Hoffenheim verliert in Bremen – Füllkrug setzt Torserie fort

Die TSG Hoffenheim verliert am Samstag, 31. Oktober 2026, bei Werder Bremen mit 0:2 (0:0). Niclas Füllkrug erzielt in der 57. Minute die Führung, Eren Dinkçi entscheidet das Spiel in der 82. Minute. Der frühere Basler Leon Avdullahu steht bei Hoffenheim in der Startelf, kann die Niederlage aber nicht verhindern. Für Bremen ist es der erste Bundesliga-Sieg gegen die TSG seit 2014.

Die Mannschaft von Christian Ilzer hat im Weserstadion mehr Ballbesitz, findet aber zu selten Lösungen gegen die kompakte Bremer Defensive. Ihre beste Gelegenheit der ersten Halbzeit vereitelt Amos Pieper auf der Torlinie. Nach der Pause entscheidet vor allem Füllkrugs Durchsetzungsvermögen die Begegnung.

Werder bleibt mit 15 Punkten aus acht Spielen in der Spitzengruppe. Hoffenheim dagegen verpasst nach zwei Bundesliga-Siegen hintereinander den nächsten Erfolg und bleibt bei neun Punkten stehen. Für Avdullahu und seine Mitspieler wartet bereits am Donnerstag bei Crystal Palace die nächste internationale Herausforderung.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: Werder Bremen – TSG Hoffenheim 2:0 (0:0).
Torschützen: Niclas Füllkrug (57.) und Eren Dinkçi (82.).
Leon Avdullahu: Von Beginn an im defensiven Mittelfeld, ausgewechselt in der 87. Minute.
Torserie: Füllkrug trifft im siebten Bundesligaspiel hintereinander.
Tabellenlage: Bremen mit 15 Punkten auf Rang fünf, Hoffenheim mit neun Punkten auf Platz elf.
Was das bedeutet
Bremen festigt seine Position im oberen Tabellendrittel. Hoffenheim muss nach der ersten Meisterschaftsniederlage seit zwei Spielen die fehlende Durchschlagskraft verbessern, bevor am Donnerstag das Europa-League-Spiel bei Crystal Palace ansteht.

Hoffenheim besitzt den Ball, Bremen die besseren Chancen

Die Bremer beginnen engagiert. Bereits nach drei Minuten erhält Ludovit Reis eine gute Abschlussmöglichkeit, trifft den Ball aber nicht sauber.

Hoffenheim übernimmt anschliessend zunehmend die Spielkontrolle. Die Mannschaft von Christian Ilzer versucht, mit längeren Ballbesitzphasen und Seitenwechseln Räume zu öffnen.

Bremen verteidigt jedoch kompakt und setzt nach Ballgewinnen auf schnelle Gegenangriffe.

In der 24. Minute verpasst Arthur eine gute Gelegenheit, weil er statt eines eigenen Abschlusses den Querpass sucht. Kurz darauf schiesst Niclas Füllkrug aus rund 15 Metern knapp am linken Pfosten vorbei.

Für Bremen kommt bereits in der 16. Minute ein personeller Rückschlag hinzu. Mitchell Weiser muss wegen einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden. Eren Dinkçi übernimmt seinen Platz.

Pieper rettet auf der Torlinie

Kurz vor der Pause bietet sich Hoffenheim die grosse Gelegenheit zur Führung.

Adam Hložek kommt nach einer weiten Hereingabe zum Kopfball und platziert seinen Versuch in Richtung des langen Ecks.

Bremens Torhüter Karl Hein ist bereits geschlagen, doch Amos Pieper klärt den Ball auf der Linie.

Damit verhindert der Verteidiger den Rückstand und sorgt dafür, dass Werder mit einem 0:0 in die Kabine geht.

Die Szene zeigt zugleich Hoffenheims grösstes Problem: Trotz erheblicher Spielanteile erspielen sich die Gäste zu wenige zwingende Möglichkeiten.

Füllkrug setzt sich gegen zwei Gegenspieler durch

Nach der Pause erhöht Bremen den Druck.

In der 53. Minute prüft Füllkrug Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann mit einem wuchtigen Distanzschuss. Der Keeper lenkt den Ball mit den Fingerspitzen um den Pfosten.

Vier Minuten später ist Baumann geschlagen.

Nach einem langen Ball von Karl Hein setzt sich Füllkrug gegen zwei Hoffenheimer Gegenspieler durch. Der Stürmer dringt in eine aussichtsreiche Position vor und schiesst mit links unter die Latte.

Das 1:0 in der 57. Minute bringt die Gastgeber auf Siegeskurs.

Für Füllkrug ist es bereits der neunte Bundesliga-Treffer der Saison. Noch bemerkenswerter ist seine Serie von sieben aufeinanderfolgenden Meisterschaftsspielen mit mindestens einem Tor.

Damit erreicht der 33-Jährige die Bestmarke von Werder-Legende Rudi Völler aus der Saison 1982/83.

Avdullahu übernimmt Verantwortung im Mittelfeld

Leon Avdullahu steht bei Hoffenheim erneut in der Anfangsformation.

Der 22-Jährige spielt vor der Defensive und soll den Spielaufbau organisieren sowie die Räume vor der Abwehr absichern.

Gemeinsam mit Wouter Burger bildet er eine Mittelfeldachse mit besonderem Schweizer Bezug. Beide Spieler wurden beim FC Basel ausgebildet und wechselten später in die Bundesliga.

Beim 3:0-Heimsieg gegen Bayer Leverkusen hatte diese Zusammenarbeit noch zu einem überzeugenden Mannschaftsauftritt beigetragen.

In Bremen gelingt es der TSG dagegen nicht, ihre Spielkontrolle in Tore umzusetzen.

Avdullahu bleibt bis zur 87. Minute auf dem Platz. In der Schlussphase ersetzt ihn Cajetan Lenz.

Asllani verpasst den Ausgleich

Nach dem Führungstor versuchen die Hoffenheimer, stärker nach vorne zu spielen.

Trainer Ilzer bringt in der 60. Minute Tim Lemperle für Adam Hložek und verändert damit seine Offensive.

In der 71. Minute bietet sich Fisnik Asllani eine aussichtsreiche Gelegenheit. Nach einer Flanke von Lemperle kommt er am zweiten Pfosten zum Abschluss, trifft aber nur das Aussennetz.

Die Szene steht stellvertretend für den Nachmittag der Gäste: Hoffenheim arbeitet sich in gefährliche Positionen, findet jedoch nicht die notwendige Präzision.

Bremen bleibt defensiv konzentriert und lässt sich vom gegnerischen Ballbesitz nicht aus der Ordnung bringen.

Dinkçi entscheidet die Begegnung

In der 82. Minute fällt die endgültige Entscheidung.

Hoffenheim kann den Ball nach einem Bremer Angriff nicht konsequent klären. Marco Grüll übernimmt und bedient Eren Dinkçi.

Der eingewechselte Offensivspieler lässt Ozan Kabak mit einer Körpertäuschung aussteigen und schlenzt den Ball mit rechts ins lange Eck.

Das 2:0 löst grossen Jubel im Weserstadion aus.

Hoffenheim versucht nochmals zu reagieren, kann den Rückstand aber nicht mehr verkürzen.

Bremen bringt den Vorsprung über die Zeit. Füllkrug wird in der Nachspielzeit unter grossem Applaus ausgewechselt.

59 Prozent Ballbesitz reichen Hoffenheim nicht

Die Spielstatistik verdeutlicht das Problem der Gäste.

Hoffenheim kommt auf 59 Prozent Ballbesitz und 16 Torschüsse. Bremen erreicht bei 41 Prozent Ballbesitz insgesamt 18 Abschlüsse.

Auch die erwarteten Tore liegen nahe beieinander: 1,16 für Bremen und 1,13 für Hoffenheim.

Die Begegnung ist damit nach der Qualität der Torchancen deutlich ausgeglichener, als der Ballbesitz vermuten lässt.

Werder nutzt seine Möglichkeiten konsequenter und verteidigt den eigenen Strafraum entschlossen.

Für Hoffenheim wird vor allem die fehlende Durchschlagskraft gegen kompakte Gegner zu einem Thema.

Crystal Palace wartet bereits am Donnerstag

Nach der Niederlage in Bremen bleibt Hoffenheim bei neun Punkten aus acht Bundesliga-Spielen stehen.

Am Donnerstag, 5. November, tritt die Mannschaft von Christian Ilzer in der Europa League bei Crystal Palace an.

Drei Tage später folgt das Bundesliga-Heimspiel gegen Schalke 04.

Werder Bremen reist am Samstag, 7. November, zum VfB Stuttgart.

Die Norddeutschen haben nach acht Spieltagen erst einmal verloren und können ihre gute Ausgangslage weiter verbessern.

Für Hoffenheim und Leon Avdullahu geht es dagegen darum, aus dem hohen Ballbesitz wieder mehr klare Torchancen und Tore entstehen zu lassen.

AKTUELLER STAND
Bundesliga 2026/27 – Gesamttabelle
31. Oktober 2026 | Nach den Samstagsspielen, vor der Sonntagsrunde
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. Bayern München 8 +19 18
2. Borussia Dortmund 8 +8 18
3. SC Freiburg 8 +8 16
4. RB Leipzig 8 +11 15
5. Werder Bremen 8 +3 15
6. Bayer Leverkusen 8 +2 13
7. SV Elversberg 8 0 13
8. Mainz 05 8 0 10
9. FC Augsburg 8 +3 9
10. VfB Stuttgart 8 −1 9
11. TSG Hoffenheim 8 −2 9
12. SC Paderborn 8 −3 9
13. Hamburger SV 7 −10 9
14. 1. FC Köln 7 −3 8
15. Eintracht Frankfurt 7 −7 8
16. Schalke 04 8 −5 6
17. Union Berlin 7 −12 6
18. Borussia Mönchengladbach 8 −11 4

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert