Ferrari startet mit Doppelschlag in Monza

Ferrari setzt beim Heimrennen in Monza sofort ein Ausrufezeichen. Charles Leclerc fuhr im ersten freien Training zum Grossen Preis von Italien die Bestzeit vor Teamkollege Lewis Hamilton. George Russell im Mercedes belegte Rang drei. Besonders bemerkenswert: Leclerc erzielte seine schnellste Runde auf Medium-Reifen.

Die Tifosi mussten am Freitagmittag nicht lange auf den ersten Erfolgsmoment des Wochenendes warten. Leclerc umrundete den 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs in 1:23.008 Minuten und blieb damit bis zum Ende der Session an der Spitze.

Leclerc schlägt Hamilton um 0,173 Sekunden

Hamilton rückte in der Schlussphase noch bis auf 0,173 Sekunden an seinen Ferrari-Teamkollegen heran. Damit sicherte sich die Scuderia im ersten Training ausgerechnet vor heimischem Publikum die Plätze eins und zwei.

Russell folgte mit 0,304 Sekunden Rückstand auf Rang drei. Hinter dem Mercedes-Piloten überraschte Liam Lawson im Red Bull als Vierter. WM-Leader Kimi Antonelli komplettierte die ersten fünf Positionen und begann sein italienisches Heimwochenende damit ebenfalls konkurrenzfähig.

Der Auftakt ist für Ferrari besonders interessant, weil Leclerc seine Bestzeit auf dem Medium-Reifen setzte, während zahlreiche Konkurrenten für ihre schnellen Runden bereits auf die weichere Mischung wechselten. Eine endgültige Aussage über das Kräfteverhältnis lässt ein Freitagstraining dennoch nicht zu: Reifenprogramme, Benzinmengen und technische Abstimmungen unterscheiden sich zwischen den Teams erheblich.

Verstappen gibt Cockpit an Iwasa ab

Mehrere Stammfahrer waren im ersten Training nicht im Einsatz. Bei Red Bull übernahm Ayumu Iwasa das Auto von Max Verstappen. Williams setzte Luke Browning anstelle von Alex Albon ein, Paul Aron fuhr den Alpine von Pierre Gasly und Colton Herta erhielt bei Cadillac das Cockpit von Sergio Perez.

Für Herta endete die Session allerdings früh. Nach einem vermuteten Hydraulikproblem musste er seinen Cadillac auf der Strecke abstellen. Zunächst wurde das virtuelle Safety Car aktiviert, anschliessend unterbrach die Rennleitung das Training mit der roten Flagge.

Audi aus Hinwil in den Top Ten

Auch aus Schweizer Sicht gab es einen interessanten Auftakt. Gabriel Bortoleto brachte den in Hinwil entwickelten Audi auf Rang acht und damit in die Top Ten. Nico Hülkenberg belegte im zweiten Audi den 13. Platz.

Das Schweizer Werksteam hat seinen R26 speziell für die extrem schnellen Passagen von Monza angepasst. Mehr zu den technischen Änderungen und der besonderen Ausgangslage für Audi gibt es im Hintergrund zum Formel-1-Wochenende in Monza.

Zweites Training bringt nächsten Vergleich

Hinter Lawson und Antonelli folgten Lando Norris, Arvid Lindblad, Bortoleto, Franco Colapinto und Aron auf den weiteren Top-Ten-Plätzen. Oscar Piastri musste sich zunächst mit Rang elf begnügen.

Für Ferrari ist der Start dennoch genau nach Wunsch verlaufen. Leclerc und Hamilton lieferten den zahlreichen Fans in Rot früh das erhoffte Bild an der Spitze der Zeitenliste. Entscheidend wird nun sein, ob die Scuderia ihre Geschwindigkeit auch unter repräsentativeren Bedingungen bestätigen kann.

Das zweite freie Training beginnt am Freitag um 16.00 Uhr. Am Samstag folgen das dritte Training und die Qualifikation, ehe der Italien-GP am Sonntag über 53 Runden ausgetragen wird.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert