Mercedes-Hammer in Monza: Russell schlägt Ferrari
von belmedia Redaktion Europa Magazine Mobilität Motorsport motortipps.ch nachrichtenticker.ch News Orte Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Mercedes schlägt im zweiten Training von Monza zurück: George Russell setzte am Freitagnachmittag die Bestzeit und verwies Ferrari-Star Charles Leclerc auf Rang zwei. WM-Leader Kimi Antonelli komplettierte als Dritter den starken Mercedes-Auftritt – muss beim Italien-GP allerdings wegen eines Motorenwechsels vom Ende des Feldes starten.
Nach der Ferrari-Doppelführung im ersten Training hat sich das Kräfteverhältnis in Monza damit bereits wieder verschoben. Russell umrundete den 5,793 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitskurs in 1:22.559 Minuten und war damit 0,120 Sekunden schneller als Leclerc.
Russell setzt sich knapp gegen Leclerc durch
Im zweiten freien Training rückten erstmals alle Stammfahrer wieder aus. Mehrere Piloten hatten ihre Autos am Mittag für die vorgeschriebenen Rookie-Einsätze abgegeben.
Mercedes zeigte von Beginn an ein hohes Tempo. Antonelli führte zunächst auf dem harten Reifen, ehe Russell und Leclerc im Verlauf der Qualifying-Simulationen nachlegten.
Die Entscheidung fiel auf den Soft-Reifen. Leclerc setzte zwischenzeitlich mit 1:22.679 Minuten die Bestzeit, doch Russell konterte und war nochmals 0,120 Sekunden schneller. Antonelli blieb lediglich weitere 0,021 Sekunden hinter dem Ferrari.
Damit lagen die ersten drei Piloten innerhalb von gerade einmal 0,141 Sekunden.
Leclerc dreht sich – Ferrari trotzdem schnell
Ganz problemlos verlief die Session für Ferrari nicht. Leclerc verbremste sich zunächst an der ersten Schikane und drehte sich später in den Schlussminuten an der zweiten Schikane. Der Monegasse konnte seine Fahrt jedoch ohne erkennbare Schäden fortsetzen.
Lewis Hamilton kam im zweiten Ferrari nicht über Rang fünf hinaus. Sein Rückstand auf Russell betrug 0,457 Sekunden.
Zwischen Antonelli und Hamilton schob sich Lando Norris im McLaren auf Rang vier. Weltmeister Oscar Piastri belegte im zweiten McLaren Platz sechs.
Schon vor dem Trainingsstart war Monza technisch besonders interessant. Audi hat für den Hochgeschwindigkeitskurs unter anderem die Abstimmung seines in Hinwil entwickelten R26 angepasst. Die Hintergründe dazu gibt es im Überblick zum Formel-1-Wochenende in Monza und den Änderungen bei Audi.
Audi erlebt schwierigen Nachmittag
Für das Schweizer Werksteam verlief FP2 deutlich weniger erfreulich als das erste Training. Nico Hülkenberg wurde 13., Gabriel Bortoleto belegte Rang 15.
Beim Brasilianer kam zusätzlich ein technisches Problem hinzu. Bortoleto musste seine Session vorzeitig beenden, nachdem am Audi ein Problem mit der Antriebseinheit aufgetreten war. Damit verlor das Team wichtige Zeit bei den Longruns.
Auch Max Verstappen blieb zunächst hinter den Erwartungen. Der Red-Bull-Pilot klagte über fehlenden Abtrieb und landete lediglich auf Rang neun. Bereits zu Beginn der Session liess Red Bull Veränderungen am Frontflügel vornehmen.
Antonelli schnell – aber mit schwerer Hypothek
Besonders bitter ist die Situation für Antonelli. Der Italiener präsentierte sich vor seinem Heimpublikum als einer der schnellsten Fahrer des Tages, muss den Grand Prix am Sonntag jedoch wegen des Einbaus neuer Motorkomponenten vom hinteren Teil der Startaufstellung in Angriff nehmen.
Für Mercedes bleibt der Freitag dennoch ein starkes Signal. Russell führt die Zeitenliste vor Leclerc und Antonelli an – Ferrari ist beim Heimrennen aber unmittelbar dahinter.
Am Samstag folgt zunächst das dritte freie Training. Danach wird im Qualifying endgültig sichtbar, ob Mercedes seinen Freitagsspeed bestätigen kann oder Ferrari vor den Tifosi zurückschlägt.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert