Winnipeg am Tiefpunkt – neun Niederlagen und 0:7-Debakel
von belmedia Redaktion Allgemein Amerika Eishockey Magazine nachrichtenticker.ch News NHL Orte Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Vereine Ⳇ Verbreitung
Die Winnipeg Jets stecken in einer schweren NHL-Krise. Am Sonntag, 1. November 2026, kassiert die Mannschaft bei den Carolina Hurricanes eine 0:7-Niederlage und bleibt damit zum neunten Mal hintereinander ohne Sieg. Besonders alarmierend: Allein in den letzten vier Begegnungen mussten die Jets 23 Gegentore hinnehmen. Trainer Scott Arniel steht zunehmend unter Druck.
Gegen Carolina bricht Winnipeg im zweiten Drittel auseinander. Innerhalb von nur 7:14 Minuten erzielen die Hurricanes vier Treffer. Torhüter Stuart Skinner wird nach fünf Gegentoren aus 17 Schüssen ausgewechselt. Pyotr Kochetkov hält auf der Gegenseite sämtliche 26 Abschlüsse und feiert einen Shutout.
Auch für den Schweizer Nino Niederreiter ist die Lage schwierig. Der 34-jährige Bündner kehrt nach drei Spielen als überzähliger Spieler in die Mannschaft zurück und erhält 14:26 Minuten Eiszeit. Winnipeg steht nach 15 Partien bei lediglich elf Punkten und liegt mit einer Tordifferenz von minus 20 auf dem siebten Platz der Central Division.
Carolina zerlegt die Jets innerhalb weniger Minuten
Bereits das erste Drittel zeigt die Probleme der Gäste. Sean Walker bringt Carolina nach 5:16 Minuten ausgerechnet in Unterzahl in Führung.
Nach der ersten Pause folgt der Zusammenbruch. Juuso Välimäki erhöht auf 2:0, nur 24 Sekunden später erzielt Sebastian Aho in Überzahl den dritten Treffer.
Walker trifft erneut, bevor Logan Stankoven in der 30. Minute das 5:0 erzielt. Zu diesem Zeitpunkt hat Winnipeg erst fünf Torschüsse abgegeben.
Trainer Arniel reagiert und ersetzt Stuart Skinner durch Clay Stevenson. Doch auch der Torhüterwechsel verhindert die höchste Saisonniederlage nicht.
Mark Jankowski und Jesperi Kotkaniemi erhöhen im Schlussdrittel auf 7:0.
16:37 Tore – die erschreckende Bilanz der Krise
Der letzte Sieg gelang Winnipeg am 13. Oktober gegen Minnesota mit 5:2. Seither hat die Mannschaft neun Begegnungen verloren.
Zunächst waren die Resultate noch knapp: 3:4 nach Verlängerung gegen Chicago, 2:3 gegen Carolina, 1:2 gegen St. Louis und 2:3 nach Verlängerung gegen Dallas.
Danach folgte ein 1:2 gegen Montréal.
In den anschliessenden vier Partien verschärfte sich die Krise massiv. Winnipeg verlor gegen Florida mit 1:5, gegen Tampa Bay mit 4:6, erneut gegen Florida mit 2:5 und schliesslich gegen Carolina mit 0:7.
Insgesamt stehen während der neun Spiele lediglich 16 erzielte Tore 37 Gegentreffern gegenüber.
Hellebuycks Abgang hinterlässt eine schwierige Situation
Der Verlust von Connor Hellebuyck verändert die Torhütersituation erheblich.
Am 23. Oktober transferierten die Jets ihren langjährigen Stammgoalie zu den New Jersey Devils. Im Gegenzug kamen unter anderem Dawson Mercer, Nico Daws und Nick Bjugstad nach Winnipeg.
Hellebuyck hatte zuvor drei Vezina Trophies als bester NHL-Torhüter gewonnen.
Allerdings begann die Niederlagenserie bereits vor seinem Transfer. Der Amerikaner hatte in dieser Saison noch keine Partie für die Jets bestritten.
Stuart Skinner und seine Kollegen stehen nun vor einer besonders schwierigen Aufgabe. Skinner musste bereits gegen Tampa Bay nach fünf Gegentoren vorzeitig vom Eis. Gegen Carolina wiederholte sich dieses Szenario.
Niederreiter kämpft weiterhin um seinen Platz
Auch der erfahrene Nino Niederreiter gehört zu den Verlierern des schwierigen Saisonstarts.
Der Schweizer musste bereits Anfang Oktober erstmals als überzähliger Spieler zuschauen. Zuletzt stand er gegen Florida und Tampa Bay dreimal hintereinander nicht im Aufgebot.
Gegen Carolina kehrt Niederreiter zurück. Er gibt drei Torschüsse ab, verzeichnet zwei Checks und beendet die Begegnung mit einer ausgeglichenen Plus-Minus-Bilanz.
Ein offensiver Durchbruch gelingt ihm jedoch nicht. Die Konkurrenz um die Plätze in den Angriffsformationen bleibt gross.
Arniel steht unter Druck – auch die Spieler müssen reagieren
Nach dem Debakel bezeichnet Arniel die Leistung seiner Mannschaft als beschämend. Besonders die individuellen Fehler und das ungenügende Defensivverhalten kritisiert er deutlich.
Um seine eigene Position macht sich der Trainer nach eigener Aussage keine Gedanken. Er wolle die Mannschaft weiterhin bestmöglich vorbereiten.
Captain Adam Lowry spricht dagegen offen über mögliche Veränderungen, falls die Serie weitergeht.
Die Zahlen unterstreichen den Handlungsbedarf: Winnipeg hat in 15 Spielen bereits 54 Gegentore kassiert. Das Unterzahlspiel funktioniert mit einer Erfolgsquote von rund 70 Prozent ebenfalls schlecht.
In Montréal wartet die nächste Bewährungsprobe
Am Dienstag, 3. November, gastieren die Jets bei den Montréal Canadiens. Danach folgen Heimspiele gegen Vancouver und Tampa Bay.
Winnipeg muss dringend Lösungen finden. Die Mannschaft erzielt derzeit durchschnittlich nur 2,27 Tore pro Spiel, kassiert aber 3,60.
Nach dem guten Saisonstart mit vier Siegen aus sechs Partien ist das Team inzwischen tief in die untere Tabellenhälfte abgerutscht.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert