Gauff marschiert ohne Satzverlust ins US-Open-Viertelfinal

Coco Gauff steht bei den US Open wieder im Viertelfinal. Die 22-jährige Amerikanerin bezwang ihre Landsfrau Iva Jovic klar mit 6:1 und 6:4 und bleibt in New York weiterhin ohne Satzverlust. In der Runde der letzten acht wartet nun French-Open-Siegerin Mirra Andreeva.

Gauff benötigte für den Erfolg im Arthur Ashe Stadium 1 Stunde und 33 Minuten. Nach einem kurzen Fehlstart übernahm die Weltranglistenvierte schnell die Kontrolle und feierte ihren zehnten Sieg in Serie.

Für die US-Open-Siegerin von 2023 ist es bereits der zwölfte Grand-Slam-Viertelfinal ihrer Karriere. Gleichzeitig bleibt auch die Chance auf den erstmaligen Sprung an die Spitze der Weltrangliste bestehen.

Bereits in der zweiten Runde hatte Gauff mit einem Zwei-Satz-Sieg gegen Paula Badosa ihre starke Form unterstrichen.

Jovic schafft das frühe Break – dann dominiert Gauff

Der Start verlief zunächst nicht nach Gauffs Vorstellungen. Gleich im ersten Game gab sie ihren Aufschlag ab und bescherte der erst 18-jährigen Jovic die frühe Führung.

Die Reaktion fiel jedoch eindrücklich aus. Gauff gewann anschliessend sechs Games in Folge und entschied den ersten Satz mit 6:1 für sich.

Jovic, die als Nummer 14 gesetzt war, fand gegen die starke Defensive ihrer Landsfrau kaum Lösungen. Gauff zwang die Teenagerin immer wieder zu zusätzlichen Schlägen und konnte gleichzeitig selbst offensiv Druck erzeugen.

Besonders bei den wichtigen Punkten war die frühere US-Open-Siegerin deutlich konsequenter.



Gauff behält auch im zweiten Satz die Kontrolle

Im zweiten Durchgang konnte Jovic die Begegnung ausgeglichener gestalten.

Beim Stand von 2:2 gelang Gauff nach mehreren spektakulären Ballwechseln das Break. Jovic schlug zwar unmittelbar zurück, verlor danach aber erneut ihren Aufschlag.

Diesen Vorsprung gab Gauff nicht mehr aus der Hand. Beim Stand von 5:4 servierte sie die Partie aus und machte den Einzug in den Viertelfinal perfekt.

Insgesamt verwertete die Amerikanerin fünf ihrer elf Breakchancen. Jovic konnte ihre beiden Möglichkeiten zwar nutzen, geriet bei eigenem Service jedoch wesentlich häufiger unter Druck.

Zehn Siege in Folge für Gauff

Gauff befindet sich derzeit in ihrer stärksten Phase der Saison.

Vor den US Open gewann sie bereits das WTA-1000-Turnier in Cincinnati. Mit den vier Erfolgen in New York steht sie nun bei zehn Siegen in Serie.

Besonders bemerkenswert ist ihre Konstanz: Seit ihrem Auftaktmatch in Cincinnati hat Gauff keinen Satz mehr verloren. Auch bei den US Open absolvierte sie bislang alle vier Partien ohne Satzverlust.

Nach dem Triumph in New York 2023 war Gauff in den vergangenen beiden Jahren jeweils im Achtelfinal ausgeschieden. Nun steht sie erstmals seit ihrem Titelgewinn wieder unter den letzten acht.

Zwölfter Grand-Slam-Viertelfinal mit erst 22 Jahren

Der Erfolg gegen Jovic bringt Gauff gleichzeitig einen weiteren bemerkenswerten Karriere-Meilenstein.

Mit erst 22 Jahren hat sie bereits zwölf Grand-Slam-Viertelfinals erreicht. Zu ihren beiden Major-Titeln zählen die US Open 2023 und Roland Garros 2025.

Auch 2026 gehört Gauff bei den grossen Turnieren regelmässig zur Spitze. Bei den Australian Open erreichte sie den Viertelfinal, in Wimbledon stand sie im Halbfinal.

In New York erhält sie nun die nächste Gelegenheit, um einen tiefen Grand-Slam-Lauf fortzusetzen.

Gauff hat gegen Andreeva eine makellose Bilanz

Im Viertelfinal trifft Gauff auf Mirra Andreeva. Die 19-Jährige setzte sich im Achtelfinal nach einem intensiven Kampf mit 5:7, 6:4 und 6:3 gegen Anastasia Potapova durch.

Andreeva gewann in dieser Saison Roland Garros und gehört inzwischen zu den stärksten Spielerinnen der Tour.

Die bisherige Bilanz spricht allerdings deutlich für Gauff. Alle fünf bisherigen Begegnungen zwischen den beiden gingen an die Amerikanerin.

Zuletzt standen sie sich im Mai im Viertelfinal von Rom gegenüber. Gauff setzte sich damals nach verlorenem ersten Satz mit 4:6, 6:2 und 6:4 durch.

Nummer 1 bleibt für Gauff möglich

Neben dem US-Open-Titel besitzt Gauff in New York noch ein zweites grosses Ziel.

Die Amerikanerin kann nach dem Turnier erstmals die Nummer 1 der Welt werden. Dafür muss sie allerdings den Titel gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass Elena Rybakina ihren Viertelfinal gegen Qinwen Zheng verliert.

Erreicht Rybakina das Halbfinal, ist der Kasachin der Sprung an die Weltranglistenspitze unabhängig von Gauffs weiteren Resultaten nicht mehr zu nehmen.

Für Gauff zählt deshalb zunächst nur die eigene Aufgabe. Gegen Andreeva wartet nun der bislang grösste Test ihres starken New-York-Laufs.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert