Servette hält Berlin kalt – Traumstart in die CHL

Genève-Servette startet mit einem Ausrufezeichen in die Champions Hockey League. Die Genfer bezwingen die Eisbären Berlin am Freitagabend in den Vernets deutlich mit 6:2. Nach einer frühen 2:0-Führung lässt sich der GSHC auch vom zwischenzeitlichen Berliner Ausgleich nicht aus der Ruhe bringen und entscheidet die Partie mit drei Toren im Schlussdrittel.

Für Genève-Servette war es das erste Pflichtspiel der Saison 2026/27 und zugleich die Premiere unter dem neuen Trainer Sam Hallam. Gegen den dreifachen deutschen Meister zeigten sich die Genfer vor 4’567 Zuschauerinnen und Zuschauern vor allem offensiv bereits erstaunlich effizient.

Traumstart mit zwei Toren in fünf Minuten

Servette erwischte einen perfekten Start. Bereits nach 2:54 Minuten brachte Vili Saarijärvi die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Nur 101 Sekunden später erhöhte Markus Granlund auf 2:0.

Berlin fing sich danach und kam noch vor der ersten Pause zurück. Gabriel Fontaine traf in der 19. Minute im Powerplay zum 2:1. Im Mitteldrittel gelang Ty Ronning nach 30:29 Minuten sogar der 2:2-Ausgleich.

Servette reagierte jedoch noch vor der zweiten Sirene. Gerade einmal zwölf Sekunden vor Drittelende brachte Sakari Manninen die Genfer erneut in Führung. Das 3:2 war rückblickend der Wendepunkt der Partie.

Servette zieht im Schlussdrittel davon

Im letzten Abschnitt liessen die Genfer nichts mehr anbrennen. Granlund erzielte in der 49. Minute seinen zweiten Treffer des Abends und stellte auf 4:2.

Chase Vesey erhöhte wenig später im Powerplay auf 5:2. Als Berlin in der Schlussphase Torhüter Jack LaFontaine für einen zusätzlichen Feldspieler vom Eis nahm, traf Captain Noah Rod ins leere Tor zum 6:2-Endstand.

Damit verteilten sich die sechs Genfer Tore auf fünf verschiedene Spieler. Granlund ragte mit zwei Treffern zusätzlich heraus.

Alle drei Schweizer Clubs starten mit Siegen

Der Erfolg komplettiert einen starken Auftakt der Schweizer Vertreter. Fribourg-Gottéron hatte bereits am Donnerstag auswärts bei den Graz99ers mit 4:2 gewonnen. Am Freitag setzte sich zudem der HC Davos zuhause gegen den norwegischen Meister Storhamar mit 3:2 nach Verlängerung durch.

Für die Schweizer Clubs geht es in der Champions Hockey League nicht nur um sportliches Prestige. Die Teilnahme ist auch mit erheblichen finanziellen Aufwendungen verbunden. Wie hoch die Belastung sein kann, zeigt der Blick auf die Kosten einer CHL-Kampagne für den HC Davos.

Am Sonntag wartet Storhamar

Viel Zeit zum Feiern bleibt Genève-Servette nicht. Bereits am Sonntag um 14.00 Uhr empfangen die Genfer in den Vernets Storhamar. Danach folgen zwei Auswärtsspiele: Am 10. September geht es zu Skellefteå AIK nach Schweden, am 12. September zum polnischen Vertreter GKS Tychy.

Servette kennt die europäische Bühne bestens. 2024 gewann der Club die Champions Hockey League und schrieb damit Schweizer Eishockeygeschichte. Beim Comeback im Wettbewerb hat der frühere Champion nun sofort wieder ein deutliches Zeichen gesetzt.

Das 6:2 gegen Berlin war dabei keineswegs ein ungefährdeter Start-Ziel-Sieg. Nach dem 2:2 bewiesen die Genfer jedoch die nötige Ruhe und entschieden die Partie mit vier unbeantworteten Toren eindrucksvoll für sich.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert.