druckphase, um die Gäste weiter in deren Verteidigungszone zu beschäftigen.

Bei 58:12 Minuten fällt die Entscheidung.

Jimmy Vesey spielt die Scheibe zu Jan Rutta, der zum 3:2 trifft. Die Vernets feiern den späten Führungstreffer ausgelassen.

Davos nimmt Torhüter Hollenstein vom Eis und versucht mit einem zusätzlichen Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen.

Die Genfer verteidigen ihren knappen Vorsprung jedoch bis zur Schlusssirene.

Acht Punkte aus drei Spielen

Für Servette setzt sich damit eine bemerkenswerte Serie fort.

Zunächst gewannen die Genfer beim SC Bern mit 3:2 nach Penaltyschiessen. Anschliessend folgte ein 2:1-Heimsieg gegen den EV Zug.

Mit dem Erfolg gegen Davos erhöht sich die Ausbeute auf acht Punkte aus drei Partien.

Am Freitag, 16. Oktober, empfangen die Genfer die SCL Tigers. Einen Tag später steht das Auswärtsspiel bei Ambri-Piotta auf dem Programm.

Davos benötigt nach den Niederlagen gegen Kloten und Servette dringend eine Reaktion. Die Bündner treffen am Freitag auswärts auf Lugano.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
Stand: 10. Oktober 2026, nach den Samstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 10 +18 27
2. Genève-Servette HC 11 +4 21
3. SCL Tigers 11 +7 19
4. Fribourg-Gottéron 11 +9 18
5. HC Ajoie 11 −3 16
6. HC Ambri-Piotta 10 −6 15
7. HC Lugano 10 +3 15
8. Lausanne HC 11 −4 15
9. SC Bern 9 +1 14
10. HC Davos 11 −4 13
11. SCRJ Lakers 11 −14 11
12. EV Zug 6 +8 10
13. EHC Biel-Bienne 10 −4 10
14. EHC Kloten 10 −15 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert