Schweizer Curlerinnen nach Aufholjagd im EM-Final
von belmedia Redaktion Allgemein Curling Europa Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Die Schweizer Curlerinnen stehen im EM-Final. Das Team um Skip Alina Pätz bezwingt Schottland am Samstag, 31. Oktober 2026, in Ostrava nach einem 1:3-Rückstand mit 4:3. Zwei gestohlene Punkte in den letzten beiden Ends bringen die Wende und sichern mindestens Silber.
Pätz, Selina Witschonke, Stefanie Berset und Renée Frigo geraten nach einer frühen Führung unter Druck. Erst im sechsten End beginnt die Aufholjagd. Beim letzten Stein der Partie vergibt Schottlands Skip Fay Henderson die Gelegenheit, den entscheidenden Schweizer Stein aus dem Haus zu entfernen.
Damit bleibt die neu formierte Schweizer Equipe auch im sechsten Turnierspiel ungeschlagen. Im Final wartet am Sonntag um 10.00 Uhr Schweizer Zeit Schweden mit Skip Isabella Wranå. Die Schwedinnen erreichen das Goldduell ebenfalls ohne Niederlage.
Schottland nutzt die Schweizer Fehler
Die Partie beginnt mit einem Schweizer Punkt bei eigenem letzten Stein. Danach folgen zwei Nuller-Ends, ehe Schottland im vierten Durchgang mit einem Zweierhaus die Führung übernimmt. Ein zu lang gespielter Stein von Pätz ermöglicht den Schottinnen diesen Vorteil.
Im fünften End kommt es für die Schweizerinnen noch ungünstiger. Trotz des letzten Steins müssen sie einen weiteren Punkt abgeben. Beim Stand von 1:3 bleiben nur noch drei reguläre Ends, um die Begegnung zu drehen.
Zwei gestohlene Punkte entscheiden
Pätz findet im sechsten End die richtige Antwort und verkürzt auf 2:3. Anschliessend punktet die Schweiz zweimal ohne den Vorteil des letzten Steins. Solche Punkte werden im Curling als gestohlen bezeichnet.
Zunächst gelingt im siebten End der Ausgleich. Im achten Durchgang liegt vor Hendersons letztem Versuch erneut ein Schweizer Stein am nächsten zum Zentrum. Die Schottin muss ihn entfernen, scheitert jedoch mit ihrem Take-out. Der Schweizer Punkt zum 4:3 bedeutet den Finaleinzug.
Entscheidend ist damit nicht eine fehlerfreie Vorstellung, sondern die Reaktion auf die schwierige Mittelphase. Die Schweizerinnen gewinnen die letzten drei Ends jeweils mit einem Punkt und geben keinen mehr ab.
Eine makellose Bilanz bis in den Final
Nach dem ungeschlagenen Turnierstart gegen Tschechien und Deutschland setzte die Schweiz ihre Serie gegen Italien, Norwegen und Lettland fort. Das abschliessende 8:2 gegen die Lettinnen sicherte die perfekte Vorrundenbilanz von fünf Siegen.
Der knappe Halbfinalerfolg bringt nun eine Medaille für die auf diese Saison neu zusammengestellte Formation. Pätz verfügt bereits über grosse EM-Erfahrung: Vor Ostrava hatte sie neun Europameisterschaften bestritten und dabei zweimal Gold gewonnen.
Goldduell gegen Schweden am Sonntag
Schweden setzt sich im anderen Halbfinal mit 7:3 gegen Lettland durch. Auch Wranås Mannschaft hatte zuvor sämtliche fünf Gruppenspiele gewonnen. Im Final treffen damit die beiden Teams aufeinander, die in Ostrava bislang jede Partie für sich entschieden haben.
Das Endspiel beginnt am Sonntag, 1. November, um 10.00 Uhr in der RT Torax Arena. Gleichzeitig spielen Schottland und Lettland um Bronze. Gespielt wird bei dieser EM im neuen Format über acht Ends.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert