Cottbus dreht 0:3 und rettet irres 4:4 in Wolfsburg

Energie Cottbus hat am Samstag in der 2. Bundesliga ein spektakuläres Comeback geschafft. Der Aufsteiger lag beim VfL Wolfsburg nach nur 34 Minuten bereits mit 0:3 zurück, kämpfte sich jedoch zurück und rettete in der Nachspielzeit noch ein 4:4. Dmytro Bogdanov erzielte in der 91. Minute den umjubelten Ausgleich.

Wolfsburg schien die Partie früh unter Kontrolle zu haben. Robert Glatzel traf bereits in der 4. Minute per Elfmeter, Vinícius Souza erhöhte nach 25 Minuten auf 2:0. Als Glatzel in der 34. Minute mit seinem zweiten Treffer das 3:0 erzielte, deutete alles auf einen klaren Heimsieg hin.

Cottbus gab sich jedoch nicht auf. Luca Erlein verkürzte noch vor der Pause und leitete damit eine zweite Halbzeit ein, die sich zu einem echten Fussball-Spektakel entwickelte.

Wolfsburg startet furios

Die Gastgeber erwischten einen perfekten Start. Bereits nach wenigen Minuten erhielt Wolfsburg einen Strafstoss, den Glatzel sicher verwandelte. Der frühe Treffer gab dem VfL zusätzliche Sicherheit.

Cottbus fand zunächst kaum Zugriff auf die Partie. Wolfsburg spielte zielstrebig nach vorne und erhöhte durch Vinícius Souza auf 2:0. Wenig später zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Wieder trat Glatzel an, wieder blieb der Angreifer ruhig – 3:0 nach gerade einmal 34 Minuten.

Die Partie schien zu diesem Zeitpunkt entschieden. Doch unmittelbar vor der Pause gelang Cottbus der erste wichtige Schritt zurück ins Spiel. Erlein traf in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs zum 1:3.

Cottbus kommt wie verwandelt aus der Kabine

Nach der Pause zeigte sich ein völlig anderes Bild. Energie erhöhte sofort den Druck und wurde bereits in der 49. Minute belohnt. King Manu verkürzte auf 2:3 und brachte die Hoffnung endgültig zurück.

Wolfsburg verlor zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Cottbus gewann mehr Zweikämpfe und drängte auf den Ausgleich. In der 67. Minute erhielten die Gäste einen Elfmeter. Tolcay Cigerci übernahm die Verantwortung und traf zum 3:3.

Auch aus Schweizer Sicht ist die 2. Bundesliga in dieser Saison interessant. Loris Giandomenico wechselte kurz vor Transferschluss von den Grasshoppers zu Greuther Fürth, wie der Bericht über die Schweizer Wechsel in den deutschen Profifussball zeigt.

Svanberg bringt Wolfsburg erneut in Führung

Der VfL reagierte auf den Ausgleich und schlug noch einmal zurück. Mattias Svanberg traf in der 79. Minute zum 4:3 und brachte die Gastgeber erneut auf Siegkurs.

Cottbus musste nun wieder alles riskieren. Die Aufgabe wurde in der Schlussphase zusätzlich spannend, als Wolfsburgs Mathys Angély in der 88. Minute Gelb-Rot sah. Die Gäste warfen in Überzahl alles nach vorne.

Bogdanov sorgt für den späten Wahnsinn

In der ersten Minute der Nachspielzeit fiel tatsächlich noch der Ausgleich. Dmytro Bogdanov nutzte die letzte Druckphase der Gäste und traf zum 4:4. Die Cottbuser Bank und der mitgereiste Anhang feierten den Treffer wie einen Sieg.

Für Wolfsburg ist das Remis dagegen besonders bitter. Nach einer komfortablen Drei-Tore-Führung und dem späteren 4:3 reichte es dennoch nicht zu drei Punkten.

Cottbus setzte dagegen ein starkes Zeichen. Der Aufsteiger bewies Moral, kam nach einem fast aussichtslosen Rückstand zurück und belohnte sich mit einem Punkt. Acht Tore, zwei Elfmeter, eine Gelb-Rote Karte und ein Ausgleich in der Nachspielzeit machten die Partie zu einem der spektakulärsten Spiele des bisherigen Zweitliga-Wochenendes.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert