Schweizer Curler verlieren erneut – EM-Halbfinal in Gefahr
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Die Schweizer Curler müssen an der Europameisterschaft in Ostrava den nächsten Rückschlag hinnehmen. Nach der 7:9-Niederlage gegen Gastgeber Tschechien verliert das Team um Skip Marco Hösli auch seine dritte Gruppenpartie gegen Schweden. Damit stehen die EM-Debütanten nach drei Spielen bei einem Sieg und zwei Niederlagen. Der Kampf um einen Halbfinalplatz wird zunehmend schwierig.
Die Schweizer Mannschaft war am Mittwoch mit einem deutlichen 11:1-Erfolg gegen Spanien in das Turnier gestartet. Bereits wenige Stunden später folgte gegen Tschechien die erste Niederlage. Die Gastgeber nutzten zwei Dreierhäuser in den ersten drei Ends und setzten sich trotz einer Schweizer Aufholjagd mit 9:7 durch.
Mit Schweden wartete am Donnerstag, 29. Oktober 2026, ein weiterer anspruchsvoller Gegner. Die Skandinavier hatten ihre ersten beiden Partien gegen Norwegen mit 9:5 und Spanien mit 14:1 gewonnen. Nach der zweiten Schweizer Niederlage sind die verbleibenden Gruppenspiele gegen Polen und Norwegen entscheidend für die Halbfinalhoffnungen.
Nach dem Traumstart folgt die Ernüchterung
Der erste Auftritt der Schweizer Männer an der Europameisterschaft verlief beinahe perfekt.
Gegen Spanien dominierte die Mannschaft des CC Glarus von Beginn an. Bereits im ersten End gelang ein Viererhaus. Anschliessend stahlen die Schweizer in drei aufeinanderfolgenden Ends weitere Steine.
Nach sechs Ends stand es 11:1. Spanien beendete die aussichtslos gewordene Begegnung vorzeitig.
Der deutliche Sieg unterstrich das Potenzial des Schweizer Quartetts und sorgte für einen gelungenen Einstieg in seine erste Europameisterschaft.
Tschechien nutzt Schweizer Fehler konsequent
Wesentlich schwieriger gestaltete sich die zweite Begegnung gegen Gastgeber Tschechien.
Die Schweizer gerieten bereits im ersten End mit 0:3 in Rückstand. Zwar gelang ihnen unmittelbar danach der Ausgleich mit einem eigenen Dreierhaus, doch die Tschechen antworteten erneut mit drei Punkten.
Nach sechs Ends lag die Schweiz mit 4:9 zurück.
In den letzten beiden Durchgängen verkürzten Hösli und seine Mitspieler nochmals auf 7:9. Für eine vollständige Wende reichte die Aufholjagd jedoch nicht mehr.
Die Niederlage zeigte, wie teuer einzelne ungenaue Steine im verkürzten EM-Format werden können.
Schweden als besonders schwieriger Gegner
Die dritte Partie gegen Schweden stellte die Schweizer vor eine weitere anspruchsvolle Aufgabe.
Die schwedische Mannschaft um Oskar Eriksson war überzeugend ins Turnier gestartet. Nach dem 9:5 gegen Norwegen fertigten die Skandinavier Spanien mit 14:1 ab.
Dabei erzielten sie innerhalb von sechs Ends insgesamt 14 Steine und bewiesen ihre offensive Stärke.
Für die Schweiz bedeutete das direkte Duell eine Gelegenheit, sich im Kampf um die beiden Halbfinalplätze zurückzumelden. Mit der zweiten Niederlage verschlechtert sich die Ausgangslage jedoch deutlich.
Marco Hösli führt das junge Schweizer Team
Die Schweizer Männer werden in Ostrava durch die Mannschaft des CC Glarus vertreten.
Zur Formation gehören Marco Hösli als Skip, sein Bruder Philipp Hösli, Simon Gloor und Justin Hausherr. Jonas Feierabend steht als Ersatzspieler zur Verfügung.
Die EM-Teilnahme wurde möglich, weil das Schweizer Spitzenteam um Yannick Schwaller auf einen Start verzichtete.
Für die Glarner ist das Turnier eine wichtige Gelegenheit, internationale Erfahrungen auf Meisterschaftsniveau zu sammeln.
Bereits vor der Europameisterschaft hatte das Team mit dem Halbfinaleinzug beim Grand-Slam-Turnier im kanadischen Victoria seine Konkurrenzfähigkeit bewiesen.
Neues EM-Format lässt wenig Spielraum
Die Europameisterschaft wird erstmals mit zwölf Mannschaften ausgetragen, die in zwei Sechsergruppen eingeteilt sind.
Jedes Team bestreitet fünf Gruppenspiele. Nur die beiden bestklassierten Mannschaften qualifizieren sich für die Halbfinals.
Eine weitere Besonderheit ist die verkürzte Spieldauer. Statt zehn werden maximal acht reguläre Ends gespielt.
Dadurch bleibt weniger Zeit, um grössere Rückstände aufzuholen. Vor allem gegen spielstarke Nationen können mehrere abgegebene Steine in einem einzigen End den Ausschlag geben.
Gegen Polen und Norwegen zählt jeder Stein
Für die Schweizer geht es am Freitag, 30. Oktober, um 14.00 Uhr gegen Polen weiter.
Die Polen hatten nach zwei Begegnungen einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto. Sie bezwangen Norwegen mit 6:3, mussten sich zuvor aber Tschechien mit 5:12 geschlagen geben.
Zum Abschluss der Gruppenphase trifft die Schweiz am Samstag, 31. Oktober, um 09.30 Uhr auf Norwegen.
Beide Begegnungen müssen für das Team Hösli nun möglichst erfolgreich verlaufen. Ob selbst zwei Siege noch für den Halbfinal reichen, hängt von den Resultaten der übrigen Mannschaften ab.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert