Schweizer U18-Frauen holen EM-Rang 5 und EYOF-Silber – 11 Siege in 13 Spielen
von belmedia Redaktion Allgemein Europa News Schweiz sportaktuell.ch
Das U18-Nationalteam der Frauen bestritt in den letzten beiden Wochen die U18-Europameisterschaft in Montenegro, gewinnt sieben von acht Spielen und beendet das Turnier auf dem starken fünften Schlussrang.
Die perfekte Vor- und Hauptrunde, zwei Siege über Ungarn oder auch einen Coup über die Däninnen zum Abschluss. Die Kampagne des Schweizer U18-Nationalteams an der EM im montenegrinischen Podgorica war gespickt von Highlights. Nur mit einer Medaille wollte es nicht klappen. Dies, weil man sich im Viertelfinal äusserst knapp den Spanierinnen beugen musste und somit im Final-Weekend «nur» noch um Rang 5 spielen konnte.
Rang 5 an einer U-Europameisterschaft ist dennoch ein grosses Ausrufezeichen. Noch vor wenigen Jahren nahm die Schweiz auf U-Stufe lediglich an den zweitklassigen Championships teil, nun befindet man sich auf dieser Altersstufe mitten in der Weltelite. Dies untermauert auch der zweite Rang am Europäischen Olympischen Jugend-Festival Ende Juli, wo man kurz vor EM-Start mit demselben Team bis in den Final vorstiess und Silber errang.
So hat das Team von Trainer Jürgen Fleischmann in den letzten 20 Tagen unglaubliche 13 (!) Spiele bestritten und dabei elf gewonnen. Der Coach: «Was für eine Reise! Platz 5 an einer EM und Platz 2 an den EYOF sind zwei sehr gute Resultate. Wir verlieren an diesen beiden Turnieren nur zweimal und dies äusserst knapp. Die Belastung war brutal hoch, einige Spielerinnen sind komplett auf dem Zahnfleisch. Das ist aber auch der Punkt. Uns fehlt es an der Breite. Daran arbeiten wir in Zukunft, die Ziele gehen uns nicht aus!»
Während Top-Nationen wie beispielsweise Deutschland an EYOF und EM mit zwei komplett anderen Teams antraten, hatte die Schweiz stets nur eine Formation zur Verfügung. Diese hat aber erneut geliefert! Denn es handelt sich um den Jahrgang, der vor Jahresfrist an der U16-EM in Göteborg sensationell die Goldmedaille abräumte. So verspricht die Zukunft des Schweizer Frauen-Handballs weiterhin einiges.
Quelle: SHV
Bildquelle: SHV