Bern braucht Reaktion – Servette kommt ohne Topskorer

Der SC Bern steht heute Abend gegen Genève-Servette bereits unter Zugzwang. Nach den Niederlagen gegen Ajoie und Fribourg-Gottéron benötigen die Berner vor eigenem Publikum eine Reaktion, während Servette nach einem starken Zwischenspurt als Tabellenzweiter anreist. Spielbeginn in der PostFinance Arena ist um 19.45 Uhr.

Bern steht nach fünf Meisterschaftsspielen bei sieben Punkten. Auf die überzeugenden Siege gegen Davos und Kloten folgte zunächst das 2:3 nach Verlängerung gegen Ajoie und am Dienstag ein 2:5 im Zähringer-Derby bei Fribourg-Gottéron. Genève-Servette hat bereits acht Partien absolviert und 13 Punkte gesammelt. Nach vier Siegen in Serie mussten sich die Genfer zuletzt Lausanne in einem spektakulären Derby mit 5:6 nach Penaltyschiessen geschlagen geben.

Ein besonders wichtiger Faktor ist die Abwesenheit von Jesse Puljujärvi. Gegen den Genfer Topskorer läuft nach seinem Check im Lausanne-Derby ein ordentliches Verfahren, gleichzeitig wurde er vorsorglich gesperrt. Puljujärvi fehlt Servette deshalb heute Abend definitiv in Bern. Der Finne hat in acht Meisterschaftsspielen bereits sechs Tore und fünf Assists erzielt.

Bern sucht nach dem nächsten Schritt

Der Saisonstart des SCB bleibt bislang wechselhaft.

Nach dem 3:5 bei den ZSC Lions folgte zuhause ein überzeugendes 5:2 gegen den HC Davos. Auch beim 4:1 in Kloten zeigte Bern, welches Potenzial in der Mannschaft steckt.

Danach ging der Rhythmus jedoch verloren.

Gegen Ajoie reichte es trotz Heimvorteil nur zu einem Punkt. Kristian Tanus entschied die Partie in der Verlängerung für die Jurassier.

Noch deutlicher fiel der Rückschlag in Freiburg aus. Gottéron gewann das Zähringer-Derby mit 5:2 und liess dem SCB vor allem in den entscheidenden Phasen wenig Raum.

Mit 16 erzielten und 16 kassierten Treffern ist die Berner Bilanz nach fünf Spielen ausgeglichen.

Servette hat den Fehlstart korrigiert

Ganz anders verlief die Entwicklung in Genf.

Das Team von Sam Hallam begann die Meisterschaft mit Niederlagen gegen Lugano, Ajoie und die ZSC Lions. Nach drei Spielen standen die Genfer noch ohne Sieg da.

Danach kippte die Formkurve komplett.

Servette schlug Rapperswil 4:2, drehte gegen Meister Fribourg-Gottéron einen 0:3-Rückstand und gewann 4:3 nach Penaltyschiessen. Es folgten ein 2:0 in Biel und ein klares 4:0 gegen Kloten.

Vier Siege hintereinander brachten Genève-Servette bis auf Rang zwei.

Am Mittwoch schien sogar der fünfte Erfolg in Serie praktisch sicher. Im Léman-Derby führte Genf in Lausanne weniger als drei Minuten vor Schluss mit 5:2.

Dann brach Servette ein.

Lausanne erzielte innerhalb von 1:41 Minuten drei Tore zum 5:5 und gewann die Partie anschliessend im Penaltyschiessen mit 6:5.

Puljujärvis Ausfall verändert die Genfer Offensive

Der Verlauf des Lausanne-Spiels hat für die heutige Begegnung direkte Folgen.

Puljujärvi erhielt nach einem harten Check eine Fünf-Minuten-Strafe samt Spieldauerdisziplinarstrafe. Inzwischen wurde ein ordentliches Verfahren eröffnet.

Für Bern bedeutet seine Sperre, dass der gefährlichste Genfer Skorer nicht auf dem Eis stehen wird.

Puljujärvi führt Servette mit elf Punkten an und liegt mit sechs Toren auch intern an der Spitze der Torschützenliste.

Hallam muss diese Produktion nun auf mehrere Schultern verteilen.

Sakari Manninen, Jimmy Vesey, Matthew Verboon und Captain Noah Rod werden offensiv noch stärker gefordert sein.

Bern hat weniger Spiele absolviert

Die Tabelle muss derzeit mit Vorsicht gelesen werden, weil die Mannschaften unterschiedlich viele Partien bestritten haben.

Servette liegt nach acht Spielen mit 13 Punkten auf Rang zwei. Bern besitzt erst fünf absolvierte Begegnungen und steht mit sieben Punkten auf Rang zwölf.

Der Abstand von sechs Zählern wirkt deshalb grösser, als er tatsächlich ist.

Für Bern wäre ein Heimsieg dennoch wichtig, um nach zwei Niederlagen die Formkurve sofort wieder zu drehen.

Servette kann seinerseits beweisen, dass der dramatische Einbruch in Lausanne lediglich ein Ausrutscher war.

Für beide folgt zudem ein enges Programm: Bern spielt bereits am Samstag auswärts gegen die Rapperswil-Jona Lakers, während Genève-Servette am Sonntag den EV Zug empfängt.

🏆 BERN–SERVETTE IM FOKUS

  • Der SC Bern hat aus fünf Spielen sieben Punkte geholt und zuletzt zweimal verloren.
  • Genève-Servette liegt nach acht Partien mit 13 Punkten auf Rang zwei.
  • Jesse Puljujärvi fehlt gesperrt; der Genfer Topskorer steht bei 6 Toren und 5 Assists.
  • Spielbeginn ist heute um 19.45 Uhr in der PostFinance Arena.
📊NATIONAL LEAGUE – AKTUELLER STAND
Offizieller SIHF-Stand vom 2. Oktober 2026 vor den Freitagsspielen.
Rang / Team Sp. Tore Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 7 31:16 +15 21
2. Genève-Servette HC 8 25:24 +1 13
3. SCL Tigers 8 28:27 +1 12
4. Fribourg-Gottéron 7 22:19 +3 11
5. HC Ambri-Piotta 8 23:29 -6 11
6. HC Ajoie 7 22:20 +2 11
7. EV Zug 5 21:12 +9 10
8. HC Davos 7 18:19 -1 10
9. SCRJ Lakers 7 21:27 -6 9
10. Lausanne HC 7 19:25 -6 8
11. EHC Biel-Bienne 6 19:18 +1 7
12. SC Bern 5 16:16 0 7
13. EHC Kloten 7 15:26 -11 6
14. HC Lugano 5 17:19 -2 5

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert