Nach 139 Tagen: Alcaraz gewinnt sein Comeback bei den US Open

Carlos Alcaraz ist auch im Einzel erfolgreich auf die grosse Tennisbühne zurückgekehrt. Nach 139 Tagen ohne professionelles Einzelmatch bezwang der 23-jährige Spanier in der ersten Runde der US Open Roman Safiullin mit 6:4, 6:4 und 6:4. Damit machte der Titelverteidiger nach seiner mehrmonatigen Verletzungspause den nächsten wichtigen Schritt und zog ohne Satzverlust in die zweite Runde ein.

Alcaraz hatte seit April kein Einzelmatch mehr bestritten. Probleme am rechten Handgelenk zwangen den mehrfachen Grand-Slam-Sieger zu einer langen Pause und kosteten ihn unter anderem wichtige Monate der Saison.

Vor seinem Auftritt im Arthur Ashe Stadium war deshalb offen, wie schnell der Spanier wieder in den Wettkampfmodus finden würde. Gegen den Weltranglisten-99. Safiullin lieferte Alcaraz darauf eine überzeugende Antwort.

Alcaraz braucht keinen Umweg

Alle drei Sätze endeten mit demselben Resultat. Alcaraz setzte sich jeweils mit 6:4 durch und benötigte damit keinen zusätzlichen Durchgang für seinen ersten Einzelsieg seit mehr als vier Monaten.

Ganz ohne Schwierigkeiten verlief das Comeback allerdings nicht. Nach Angaben der US Open war Alcaraz vor dem Match ausgesprochen nervös. Nach der langen Pause habe er sich erst wieder an die Abläufe eines Wettkampftages gewöhnen müssen.

Auf dem Platz fand der Spanier jedoch zunehmend seinen Rhythmus. Safiullin gelang während des gesamten Matches nur ein Break. Alcaraz selbst nahm seinem Gegner viermal den Aufschlag ab und entschied vor allem wichtige Situationen für sich.



Handgelenk hält dem ersten Härtetest stand

Noch bedeutender als das Resultat war für Alcaraz die Reaktion seines Körpers. Nach der Partie erklärte der Spanier, dass er sich körperlich sehr gut gefühlt habe. Gerade nach einer so langen verletzungsbedingten Pause war dies eine der wichtigsten Nachrichten des Tages.

Einen ersten Belastungstest hatte Alcaraz bereits im Mixed-Doppel absolviert. Gemeinsam mit Serena Williams kehrte er auf den Court zurück und sorgte dabei mit spektakulären Ballwechseln für Begeisterung im Arthur Ashe Stadium. Mehr dazu gibt es im Belmedia-Beitrag über die Standing Ovation für Alcaraz bei seinem Comeback in New York.

Das Einzel stellte allerdings eine andere körperliche Herausforderung dar. Drei komplette Sätze gegen Safiullin waren deshalb ein wesentlich aussagekräftigerer Test für das rechte Handgelenk und die allgemeine Belastbarkeit des Spaniers.

Titelverteidiger bleibt im Rennen

Alcaraz tritt in New York als Titelverteidiger an. Seine lange Pause macht die Ausgangslage ungewöhnlich: Ohne reguläres Einzelmatch seit April versucht er direkt bei einem Grand-Slam-Turnier wieder um den Titel mitzuspielen.

Mit seinem Auftaktsieg setzte er diese Mission erfolgreich in Gang. Gleichzeitig bleibt eine bemerkenswerte Serie bestehen: Seit seinem ersten Grand-Slam-Hauptfeld 2021 hat Alcaraz noch nie ein Erstrundenmatch bei einem Major verloren.

In der zweiten Runde trifft der Spanier auf den Portugiesen Jaime Faria. Die beiden standen sich bislang noch nie in einem offiziellen Match gegenüber.

Erster Schritt geschafft

Wie weit Alcaraz nach der langen Pause bereits wieder von seiner besten Form entfernt oder ihr schon nahe ist, werden die kommenden Runden zeigen. Sein erster Einzelauftritt lieferte jedoch mehrere positive Signale.

Der Titelverteidiger ist wieder auf dem Court, das Handgelenk hielt der Belastung stand und das erste Match endete nach drei Sätzen mit einem klaren Sieg. Nach 139 Tagen ohne professionelles Einzel ist Carlos Alcaraz damit endgültig zurück im Turniergeschehen.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-Bild