Olise schockt Belgien spät – Frankreich gewinnt 1:0 in Brüssel
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch Nations League News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Frankreich setzt seinen perfekten Start unter Zinédine Zidane fort. Die Équipe Tricolore gewinnt das Nations-League-Auswärtsspiel gegen Belgien mit 1:0 – Michael Olise entscheidet die lange offene Partie mit einem herausragenden Solo in der 88. Minute. Nach zwei Spielen stehen die Franzosen damit bei sechs Punkten und haben noch kein Gegentor kassiert.
Frankreich besitzt in Brüssel die besseren Möglichkeiten, muss aber bis kurz vor Schluss auf die Erlösung warten. Désiré Doué trifft bereits in der ersten Halbzeit die Latte, nach der Pause scheitert Debütant Lucas Da Cunha am Pfosten. Auch Belgien kommt durch Dodi Lukebakio und Mika Godts gefährlich vor das französische Tor, kann Mike Maignan aber nicht überwinden.
Zidane wechselt Olise in der 77. Minute für Bradley Barcola ein – und liegt damit goldrichtig. Elf Minuten später übernimmt der Bayern-Profi den Ball bereits in der eigenen Hälfte, lässt die belgische Defensive bei seinem Solo hinter sich und schlenzt zum 1:0 ins linke untere Eck. Für Frankreich ist es nach dem 1:0 in der Türkei der zweite Sieg im zweiten Nations-League-Spiel.
Doué scheitert früh an der Latte
Zidane verändert seine Startelf gegenüber dem Auftaktsieg in der Türkei massiv. Gleich neun Positionen werden neu besetzt. Unter anderem erhalten Désiré Doué, Maghnes Akliouche, Bradley Barcola und Estéban Lepaul ihre Chance.
Die vielen Wechsel sind Frankreich zunächst kaum anzumerken.
Besonders Doué sorgt immer wieder für Gefahr. Bereits in der 12. Minute kommt der Offensivspieler einem Treffer ganz nahe, sein Abschluss landet jedoch an der Latte.
Belgien hält dagegen. Unter dem neuen Nationaltrainer Mark van Bommel versucht die Mannschaft, über die Aussenpositionen Druck aufzubauen. Vor allem Dodi Lukebakio und Mika Godts beschäftigen die französische Defensive.
Tore fallen trotz der Möglichkeiten zunächst nicht.
Auch Da Cunha trifft nur Aluminium
Nach der Pause bleibt die Partie offen.
Frankreich kontrolliert über weite Strecken den Ball und kommt erneut zu einer hervorragenden Möglichkeit. Lucas Da Cunha, der in Brüssel sein Debüt für die französische A-Nationalmannschaft feiert, trifft jedoch ebenfalls nur Aluminium.
Belgien verteidigt kompakt und wartet gleichzeitig auf seine Möglichkeiten im Umschaltspiel.
Je länger die Partie dauert, desto mehr deutet vieles auf ein torloses Unentschieden hin. Zidane reagiert deshalb mit seinen Wechseln.
In der 68. Minute kommt Ousmane Dembélé für Estéban Lepaul. Neun Minuten später bringt Frankreichs Nationaltrainer Rayan Cherki für Akliouche und Michael Olise für Barcola.
Gerade der letzte Wechsel entscheidet die Partie.
Olise startet sein Solo in der eigenen Hälfte
In der 88. Minute kommt der grosse Moment des Abends.
Olise kontrolliert den Ball auf Höhe der Mittellinie und beschleunigt. Der 24-Jährige trägt den Ball selbst in Richtung belgisches Tor, setzt sich gegen die zurückweichende Defensive durch und behält vor dem Abschluss die Ruhe.
Seinen Schuss setzt Olise präzise ins linke untere Eck.
Belgien bleibt kaum noch Zeit für eine Antwort. Frankreich verteidigt die Führung in der Schlussphase und nimmt drei Punkte aus Brüssel mit.
Für Olise ist es bereits der achte Treffer im französischen Nationaltrikot.
Zidanes Wechsel entscheidet die Partie
Der späte Treffer unterstreicht zugleich Frankreichs enorme personelle Möglichkeiten.
Zidane kann in Brüssel zunächst auf mehrere seiner etablierten Offensivspieler verzichten und besitzt auf der Bank dennoch genügend Qualität, um eine Partie in der Schlussphase zu entscheiden.
Bereits vor dem Nations-League-Start hatten wir die starke französische Offensive und den Beginn der Ära Zidane eingeordnet.
Gegen Belgien setzt der neue Nationaltrainer seine ersten Ausrufezeichen auch mit seinen Entscheidungen während der Partie. Olise benötigt nach seiner Einwechslung lediglich elf Minuten für den entscheidenden Treffer.
Zidane zeigt sich nach der Partie entsprechend zufrieden. Seine Mannschaft sei mutig aufgetreten und habe über das gesamte Spiel betrachtet den Sieg verdient.
Frankreich noch ohne Gegentor
Der Start in die neue Nations-League-Kampagne könnte für Frankreich resultatmässig kaum besser verlaufen.
Zum Auftakt gewann die Équipe Tricolore durch einen Treffer von Kylian Mbappé mit 1:0 in der Türkei. Drei Tage später folgt nun das nächste 1:0.
Damit steht Frankreich nach zwei Partien bei sechs Punkten und einem Torverhältnis von 2:0.
Belgien bleibt nach dem starken 2:0-Auswärtssieg gegen Italien bei drei Punkten. Für die Mannschaft von van Bommel ist die Niederlage besonders bitter, weil bis zur 88. Minute zumindest ein Punkt in Reichweite liegt.
Jetzt kommt es zum Duell mit Italien
Schon am Freitag folgt für Frankreich das nächste grosse Spiel.
Im Stade de France empfängt die Mannschaft von Zidane Italien. Die Azzurri haben nach ihrer 0:2-Auftaktniederlage gegen Belgien mit einem 4:1-Auswärtssieg in der Türkei reagiert.
Belgien empfängt gleichzeitig die noch punktlose Türkei.
Damit bekommt die Gruppe A1 bereits am dritten Spieltag zusätzliche Brisanz. Frankreich kann gegen Italien seinen perfekten Start ausbauen, während Belgien nach der späten Niederlage in Brüssel unmittelbar wieder unter Zugzwang steht.
- Frankreich hat beide Nations-League-Spiele mit 1:0 gewonnen und steht nach zwei Runden bei sechs Punkten.
- Michael Olise erzielte in Brüssel in der 88. Minute seinen achten Treffer für die französische A-Nationalmannschaft.
- Zidane nahm gegenüber dem 1:0 in der Türkei neun Änderungen an seiner Startelf vor.
- Am 2. Oktober empfängt Frankreich Italien, während Belgien zuhause auf die Türkei trifft.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert