Zwei Verletzte bei Frontalkollision: Polizei ordnet Blut- und Urinprobe an

(Maienfeld GR). Am Freitag ist es in Maienfeld zu einem Verkehrsunfall mit zwei Personenwagen gekommen.

Beide Lenker wurden verletzt.

Polizei.news | Täglich aktuell

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Unfallort: Steigstrasse unterhalb des Heidibrunnens bei Maienfeld.
  • Zeitpunkt: Freitag, kurz vor 17 Uhr.
  • Unfallhergang: Ein Auto geriet über die Fahrbahnmitte und kollidierte frontal mit einem entgegenkommenden Personenwagen.
  • Beteiligte: Ein 60-jähriger Autofahrer und eine 54-jährige Autofahrerin.
  • Verletzte: Beide Fahrzeuglenker wurden verletzt.
  • Rettung: Notarzt aus Chur sowie Rettungsdienste aus Chur und St. Gallen.
  • Spitäler: Kantonsspital in Chur und Spital Grabs.
  • Weitere Einsatzkräfte: Abschleppdienst und Feuerwehr Landquart mit drei Einsatzfahrzeugen und 14 Personen.
  • Untersuchung: Beim 60-jährigen Lenker wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet.
  • Unfallursache: Die Kantonspolizei Graubünden klärt die genauen Umstände ab.

60-jähriger Autofahrer gerät über die Fahrbahnmitte

Der 60-jährige Personenwagenlenker fuhr kurz vor 17 Uhr auf der Steigstrasse von Maienfeld kommend in Richtung St. Luzisteig. Nach ersten Erkenntnissen vor Ort kam der 60-jährige Lenker mit seinem Fahrzeug unterhalb des dortigen Heidibrunnen über die Fahrbahnmitte. In der Folge kam es zu einer Frontalkollision mit einem entgegenkommenden Personenwagen, der von einer 54-jährige Lenkerin gelenkt wurde.

Beide Lenker verletzt und in Spitäler gebracht

Beide Personenwagenlenker wurden bei der Kollision verletzt. Ein Notarzt aus Chur sowie Rettungsdienste Chur und St. Gallen versorgten die Verletzten vor Ort. Anschliessend wurden diese ins Kantonsspital nach Chur beziehungsweise ins Spital Grabs überführt.

Feuerwehr Landquart mit 14 Personen im Einsatz

Ein Abschleppdienst sowie die Feuerwehr Landquart standen ebenfalls mit drei Einsatzfahrzeugen und 14 Personen im Einsatz.

Blut- und Urinprobe angeordnet – Polizei ermittelt

Beim 60-jährigen Lenker wurde eine Blut- und Urinprobe angeordnet. Die Kantonspolizei Graubünden klärt die genauen Umstände des Verkehrsunfalls ab.

 

Quelle: Kantonspolizei Graubünden
Bildquelle: Kantonspolizei Graubünden


Polizei.news informiert | Sicherheit auf Bergstrassen

Frontalkollisionen vermeiden: So bleiben Autofahrende auf engen und kurvigen Strassen sicher

Auf Berg- und Landstrassen treffen häufig enge Kurven, Steigungen und eingeschränkte Sichtverhältnisse aufeinander. Besonders gefährlich wird es, wenn ein Fahrzeug seine Fahrbahnhälfte verlässt und in den Gegenverkehr gerät. Eine angepasste Geschwindigkeit, die richtige Fahrlinie und genügend seitlicher Abstand schaffen wichtige Sicherheitsreserven.

1. Die richtige Geschwindigkeit vor der Kurve wählen

Wer auf eine Kurve zufährt, sollte die Geschwindigkeit bereits vor dem Einlenken anpassen. Wie schnell eine Kurve sicher befahren werden kann, hängt unter anderem vom Kurvenradius, der Fahrbahnbreite, dem Strassenzustand und der Sicht ab.

Auf Sicht fahren: Gemäss den Schweizer Verkehrsregeln muss die Geschwindigkeit so gewählt werden, dass innerhalb der überblickbaren Strecke angehalten werden kann. Wo das Kreuzen schwierig ist, muss innerhalb der halben überblickbaren Strecke angehalten werden können.

Auch wenn die signalisierte Höchstgeschwindigkeit eingehalten wird, kann das Tempo für eine bestimmte Kurve oder bei schlechten Verhältnissen zu hoch sein. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist kein Zielwert, der unabhängig von den Umständen ausgeschöpft werden sollte.

2. Abstand zur Fahrbahnmitte und zum Gegenverkehr halten

Eine saubere Fahrlinie ist besonders wichtig, wenn die Strasse schmal und unübersichtlich ist. Wer eine Kurve schneidet, kann unvermittelt auf die Fahrbahn entgegenkommender Fahrzeuge geraten.

Kurven nicht schneiden: Bleiben Sie innerhalb Ihrer Fahrbahnhälfte und halten Sie einen angemessenen seitlichen Abstand zur Fahrbahnmitte. Auch der Abstand zum Strassenrand muss sicher gewählt werden.

Mit breiten Fahrzeugen rechnen: Auf Bergstrassen können auch Lastwagen, Busse und landwirtschaftliche Fahrzeuge unterwegs sein. Reduzieren Sie bei engen Begegnungen die Geschwindigkeit rechtzeitig und halten Sie nötigenfalls an.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) weist darauf hin, dass beim Kreuzen stets ausreichend Abstand einzuhalten ist. Welche Distanz notwendig ist, hängt von den konkreten Verkehrs- und Strassenverhältnissen ab.

3. Ablenkung, Müdigkeit und schlechte Sicht ernst nehmen

Schon eine kurze Unaufmerksamkeit kann dazu führen, dass ein Fahrzeug von seiner vorgesehenen Fahrlinie abweicht. Gerade bei Gegenverkehr bleibt oft wenig Zeit, um eine gefährliche Situation zu korrigieren.

Mobiltelefon nicht bedienen: Programmieren Sie die Navigation vor dem Losfahren und lassen Sie das Smartphone während der Fahrt möglichst unangetastet. Auch kurze Blicke auf das Display können vom Verkehrsgeschehen ablenken.

Müdigkeit erkennen: Häufiges Gähnen, schwere Augenlider, Konzentrationsprobleme oder Schwierigkeiten, die Spur zu halten, sind Warnzeichen. Halten Sie bei solchen Anzeichen an einer sicheren Stelle an und legen Sie eine ausreichende Pause ein.

Bei Regen, Nebel oder tief stehender Sonne ist zusätzliche Vorsicht nötig. Passen Sie das Tempo an, erhöhen Sie die Sicherheitsreserven und vermeiden Sie riskante Überholmanöver.

Gut zu wissen: Bei Tempo 80 legt ein Auto in einer einzigen Sekunde rund 22 Meter zurück. Wer auch nur kurz abgelenkt ist, fährt deshalb bereits eine erhebliche Strecke, ohne den Verkehr vollständig zu beobachten.

Fahrerassistenzsysteme: Ein Spurhalte- oder Spurverlassenswarner kann unter geeigneten Bedingungen auf eine unbeabsichtigte Abweichung aufmerksam machen. Solche Systeme haben jedoch Grenzen, beispielsweise bei fehlenden Fahrbahnmarkierungen oder schwierigen Wetterbedingungen. Sie ersetzen niemals die Aufmerksamkeit der lenkenden Person.

Praktischer Tipp: Merken Sie sich für unbekannte Bergstrassen drei Regeln: Vor der Kurve Tempo reduzieren, genügend Abstand zur Fahrbahnmitte halten und immer mit entgegenkommenden Fahrzeugen rechnen. So bleiben auch bei überraschenden Situationen bessere Handlungsmöglichkeiten.

Weitere Informationen: Tipps zum defensiven Fahren und zur Unfallprävention bietet Polizeinews Prävention.


 

Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion