Inter überrollt Parma – drei Tore in 31 Minuten
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Serie A soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Inter Mailand setzt im Kampf um den italienischen Meistertitel ein deutliches Zeichen. Die Mannschaft von Cristian Chivu bezwingt Parma am Samstagabend im Giuseppe-Meazza-Stadion mit 3:0. Petar Sučić, Hakan Çalhanoğlu und Marcus Thuram entscheiden die Begegnung bereits in den ersten 31 Minuten. Inter übernimmt damit die Tabellenführung der Serie A.
Sučić bringt die Gastgeber in der 13. Minute nach einem Fehler im Spielaufbau von Parma in Führung. Nur fünf Minuten später erhöht Çalhanoğlu mit einem Penalty auf 2:0. Thuram sorgt nach einer Vorlage von Henrikh Mkhitaryan in der 31. Minute für die endgültige Entscheidung. Nach der Pause kontrollieren die Mailänder die Begegnung, ohne weitere Tore zu erzielen.
Für die Schweiz bietet das Spiel interessante Personalien. Vincent Sierro steht bei Parma in der Startformation und wird in der 62. Minute ausgewechselt. Sascha Britschgi kommt in der 78. Minute ins Spiel. Inter-Verteidiger Manuel Akanji bleibt dagegen auf der Ersatzbank. Der neue Parma-Trainer Alberto Gilardino muss bei seinem Debüt eine deutliche Niederlage hinnehmen.
Sučić nutzt Parmas Fehler eiskalt
Die Gäste beginnen im Giuseppe-Meazza-Stadion durchaus mutig. El Bilal Touré kommt früh zu einer gefährlichen Gelegenheit, sein Abschluss verfehlt das Tor jedoch knapp.
Danach übernimmt Inter zunehmend die Kontrolle. Die Mailänder setzen Parma beim Spielaufbau konsequent unter Druck und erzwingen damit die erste entscheidende Szene.
In der 13. Minute spielt Parma-Torhüter Edoardo Corvi den Ball kurz auf Mandela Keita. Petar Sučić erkennt die Situation, erobert den Ball und trifft mit einem kraftvollen Abschluss unter die Latte.
Der frühe Gegentreffer bringt die Gäste aus dem Konzept. Inter erhöht die Intensität und sucht unmittelbar den zweiten Treffer.
Çalhanoğlu und Thuram entscheiden die Partie
Bereits fünf Minuten nach dem Führungstor bietet sich Inter die nächste grosse Gelegenheit. Die Gastgeber erhalten einen Penalty, den Hakan Çalhanoğlu sicher verwandelt.
Der türkische Nationalspieler kehrt nach seiner Verletzung zurück und markiert mit dem Strafstoss seinen dritten Saisontreffer.
Parma findet gegen die schnellen Kombinationen der Mailänder kaum ein Mittel. Besonders über das Zentrum und die linke Angriffsseite entwickelt Inter immer wieder Gefahr.
In der 31. Minute folgt das 3:0. Henrikh Mkhitaryan spielt einen präzisen Steilpass auf Marcus Thuram. Der französische Stürmer setzt sich durch und bezwingt Corvi mit einem flachen Rechtsschuss ins lange Eck.
Damit ist die Begegnung praktisch entschieden. Inter besitzt bereits vor der Pause einen komfortablen Vorsprung und kontrolliert anschliessend das Tempo.
Sierro startet, Britschgi wird eingewechselt
Aus Schweizer Sicht steht besonders Vincent Sierro im Mittelpunkt. Der Mittelfeldspieler gehört zur Anfangsformation von Parma und versucht, das Spiel seiner Mannschaft zu ordnen.
Gegen die bewegliche Inter-Offensive gestaltet sich diese Aufgabe schwierig. Die Gastgeber erobern wiederholt früh den Ball und verhindern einen geordneten Spielaufbau der Gäste.
In der 62. Minute verlässt Sierro das Spielfeld. Für ihn kommt Adrián Bernabé. Sascha Britschgi erhält ab der 78. Minute seine Einsatzchance und ersetzt Franco Carboni.
Aufseiten der Mailänder bleibt Manuel Akanji während der gesamten Begegnung auf der Bank. Cristian Chivu setzt in der Defensive auf Benjamin Pavard, Yann Bisseck und Carlos Augusto.
Bereits vor der Partie standen die Schweizer Personalien bei Inter und Parma im Fokus. Mit zwei eingesetzten Schweizern erhält die Begegnung auch aus Sicht der Nationalmannschaft zusätzliche Bedeutung.
Gilardinos Einstand misslingt
Für Alberto Gilardino beginnt seine Amtszeit bei Parma mit einem ernüchternden Ergebnis. Der frühere italienische Nationalstürmer hat während der Länderspielpause Carlos Cuesta als Cheftrainer abgelöst.
Seine Mannschaft zeigt zwar einzelne gute Offensivaktionen, kann den Rückstand aber nicht mehr verkürzen.
In der zweiten Halbzeit versucht David Romero mehrfach, die Inter-Abwehr unter Druck zu setzen. Besonders in der Schlussphase kommt Parma nochmals gefährlich vor das Tor, ohne den Ehrentreffer zu erzielen.
Inter beschränkt sich nach dem deutlichen Vorsprung zunehmend auf die Spielkontrolle. Chivu nimmt mehrere Wechsel vor und gibt unter anderem Djed Spence Gelegenheit zu seinem Debüt.
Inter bleibt im Titelrennen vorne
Mit dem klaren Heimsieg erreicht Inter nach sechs Spielen 16 Punkte. Die Mailänder bestätigen ihre offensive Stärke und bleiben im Kampf um den Meistertitel hervorragend positioniert.
Die Mannschaft zeigt gleichzeitig eine deutlich stabilere Defensivleistung als in einigen vorherigen Begegnungen. Erstmals seit mehreren Spielen bleibt Inter in der Meisterschaft wieder ohne Gegentor.
Für Parma steht nach sechs Runden weiterhin nur ein Sieg zu Buche. Die vier Punkte verdeutlichen, dass Gilardino vor einer anspruchsvollen Aufgabe steht.
Am Montag, 19. Oktober, empfängt Parma den FC Torino. Inter tritt bereits am Samstag, 17. Oktober, auswärts bei Bologna an.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert