Schweizer Volleyballer wollen EM gegen Lettland versöhnlich beenden

Für die Schweizer Volleyball-Nationalmannschaft endet die EuroVolley 2026 nach der Gruppenphase. Vor dem abschliessenden Spiel gegen Lettland ist der Einzug in den Achtelfinal rechnerisch nicht mehr möglich. Das Team von Juan Manuel Serramalera will das Turnier in Cluj-Napoca dennoch mit dem ersten Sieg abschliessen.

Die Schweiz verlor ihre bisherigen vier Partien gegen Frankreich mit 0:3, Rumänien mit 1:3, die Türkei mit 0:3 und Deutschland mit 1:3. Damit steht sie vor dem letzten Gruppenspiel noch ohne Punkt da. Lettland und die Türkei besitzen dagegen bereits je drei Punkte und treffen am Mittwoch direkt aufeinander – mindestens eines der beiden Teams wird deshalb in der Tabelle definitiv vor der Schweiz bleiben.

Trotz des vorzeitigen Ausscheidens zeigte die Schweizer Auswahl bei ihrer zweiten EM-Endrunde in Folge mehrere gute Phasen. Besonders gegen Olympiasieger Frankreich und zuletzt gegen Deutschland konnte sie einzelne Sätze lange offen gestalten. Gegen Lettland geht es nun darum, die positiven Ansätze in ein komplettes Spiel zu übertragen und die Europameisterschaft mit einem Erfolgserlebnis abzuschliessen.

Vier Niederlagen verhindern den Achtelfinal

Die Schweizer Ausgangslage ist vor dem letzten Gruppenspiel eindeutig. Vier der sechs Mannschaften aus Gruppe D qualifizieren sich für die K.-o.-Phase.

Deutschland und Frankreich haben sich früh in eine starke Position gebracht, Gastgeber Rumänien sicherte sich mit dem 3:1 gegen die Türkei ebenfalls vorzeitig das Weiterkommen.

Für die Schweiz war besonders die Niederlage gegen Rumänien bitter. Beim Schlüsselspiel gegen Gastgeber Rumänien gewann das Team von Serramalera zwar den dritten Satz deutlich mit 25:13, verlor die Partie aber mit 1:3.

Auch gegen die Türkei gelang kein Punktgewinn. Die Schweiz verlor 23:25, 19:25 und 19:25 und blieb damit erneut ohne Zähler.

Gegen Deutschland gelingt immerhin ein Satzgewinn

Am Montag folgte gegen Deutschland die vierte Niederlage. Nach zwei verlorenen Sätzen mit 19:25 und 17:25 reagierten die Schweizer jedoch stark.

Den dritten Durchgang gewannen sie mit 25:22 und zwangen den Favoriten in einen vierten Satz. Deutschland setzte sich dort mit 25:21 durch und gewann die Partie mit 3:1.

Damit blieb die Schweiz erneut ohne Tabellenpunkt, zeigte aber wiederum, dass sie phasenweise mit einem der stärkeren Teams der Gruppe mithalten kann.

Bereits beim 0:3 gegen Frankreich waren die ersten beiden Sätze mit 23:25 und 29:31 äusserst knapp ausgegangen.

Lettland hat Rumänien bereits geschlagen

Einfach wird auch die letzte Aufgabe nicht. Lettland startete mit einem bemerkenswerten 3:1 gegen Gastgeber Rumänien in das Turnier.

Danach folgten Niederlagen gegen Deutschland und Frankreich. Beim 1:3 gegen Frankreich gelang den Letten immerhin ein Satzgewinn gegen einen der grossen Turnierfavoriten.

Damit wartet auf die Schweiz ein Gegner, der ebenfalls noch um eine möglichst gute Platzierung in der Gruppe kämpft.

Die Partie in der BT Arena von Cluj-Napoca ist auf 16.00 Uhr Schweizer Zeit angesetzt.

Junge Schweizer sammeln wichtige Erfahrung

Unabhängig vom Resultat gegen Lettland liefert die EuroVolley dem Schweizer Team wichtige Erfahrungen auf höchster europäischer Ebene.

Mehrere Spieler bestreiten in Rumänien ihre erste EM. Dazu gehören unter anderem Dominic Lauener, Fabrice Egger, Étienne Schalch und Cyril Kolb.

Für die Schweiz ist die erneute Teilnahme an der Endrunde Teil einer längerfristigen Entwicklung. Bereits 2023 hatte sich das Männer-Nationalteam erstmals auf sportlichem Weg für eine Europameisterschaft qualifiziert, war damals aber ebenfalls nach der Gruppenphase ausgeschieden.

Die Aufgabe für Serramalera und sein Team besteht deshalb nicht nur darin, kurzfristig Resultate zu erzielen. Entscheidend wird sein, die Erfahrungen aus den Spielen gegen Frankreich, Deutschland und die weiteren europäischen Gegner für die kommenden Qualifikationen zu nutzen.

Ein Sieg gegen Lettland wäre dafür ein versöhnlicher Abschluss und zugleich der erste Schweizer Erfolg bei dieser Europameisterschaft.

🏐 DIE SCHWEIZER EM-BILANZ

  • Frankreich – Schweiz 3:0: 25:23, 31:29, 25:21.
  • Schweiz – Rumänien 1:3: erster Schweizer Satzgewinn des Turniers.
  • Schweiz – Türkei 0:3: erneut ohne Tabellenpunkt.
  • Deutschland – Schweiz 3:1: die Schweiz gewinnt den dritten Satz mit 25:22.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert