Dakar 2026: Schweizer Youth Team erlebt erste Olympische Jugendspiele in Afrika

Im Senegal finden die vierten Olympischen Jugend-Sommerspiele (Youth Olympic Games, YOG) statt. Es ist der erste olympische Sportanlass auf afrikanischem Boden. Für die Schweiz stehen zwölf Athletinnen und Athleten im Alter von 16 und 17 Jahren in zehn Sportarten im Einsatz.

„Africa welcomes, Dakar celebrates“: Vom 31. Oktober bis zum 13. November finden die Youth Olympic Games 2026 in Senegals Hauptstadt Dakar, in Diamniadio, wo sich auch das olympische Dorf befindet, und im Küstenort Saly statt. Rund 2700 Nachwuchsathletinnen und -athleten aus über 200 Nationen nehmen daran teil, darunter 12 Schweizer Athletinnen und Athleten, die in zehn Sportarten antreten. „Ob am Flughafen oder in der Stadt: Die Youth Olympic Games sind visuell sehr präsent und auch bei den Menschen ist die Vorfreude auf die Spiele deutlich zu spüren“, sagte Corinne Staub, Chef de Mission von Swiss Olympic, vor der Eröffnung.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeitraum: Die Jugendspiele dauern vom 31. Oktober bis 13. November 2026.
  • Austragungsorte: Dakar, Diamniadio und Saly im Senegal.
  • Schweizer Team: Zwölf Athletinnen und Athleten treten in zehn Sportarten an.
  • Teilnahme: Rund 2700 junge Sportlerinnen und Sportler aus über 200 Nationen sind dabei.
  • Premiere: Erstmals findet ein olympischer Sportanlass in Afrika statt.

Bei der Eröffnungsfeier am Samstagabend, 31. Oktober, im Stade Abdoulaye Wade in Diamniadio wurde das Swiss Olympic Youth Team von Fahnenträgerin Anja Gähwiler (Beachvolleyball) aus Steinhausen (ZG) und Fahnenträger Mike Smits (Pferdesport) aus Chevenez (JU) angeführt. Bereits zuvor standen die ersten Schweizer Athletinnen im Einsatz. Die Zugerin Tanya Brendle bestritt im Küstenrudern ihren ersten Wettkampf, während Anja Gähwiler und die St. Gallerin Noemi Eugster im Beachvolleyball in die Gruppenphase starteten.




Neue Erfahrungen auf und neben dem Sportplatz

Vor der Eröffnung hatte sich die Schweizer Delegation im olympischen Dorf eingerichtet und die letzten Vorbereitungen für die Wettkämpfe getroffen. Dabei müssen sich die jungen Athletinnen und Athleten auch an die Gegebenheiten vor Ort gewöhnen: „Das heisse und feuchte Klima, das Leben im olympischen Dorf oder das Teilen der Unterkunft mit Athletinnen und Athleten aus anderen Sportarten und Ländern: Für die meisten unserer Athletinnen und Athleten sind das ganz neue Erfahrungen. Sie müssen sich auf diese ungewohnten Bedingungen einstellen und gleichzeitig zum richtigen Zeitpunkt ihre bestmögliche Leistung abrufen“, sagt Corinne Staub. Gerade diese Erfahrungen seien wertvoll für die weitere sportliche und persönliche Entwicklung der Schweizer Talente.

Doch bei den Youth Olympic Games geht es um weit mehr als sportliche Wettkämpfe. Neben dem Kräftemessen mit den besten Talenten der Welt stehen der internationale Austausch und das Erleben der olympischen Werte im Zentrum. Im olympischen Dorf bieten Begegnungszonen sowie Angebote mit interaktiven Spielen und Informationsständen Gelegenheit, mit Athletinnen und Athleten aus anderen Delegationen in Kontakt zu kommen. Gleichzeitig geben Marktstände und traditionell gestaltete Bereiche Einblicke in die Kultur und den Alltag im Gastgeberland Senegal.

Auch sportlich warten die YOG Dakar 2026 mit Besonderheiten auf. So wird die Kampfsportart Wushu erstmals als olympische Medaillensportart ausgetragen. Zudem steht mit dem Küstenrudern im Beach-Sprint-Format eine Disziplin auf dem Programm, bei der die Athletinnen und Athleten vor und nach dem Rudern einen kurzen Sprint am Strand absolvieren. Das Format wird 2028 in Los Angeles erstmals Teil der Olympischen Sommerspiele sein.




 

Quelle: Swiss Olympic
Bildquelle: Swiss Olympic