Lyon gegen Crystal Palace – Sage kehrt zurück
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Europa League Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Olympique Lyon empfängt am Donnerstag, 15. Oktober 2026, um 18.45 Uhr Crystal Palace in der Europa League. Im Groupama Stadium kommt es zu einem besonderen Wiedersehen: Palace-Trainer Pierre Sage kehrt erstmals als gegnerischer Trainer zu seinem früheren Verein zurück. Beide Mannschaften haben ihre Auftaktspiele gewonnen und wollen mit einem zweiten Erfolg ihre Position in der Ligaphase festigen.
Lyon startete mit einem 2:1-Auswärtssieg gegen Anderlecht in den Wettbewerb. Crystal Palace setzte sich zuhause gegen Lech Posen deutlich mit 4:0 durch. Die Engländer reisen zudem mit Selbstvertrauen nach Frankreich, nachdem sie am vergangenen Sonntag Nottingham Forest mit 3:1 bezwungen hatten. Lyon musste dagegen bei Lens eine 1:2-Niederlage hinnehmen.
Für den Schweizer Fussball ist die Begegnung auch im Zusammenhang mit den europäischen Wettbewerben interessant. Beide Clubs gehören zum starken Teilnehmerfeld der Europa-League-Ligaphase 2026/27, in der keine Schweizer Mannschaft vertreten ist. Besonders im Mittelpunkt steht die Rückkehr von Pierre Sage, der Lyon zwischen November 2023 und Januar 2025 trainierte.
Pierre Sage erlebt eine emotionale Rückkehr
Für den Trainer von Crystal Palace wird die Begegnung zu einem besonderen Moment seiner Karriere.
Sage übernahm Olympique Lyon im November 2023 und führte den damals sportlich angeschlagenen Club wieder in erfolgreichere Zeiten.
Im Januar 2025 endete seine Tätigkeit bei den Franzosen. Anschliessend trainierte er den RC Lens, bevor er im Sommer 2026 Crystal Palace übernahm.
Vor seiner Rückkehr betont der 47-Jährige seine weiterhin enge Verbindung zu Lyon. Er kennt zahlreiche Mitarbeiter und verfolgt die Entwicklung seines früheren Vereins nach wie vor aufmerksam.
Sportlich will Sage die emotionale Bedeutung der Begegnung allerdings in den Hintergrund stellen.
Lyon setzt auf seine Heimstärke
Die Mannschaft von Paulo Fonseca besitzt im Groupama Stadium eine bemerkenswerte Europacup-Bilanz.
Seit Dezember 2018 verlor Lyon kein Heimspiel mehr in der Gruppen- beziehungsweise Ligaphase der Europa League.
In zwölf Begegnungen gelangen sieben Siege und fünf Unentschieden.
Zum Auftakt der laufenden Saison gewann Lyon auswärts gegen Anderlecht mit 2:1.
In der französischen Meisterschaft liegt der Club nach einem insgesamt gelungenen Saisonstart auf dem vierten Tabellenrang.
Die jüngste 1:2-Niederlage gegen Lens zeigte allerdings, dass die Mannschaft defensiv verwundbar bleibt.
Verletzungen erschweren Fonsecas Planung
Besonders schwer wiegt der Ausfall von Loïs Openda.
Der Angreifer fehlt wegen eines Wadenbeinbruchs mehrere Wochen. Auch Moussa Niakhaté und Mohamed Ouedraogo stehen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.
Im Angriff könnte deshalb Pavel Šulc eine zentrale Rolle übernehmen.
Mit Ernest Nuamah, Keito Nakamura und Corentin Tolisso verfügt Lyon über weitere technisch starke Offensivspieler.
Entscheidend dürfte sein, wie erfolgreich die Gastgeber ihre Kombinationen gegen die kompakte Palace-Defensive abschliessen können.
Crystal Palace findet zunehmend seine Form
Die Londoner haben sich nach einem schwierigen Saisonbeginn stabilisiert.
Beim jüngsten 3:1-Heimsieg gegen Nottingham Forest geriet Palace zunächst früh in Rückstand.
Daichi Kamada und Jefferson Lerma drehten die Begegnung noch vor der Pause. Yéremy Pino erzielte nach dem Seitenwechsel das dritte Tor.
Damit holte Palace den vierten Sieg aus den letzten sechs Pflichtspielen.
Auch in der Europa League überzeugten die Engländer. Beim 4:0 gegen Lech Posen gelang ihnen ein deutlicher Auftakterfolg.
Wichtige Ausfälle bei den Engländern
Trainer Sage muss in Lyon ebenfalls auf mehrere Spieler verzichten.
Torhüter Dean Henderson fällt wegen einer Fussverletzung aus. Walter Benítez dürfte ihn erneut vertreten.
Auch Jean-Philippe Mateta, Takehiro Tomiyasu und Chadi Riad fehlen.
Dagegen steht Axel Disasi nach seiner nationalen Sperre wieder zur Verfügung.
Im Angriff könnten Daichi Kamada, Yéremy Pino und Jørgen Strand Larsen erneut zusammenspielen.
Mit Ismaïla Sarr besitzt Palace ausserdem eine zusätzliche schnelle Offensivoption.
Beide Clubs wollen auf sechs Punkte kommen
Die Europa League wird mit einer gemeinsamen Ligaphase ausgetragen.
Nach acht Begegnungen qualifizieren sich die besten acht Mannschaften direkt für den Achtelfinal. Die Teams auf den Rängen neun bis 24 bestreiten die K.-o.-Playoffs.
Lyon und Palace stehen nach ihren Auftaktsiegen bei drei Punkten.
Am 22. Oktober reist Lyon zu Hoffenheim. Crystal Palace muss am selben Tag bei Beşiktaş Istanbul antreten.
Zunächst richtet sich die Aufmerksamkeit auf das Groupama Stadium, wo Sage bei seiner Rückkehr auf einen hoch motivierten früheren Arbeitgeber trifft.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert