Chery rettet Nijmegen gegen Levski Sofia einen Punkt
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Europa League Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
NEC Nijmegen und Levski Sofia trennen sich am Donnerstag, 15. Oktober 2026, in der Europa League mit 1:1. Reinaldo bringt die Gäste in der 35. Minute in Führung, ehe Tjaronn Chery nach einem schweren Torhüterfehler in der 64. Minute ausgleicht. Trotz einer deutlichen Überlegenheit bei den Torchancen verpassen die Niederländer ihren ersten Sieg in der Ligaphase.
Im Goffertstadion entwickelt sich eine intensive Begegnung mit mehreren gefährlichen Aktionen. Nijmegen erspielt sich insgesamt 18 Abschlüsse, neun davon auf das Tor. Levski Sofia kommt auf acht Schüsse, bringt aber nur zwei davon auf das gegnerische Gehäuse.
Nach der deutlichen 0:5-Auftaktniederlage bei Juventus Turin holt Nijmegen damit seinen ersten Punkt. Auch die Bulgaren stehen nach zwei Spieltagen bei einem Zähler. Für die Niederländer folgt am 22. Oktober das Auswärtsspiel bei Dinamo Zagreb, das zuvor Anderlecht durch einen späten Elfmeter besiegt hat.
Levski nutzt Nijmegens Abwehrfehler
Für NEC Nijmegen ist es ein besonderer europäischer Abend. Erstmals seit rund 18 Jahren bestreitet der niederländische Klub wieder ein Heimspiel in der Ligaphase eines europäischen Wettbewerbs.
Die Mannschaft von Dick Schreuder übernimmt zunächst die Initiative. In der 14. Minute bringt Tom Bischoff eine Flanke in den Strafraum. Tjaronn Chery kommt aus kurzer Distanz zum Kopfball, scheitert jedoch an Torhüter Svetoslav Vutsov. Kevin Kers schiesst den Nachschuss über das Tor.
Auf der Gegenseite zeigt Levski Sofia früh seine Gefährlichkeit. Ein Treffer von Everton Bala wird nach einer Überprüfung aberkannt.
In der 35. Minute gehen die Bulgaren tatsächlich in Führung. Reinaldo setzt sich im direkten Duell gegen Perr Schuurs durch und schiebt den Ball überlegt ins lange Eck. Nijmegen liegt damit zur Pause mit 0:1 zurück.
Chery profitiert von einem Torhüterfehler
Nach dem Seitenwechsel versucht Nijmegen, den Rückstand aufzuholen. Die Gastgeber erhöhen den Druck und kommen häufiger in die Nähe des bulgarischen Strafraums.
In der 64. Minute gelingt der Ausgleich. Levski-Torhüter Vutsov spielt den Ball bei einem missglückten Befreiungsversuch direkt in die Füsse von Chery. Der erfahrene Offensivspieler reagiert sofort und trifft ins verlassene Tor zum 1:1.
Der Treffer gibt Nijmegen zusätzlichen Auftrieb. Trainer Schreuder nimmt mehrere Wechsel vor und bringt unter anderem Ahmetcan Kaplan, Dennis Geiger und Willum Willumsson.
Levski Sofia konzentriert sich nun zunehmend auf die Defensive. Trainer Julio Velázquez reagiert ebenfalls mit Wechseln und versucht, die Räume vor dem eigenen Strafraum zu schliessen.
Nijmegen vergibt weitere Möglichkeiten
In der Schlussphase drängen die Niederländer auf den Siegtreffer. Besonders Chery und Bryan Linssen suchen immer wieder den Abschluss.
In der Nachspielzeit prüft Linssen den bulgarischen Torhüter mit einem Distanzschuss. Vutsov hält den Ball sicher. Anschliessend kommt auch Yassin Moslih zu einer Möglichkeit, doch erneut ist der Keeper zur Stelle.
Die Statistik unterstreicht die verpasste Chance der Gastgeber. Nijmegen besitzt 51 Prozent Ballbesitz, gewinnt sechs Eckbälle und verzeichnet neun Torschüsse. Levski Sofia bleibt dagegen offensiv vergleichsweise harmlos.
Die Bulgaren können mit dem Punkt dennoch zufrieden sein. Nach ihrer 0:1-Niederlage gegen Salzburg zum Auftakt vermeiden sie eine weitere Niederlage.
Schwierige Aufgabe wartet in Zagreb
Nijmegen hatte sich durch den dritten Platz in der vergangenen Eredivisie-Saison für die Europa League qualifiziert. Die Rückkehr auf die internationale Bühne verlief beim 0:5 gegen Juventus zunächst enttäuschend.
Gegen Levski gelingt nun zumindest der erste Punktgewinn. Die Mannschaft zeigt eine engagierte Leistung, muss sich aber vorwerfen lassen, ihre zahlreichen Möglichkeiten nicht konsequent genutzt zu haben.
Am Donnerstag, 22. Oktober, reist Nijmegen zu Dinamo Zagreb. Die Kroaten gewannen ihr zweites Gruppenspiel durch den entscheidenden Elfmeter von Dion Beljo gegen Anderlecht mit 1:0 und stehen bei vier Punkten.
Für Levski Sofia folgt am selben Abend das Auswärtsspiel bei Viktoria Pilsen. Die Tschechen haben ihre ersten beiden Begegnungen verloren und stehen ebenfalls unter Druck.
In der Europa League qualifizieren sich die ersten acht Mannschaften direkt für das Achtelfinal. Die Ränge neun bis 24 spielen in den Playoffs um die weiteren Plätze. Nijmegen benötigt deshalb in den kommenden Spielen eine deutliche Steigerung bei der Chancenverwertung.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert