Dakar 2025: Wie sich Top-Fahrer auf das härteste Wüstenrennen der Welt vorbereiten
von belmedia Redaktion Allgemein Auto motortipps.ch News Rallye
Entdecken Sie, wie sich Dakar-Rallye-Athleten mental und körperlich auf das herausfordernde Rennen in Saudi-Arabien vorbereiten.
Erfahren Sie, wie sich Sanders, Benavides und Moraes auf 14 intensive Tage in der Wüste vorbereiten, um sich der härtesten Herausforderung des Motorsports zu stellen.
Die Dakar-Rallye 2025 steht vor der Tür, und die besten Offroad-Rennfahrer der Welt bereiten sich auf das zweiwöchige Rennen durch die Sanddünen Saudi-Arabiens vor. Doch wie genau trainieren sie ihren Geist und Körper für diese extreme Belastung? Hier finden Sie alle wichtigen Informationen:
Die Dakar-Rallye begann 1978 mit einer Strecke von Paris nach Dakar im Senegal und wurde zur Ikone des Motorsports, die über schwierige Terrains sowohl Legenden hervorbrachte als auch scheitern liess.
Nach einer Zwischenstation in Südamerika von 2009 bis 2019 findet die Rallye seit fünf Jahren in Saudi-Arabien statt. Die 6. Ausgabe dort führt vom 3. bis 17. Januar 2025 durch die gigantischen Wüstendünen.
Die Strecke umfasst rund 8.000 Kilometer, verteilt auf 12 gewertete Etappen. Der Start erfolgt in Bisha, das Ziel liegt in Shubaytah.
Bis zu sechs Stunden täglich kämpfen die Athleten auf unbekanntem Terrain mit Erschöpfung, Rückenbelastungen und Orientierungslosigkeit.
Wie sich die Fahrer vorbereiten
Lucas Moraes, Fahrer für Toyota Gazoo Racing, verriet: „Bei meiner ersten Dakar hatte ich mit Reiseübelkeit zu kämpfen. Jetzt mache ich Übungen, um dem vorzubeugen, und nehme bei Bedarf Medikamente, wenn eine Etappe besonders anspruchsvoll wird.“
Daniel Sanders, australischer Fahrer von Red Bull KTM, hat eine einzigartige Methode gefunden: „Ich mache morgens vor jeder Etappe eine kleine Rave-Party im Camper. Das hilft mir, die Nervosität abzubauen und in den richtigen Modus zu kommen.“
Luciano Benavides, argentinischer Fahrer, betonte die Bedeutung mentaler Stärke: „Ich arbeite mit einem Psychologen, der mir hilft, nach jeder Etappe meine Zweifel und Ängste zu verarbeiten, damit ich mich auf den nächsten Tag konzentrieren kann.“
Physische und mentale Herausforderungen
Um körperlich fit zu bleiben, setzen die Fahrer auf intensives Training. Sanders erklärt: „Unsere Ausrüstung wiegt zusammen über 10 kg, und die Belastung ist enorm. Cardio-Training hilft mir, die Kontrolle zu behalten und mich auf die Technik zu konzentrieren.“
Anpassungsfähigkeit ist entscheidend, wie Benavides bestätigt: „Man muss smart sein und auf seinen Körper hören. Fehler schnell zu erkennen, ist essenziell, damit kleine Probleme nicht zu grossen werden.“
Emotionale Belastung und Motivation
Für Moraes ist die Trennung von der Familie eine Herausforderung: „Meine Tochter bittet mich immer, ihr eine Trophäe mitzubringen. Das motiviert mich, mein Bestes zu geben und ihr zu zeigen, dass Träume erreichbar sind.“
Alle Fahrer sind sich einig, dass die Dakar nicht nur eine physische, sondern auch eine mentale Prüfung ist: „Es geht darum, Emotionen zu kontrollieren. Verluste und Enttäuschungen muss man sofort hinter sich lassen, um weiterzumachen,“ so Moraes.
Mit einer Kombination aus physischer Vorbereitung, mentaler Stärke und Teamarbeit hoffen die Fahrer, das Rennen erfolgreich zu beenden – idealerweise mit einem Etappensieg oder sogar dem Gesamttitel.
Quelle: Red Bull Content Pool
Bildquelle: Red Bull Content Pool