Genf ringt Bern im Penaltyschiessen nieder

Der SC Bern verpasst die erhoffte Reaktion und verliert zuhause gegen Genève-Servette mit 2:3 nach Penaltyschiessen. Die Berner drehten einen 0:1-Rückstand zwischenzeitlich in eine 2:1-Führung, mussten im Schlussdrittel aber noch den Ausgleich hinnehmen. Im Shootout blieb der SCB ohne Treffer, während Jimmy Vesey für Genf den entscheidenden Versuch verwandelte.

Tim Bozon brachte die stark dezimierten Genfer nach 21:22 Minuten in Führung. Dario Rohrbach glich in der 34. Minute aus, ehe Waltteri Merelä im Powerplay kurz vor der zweiten Pause das 2:1 für Bern erzielte. Doch Dave Sutter stellte nach 44:09 Minuten auf 2:2. Danach blieb die Partie bis zum Ende der Verlängerung offen.

Der grosse Rückhalt der Gäste war Robert Mayer. Der Genfer Goalie wehrte 34 von 36 Berner Schüssen ab und kam damit auf eine Fangquote von 94,4 Prozent. Im Penaltyschiessen stoppte er sämtliche fünf Versuche des SCB. Für Bern ist es nach den Niederlagen gegen Ajoie und Fribourg-Gottéron bereits die dritte Niederlage in Serie, während Genève-Servette mit zwei Punkten im Gepäck abreist.

Bozon bringt Servette in Führung

Das erste Drittel blieb ohne Tore. Genève-Servette musste dabei mit einem stark reduzierten Kader antreten. Ramon Untersander, Vincent Praplan, Luca Hischier, Giancarlo Chanton, Nicolas Müller und Markus Granlund fehlten verletzt, Jesse Puljujärvi war gesperrt.

Trotz dieser Ausfälle erwischten die Gäste den besseren Start in den Mittelabschnitt. Bozon traf nach Vorarbeit von Vesey und Sakari Manninen zum 0:1.

Bern erhöhte danach den Druck. Rohrbach glich nach 33:04 Minuten aus, ehe Merelä eine Überzahlsituation zum 2:1 nutzte. Das Momentum schien damit auf die Seite des SCB gekippt zu sein.

Sutter bringt Genf zurück

Genève-Servette zeigte jedoch erneut Moral. Nur gut vier Minuten nach Beginn des Schlussdrittels traf Dave Sutter zum 2:2.

Danach wurde Mayer zum entscheidenden Faktor. Der SCB erspielte sich weitere Möglichkeiten, fand aber keinen Weg mehr am Genfer Torhüter vorbei. Insgesamt kamen die Berner auf 36 Abschlüsse auf das gegnerische Tor.

Auch die fünfminütige Verlängerung brachte keine Entscheidung. Damit musste das Penaltyschiessen entscheiden.

Mayer stoppt alle fünf Berner

Für Bern traten Emil Bemström, Dario Rohrbach, David Reinbacher-Ersatz? Nein – der SCB setzte auf Bemström, Rohrbach, David? Die offizielle Genfer Spielübersicht nennt fünf Berner Schützen: Bemström, Rohrbach, Dionicio, Abols und Baumgartner. Keiner von ihnen konnte Mayer bezwingen.

Auf Genfer Seite vergaben Simon Le Coultre, Vili Saarijärvi und Tim Bozon. Dann trat Jimmy Vesey an und bezwang Connor Hughes. Weil Mayer auch danach dicht hielt, ging der Zusatzpunkt an Genève-Servette.

Die Genfer feierten damit trotz zahlreicher Ausfälle einen wichtigen Auswärtssieg. Bereits vor der Partie war klar, dass der SCB nach zwei Niederlagen unter Druck stand. In unserer Vorschau hatten wir die angespannte Ausgangslage der Berner bereits eingeordnet.

Bern muss sofort wieder ran

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt dem SCB nicht. Bereits am Samstagabend wartet auswärts bei den Rapperswil-Jona Lakers die nächste Partie.

Bern steht nach sechs Spielen bei acht Punkten und belegt aktuell Rang zwölf. Genève-Servette liegt nach neun Partien mit 15 Punkten auf Rang zwei.

Für den SCB wird die Aufgabe in Rapperswil damit umso wichtiger. Nach drei Niederlagen in Serie geht es darum, den negativen Lauf zu stoppen und wieder Anschluss an das Mittelfeld zu finden.

🏆 DIE SCHLÜSSELMOMENTE

  • 21:22: Tim Bozon bringt Genève-Servette mit 1:0 in Führung.
  • 38:42: Waltteri Merelä trifft im Powerplay zum zwischenzeitlichen 2:1 für Bern.
  • 44:09: Dave Sutter gleicht für die Genfer zum 2:2 aus.
  • Penaltyschiessen: Robert Mayer stoppt alle fünf Berner Versuche, Jimmy Vesey erzielt den entscheidenden Treffer.
📊NATIONAL LEAGUE 2026/27
Team Sp. Pkt. Tore Diff.
1. ZSC Lions 7 21 31:16 +15
2. Genève-Servette HC 9 15 28:26 +2
3. Fribourg-Gottéron 8 14 26:20 +6
4. HC Davos 8 13 21:20 +1
5. SCL Tigers 8 12 28:27 +1
6. HC Ambri-Piotta 8 11 23:29 -6
7. HC Ajoie 8 11 23:23 0
8. Lausanne HC 8 11 26:29 -3
9. EV Zug 5 10 21:12 +9
10. Rapperswil-Jona Lakers 8 9 23:32 -9
11. HC Lugano 6 8 22:21 +1
12. SC Bern 6 8 18:19 -1
13. EHC Biel-Bienne 7 7 23:25 -2
14. EHC Kloten 8 6 16:30 -14

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert