Schweizer Hockeyfrauen starten mit Niederlage gegen Finnland in die WM-Hauptprobe
von belmedia Redaktion Allgemein Eishockey Europa Frauen-Hockey Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch swisshockey.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Frauen-Nationalmannschaft startet mit einer deutlichen Niederlage in die letzte WM-Vorbereitung. Am Mittwoch, 28. Oktober 2026, verliert das Team von Shannon Miller zum Auftakt der Women’s Euro Hockey Tour im schwedischen Södertälje gegen Finnland mit 0:4. Nach einem torlosen Startdrittel entscheiden die Finninnen die Begegnung mit zwei Treffern im Mittelabschnitt.
Viivi Vainikka eröffnet in der 24. Minute das Skore. Kurz vor der zweiten Pause erhöht Petra Nieminen auf 2:0. Im Schlussdrittel sorgen Emmi Juusela und Noora Tulus für das klare Endresultat. Der Schweiz gelingt während der gesamten 60 Minuten kein Treffer. Bereits beim letzten Turnier Anfang Oktober hatte sie gegen Finnland mit 1:4 verloren.
Die Niederlage kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bereits am 6. November beginnt in Dänemark die Frauen-Weltmeisterschaft. Nationaltrainerin Shannon Miller muss ihre Mannschaft zudem ohne die verletzte Captain Lara Stalder vorbereiten. Am Freitag wartet mit Schweden der nächste anspruchsvolle Gegner, bevor die Schweizerinnen am Samstag auf Tschechien treffen.
Die Schweiz hält zunächst dagegen
Die Mannschaft von Shannon Miller beginnt die Begegnung gegen Finnland konzentriert. Anders als bei mehreren früheren Begegnungen mit den Nordeuropäerinnen gelingt es, einen frühen Gegentreffer zu verhindern.
Das erste Drittel endet torlos. Die Schweizer Defensive hält den Angriffsbemühungen der Finninnen stand und sorgt dafür, dass die Partie zunächst offen bleibt.
Besonders nach der deutlichen 1:4-Niederlage gegen denselben Gegner Anfang Oktober ist dieser Beginn ein positives Zeichen.
Offensiv gelingt allerdings auch der Schweiz kein Treffer.
Vainikka bringt Finnland in Führung
Im zweiten Drittel verändert sich das Spiel. Finnland übernimmt zunehmend die Initiative und belohnt sich in der 24. Minute.
Viivi Vainikka erzielt das 1:0 für die Nordeuropäerinnen.
Die Schweizerinnen versuchen zu reagieren, finden jedoch keine erfolgreiche Antwort.
Kurz vor der zweiten Drittelspause erhöht Petra Nieminen auf 2:0. Damit geraten die Schweizerinnen vor dem Schlussabschnitt deutlich unter Druck.
Gegen eine international erfahrene Mannschaft wie Finnland ist ein solcher Rückstand nur schwer aufzuholen.
Juusela und Tulus machen alles klar
Im Schlussdrittel bleibt die erhoffte Schweizer Aufholjagd aus.
Stattdessen baut Finnland den Vorsprung weiter aus. Emmi Juusela erzielt das 3:0 und sorgt damit für eine Vorentscheidung.
Anschliessend trifft auch Noora Tulus. Mit dem vierten finnischen Tor ist die Begegnung endgültig entschieden.
Die Schweiz bleibt ohne eigenen Treffer und muss die dritte klare Niederlage gegen eine der führenden europäischen Frauen-Nationalmannschaften innerhalb weniger Wochen hinnehmen.
Bereits Ende September hatte Schweden die Schweizerinnen mit 5:0 bezwungen.
Erneute Niederlage gegen Finnland
Die bisherigen Saisonvergleiche zeigen, dass die Schweiz gegen Finnland durchaus mithalten kann.
Im August gewannen die Schweizerinnen beim Heimturnier in Kloten mit 4:3 nach Verlängerung. Lara Stalder und Alina Müller spielten damals entscheidende Rollen.
Anfang Oktober folgte jedoch bei der 1:4-Niederlage gegen Finnland in Lahti ein deutlicher Rückschlag.
Mit dem neuerlichen 0:4 wird sichtbar, dass es der Schweiz derzeit schwerfällt, gegen diesen Gegner genügend offensive Gefahr zu entwickeln.
Die Unterschiede zwischen den drei Begegnungen zeigen zugleich, wie stark Spielverlauf und personelle Besetzung die Leistungen beeinflussen.
Der Ausfall von Stalder wiegt schwer
Besonders schmerzhaft ist die Abwesenheit von Lara Stalder.
Die 32-jährige Captain hat sich im Meisterschaftsspiel mit dem EV Zug gegen Lausanne am Knie verletzt und fällt für die Weltmeisterschaft aus.
Mit 217 Länderspielen gehört sie zu den erfahrensten Schweizer Nationalspielerinnen.
Ihre Qualitäten fehlen nicht nur im Abschluss, sondern auch beim Aufbau gefährlicher Angriffe.
Nationaltrainerin Miller muss deshalb neue Lösungen finden. Von Alina Müller und den weiteren erfahrenen Spielerinnen ist zusätzliche Verantwortung gefordert.
Schweden und Tschechien als nächste Prüfsteine
Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht.
Bereits am Freitag, 30. Oktober, trifft die Schweiz um 18.00 Uhr auf Gastgeber Schweden.
Am Samstag folgt um 13.30 Uhr die Begegnung mit Tschechien. Gegen die Tschechinnen hatte die Schweiz Anfang Oktober nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2 nach Penaltyschiessen gewonnen.
Nach dem Turnier reduziert Miller ihr erweitertes WM-Aufgebot um drei Spielerinnen.
Am 4. November reist die Mannschaft nach Esbjerg. Zwei Tage später beginnt die Weltmeisterschaft mit der Begegnung gegen die USA.
Für die Schweizerinnen geht es nun darum, vor dem wichtigsten Turnier des Herbstes wieder mehr offensive Durchschlagskraft und Stabilität zu entwickeln.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert