Sion schlägt Lausanne – Berdayes entscheidet Westschweizer Derby
von belmedia Redaktion Allgemein Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Super League Themen Waadt Wallis Ⳇ Verbreitung
Der FC Sion gewinnt das Westschweizer Derby gegen Lausanne-Sport mit 1:0 und festigt den dritten Tabellenplatz in der Super League. Théo Berdayes erzielt in der 33. Minute den entscheidenden Treffer. Torhüter Anthony Racioppi und Verteidiger Nias Hefti sichern den Wallisern nach der Pause den knappen Heimsieg. Für Lausanne verschärft sich dagegen die sportliche Krise mit der fünften Meisterschaftsniederlage in Folge.
Vor 9200 Zuschauern im Stade de Tourbillon entwickelt sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Nach einer halben Stunde jubelt Lausanne über einen vermeintlichen Führungstreffer von Alexis Blin, doch Schiedsrichter Johannes von Mandach annulliert das Tor wegen eines Fouls an Racioppi. Nur drei Minuten später schlägt Sion zu: Nach einer Kombination über Ilyas Chouaref und Numa Lavanchy vollendet Berdayes aus kurzer Distanz.
Mit dem Erfolg beendet die Mannschaft von Didier Tholot ihre sieglose Serie und erhöht das Punktekonto nach elf Spielen auf 22 Zähler. Der Rückstand auf die zweitplatzierten Young Boys beträgt drei Punkte. Lausanne bleibt dagegen mit nur sechs Punkten und sieben erzielten Toren abgeschlagen am Tabellenende. Trainer Luka Elsner steht vor zunehmend schwierigen Aufgaben.
Lausanne jubelt zu früh – Berdayes schlägt zu
Die erste halbe Stunde des Westschweizer Derbys verläuft weitgehend ereignisarm. Sion hat mehr Ballbesitz, während Lausanne mit aggressivem Pressing versucht, den Spielaufbau der Gastgeber zu unterbinden.
In der 30. Minute folgt die erste grosse Aufregung. Nach einem Eckball trifft Alexis Blin per Kopf. Der Treffer zählt jedoch nicht, weil Torhüter Anthony Racioppi zuvor regelwidrig behindert worden ist.
Praktisch im Gegenzug fällt das einzige gültige Tor der Begegnung.
Nach einem schnell ausgeführten Einwurf wird Ilyas Chouaref in die Tiefe geschickt. Der Offensivspieler bedient Numa Lavanchy, dessen Hereingabe Théo Berdayes aus fünf Metern über die Linie lenkt.
Für den im Wallis ausgebildeten Angreifer ist es ein besonders wertvoller Treffer.
Racioppi und Hefti verhindern den Ausgleich
Nach dem Seitenwechsel übernimmt Lausanne zunehmend die Initiative. Die Waadtländer suchen entschlossener den Weg nach vorne und bringen Sions Defensive mehrfach in Schwierigkeiten.
In der 62. Minute landet eine gefährliche Hereingabe von Enzo Molebe direkt bei Racioppi. Wenig später verhindert Sions Schlussmann weitere Möglichkeiten der Gäste.
Besonders wichtig wird die Szene in der 75. Minute. Karim Sow kommt nach einem Angriff zum Kopfball, doch Nias Hefti klärt unmittelbar vor der Torlinie.
Nur eine Minute später zwingt Olivier Custodio Racioppi mit einem Distanzschuss zur nächsten Parade.
Sion besitzt seinerseits ausgezeichnete Möglichkeiten zum zweiten Treffer. Chouaref scheitert in der 67. Minute an Melvin Mastil. In der Schlussphase vergeben auch Franck Surdez und Rilind Nivokazi beste Chancen.
Lausannes Krise wird immer bedrohlicher
Die erneute Niederlage verdeutlicht die offensiven Probleme der Mannschaft von Luka Elsner.
Nach elf Meisterschaftsspielen stehen lediglich sieben Treffer zu Buche. Kein anderer Super-League-Klub hat bislang seltener getroffen.
Hinzu kommen personelle Schwierigkeiten. Der verletzungsbedingte Ausfall von Levy Nene nimmt Lausanne eine weitere wichtige Option im Angriff.
Auch andere Spieler fehlen. Sékou Koné ist gesperrt, mehrere weitere Akteure stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
Lausanne wartet seit dem 1. August auf einen Meisterschaftssieg. Trotz einer phasenweise engagierten zweiten Halbzeit reicht es erneut nicht zu einem Punktgewinn.
Sion festigt Rang drei und blickt nach Luzern
Für Didier Tholot und seine Mannschaft ist der Erfolg nach zwei sieglosen Meisterschaftsspielen besonders wichtig.
Zudem gibt es eine erfreuliche Personalnachricht: Innenverteidiger Kreshnik Hajrizi kehrt nach überstandener Verletzung zurück und steht direkt in der Startformation.
Mit sieben Siegen aus elf Begegnungen gehört Sion weiterhin zu den positiven Überraschungen der Saison.
Am Samstag, 31. Oktober, reisen die Walliser zum FC Luzern. Lausanne empfängt einen Tag später den FC Thun. Während Sion seinen Platz in der Spitzengruppe verteidigen will, geht es für die Waadtländer darum, endlich wieder Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert