Boteli und Britschgi erstmals dabei – Yakin baut Nati um

Murat Yakin leitet nach der Weltmeisterschaft den angekündigten Umbau der Schweizer Nationalmannschaft ein. Winsley Boteli und Sascha Britschgi stehen erstmals im Aufgebot der A-Nati, während Zachary Athekame und Alvyn Sanches zurückkehren. Insgesamt berief der Nationaltrainer 25 Spieler für die ersten vier Partien der neuen Nations-League-Kampagne.

Besonders im Fokus steht Boteli. Der 20-jährige Stürmer des FC Sion hat sich mit zwölf Toren und fünf Assists in 14 Pflichtspielen für höhere Aufgaben empfohlen. Erst vor wenigen Tagen hatte sich der Genfer klar für die Schweizer Nationalmannschaft entschieden und einen möglichen Verbandswechsel zur Demokratischen Republik Kongo ausgeschlossen. Nun folgt erstmals das Aufgebot für Yakins A-Team.

Auch auf der rechten Abwehrseite beginnt eine neue Phase. Nach dem Rücktritt von Silvan Widmer erhält Parma-Verteidiger Britschgi seine erste Chance. Athekame gehört ebenfalls wieder zum Aufgebot, nachdem er bereits früher zum Kreis der A-Nati gehört hatte, aber noch ohne Einsatz geblieben ist. Mit Sanches kehrt zudem ein weiterer junger Spieler zurück, der bislang drei Testländerspiele für die Schweiz bestritten hat.

Boteli erhält seine grosse Chance

Botelis Nomination hatte sich nach seinem starken Saisonstart zunehmend abgezeichnet. Der Sion-Stürmer entwickelte sich in den vergangenen Wochen zu einem der auffälligsten Schweizer Offensivspieler und spielte sich damit auch bei Yakin in den Vordergrund.

Für den Angreifer könnte sich bereits zum Auftakt eine interessante Gelegenheit ergeben. Breel Embolo ist nach seinem Platzverweis im WM-Viertelfinal gegen Argentinien für das erste Nations-League-Spiel gegen Nordmazedonien gesperrt. Der mittlerweile für Atlanta United spielende Stürmer reist deshalb erst später zum Nationalteam und soll für die zweite Partie in Schottland zur Verfügung stehen.

Boteli könnte damit in Skopje unmittelbar eine wichtige Rolle erhalten. Der frühere Schweizer Nachwuchsinternationale lief bereits seit der U15 für verschiedene SFV-Auswahlen auf.

Neue Lösungen nach Widmers Rücktritt

Auch in der Defensive muss Yakin Veränderungen vornehmen. Silvan Widmer beendete Ende August seine Karriere in der Nationalmannschaft. Mit Britschgi und Athekame stehen nun zwei junge Optionen für die rechte Seite bereit.

Britschgi hat sich bei Parma in der Serie A in den Kreis der Stammspieler gearbeitet. Für ihn ist es das erste Aufgebot der A-Nati. Athekame war bereits früher dabei, wartet allerdings ebenfalls noch auf sein Debüt. Der ehemalige YB-Verteidiger steht bei der AC Milan unter Vertrag und spielt derzeit leihweise für Olympique Lyon.

Ebenfalls zurück ist Alvyn Sanches. Der YB-Offensivspieler hat bislang drei Einsätze in Testspielen absolviert. Ein Einsatz in der Nations League wäre für ihn damit das erste Pflichtländerspiel.

Vier Spiele innerhalb von elf Tagen

Die Schweizer treffen sich ab Montag zur Vorbereitung in Belek in der Türkei. Auf Yakins Mannschaft wartet ein ungewöhnlich dichter Spielblock mit vier Nations-League-Partien zwischen dem 26. September und dem 6. Oktober.

Zunächst stehen die Auswärtsspiele gegen Nordmazedonien und Schottland an. Anschliessend folgen in Luzern die Heimspiele gegen Slowenien und erneut Nordmazedonien.

Nach dem Abstieg aus der Liga A will die Schweiz möglichst rasch wieder in die höchste Nations-League-Klasse zurückkehren. Gleichzeitig nutzt Yakin die ersten Spiele nach der WM, um den bereits angekündigten Generationenwechsel voranzutreiben. Neben Widmer hat auch Christian Fassnacht seine Nati-Karriere beendet, während Noah Okafor unter Yakin bis auf Weiteres nicht mehr für die Schweiz spielen will.

🏆 DIE NEUEN UND RÜCKKEHRER IM FOKUS

  • Winsley Boteli: erstes Aufgebot für die Schweizer A-Nationalmannschaft.
  • Sascha Britschgi: erstmals im A-Nati-Kader und neue Option auf der rechten Abwehrseite.
  • Zachary Athekame: zurück im Aufgebot, wartet weiterhin auf seinen ersten A-Länderspieleinsatz.
  • Alvyn Sanches: drei Testländerspiele absolviert – nun winkt das erste Pflichtspiel für die Schweiz.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert