Drei Tore in 67 Sekunden – Gottéron schlägt KAC 3:1

Fribourg-Gottéron setzt seinen perfekten Start in die Champions Hockey League fort. Der Schweizer Meister gewinnt auswärts beim KAC Klagenfurt mit 3:1. Die Entscheidung fällt auf spektakuläre Weise: Jonas Taibel trifft zweimal, Jacob De La Rose einmal – alle drei Freiburger Tore fallen innerhalb von nur 67 Sekunden während desselben Überzahlspiels.

Zwei Tage nach dem 4:2-Erfolg bei den Graz99ers gelingt Gottéron damit der zweite Auswärtssieg in Österreich. Nach zwei CHL-Partien steht die Mannschaft von Trainer Roger Rönnberg bei der maximalen Ausbeute von sechs Punkten.

Herburger bringt Klagenfurt in Führung

Die Freiburger mussten in der Heidi Horten-Arena zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Raphael Herburger brachte den KAC mit 1:0 in Führung.

Der österreichische Stürmer ist auch dem Schweizer Publikum bestens bekannt. Herburger spielte während seiner Karriere unter anderem für den EHC Biel und den HC Lugano.

Gottéron fand zunächst keinen Weg vorbei an der Klagenfurter Defensive. Der Schweizer Meister blieb jedoch geduldig und wartete auf seine Gelegenheit.

Vor der Partie war bei den Freiburgern vor allem die personelle Situation ein Thema gewesen. Beim CHL-Auftakt in Graz mussten Christoph Bertschy und Jamiro Reber angeschlagen vom Eis. Mehr dazu gibt es im Beitrag Gottéron bangt um Bertschy und Reber.

Sportlich liessen sich die Freiburger davon in Klagenfurt nicht aus dem Konzept bringen.

Eine Strafe – drei Freiburger Tore

Zu Beginn des Schlussdrittels bekam Gottéron die entscheidende Überzahlmöglichkeit.

Dabei spielte eine Besonderheit der Champions Hockey League eine zentrale Rolle. Nach der sogenannten «No-Relief»-Regel endet eine kleine Strafe nicht automatisch, wenn die Mannschaft in Überzahl ein Tor erzielt. Solange die Strafzeit läuft, kann das Powerplay deshalb auch nach einem Treffer fortgesetzt werden.

Gottéron nutzte diese Regel maximal aus.

Jonas Taibel erzielte den Ausgleich zum 1:1. Nur wenig später brachte Jacob De La Rose die Freiburger erstmals in Führung. Und noch bevor Klagenfurt wieder komplett war, schlug Taibel ein zweites Mal zu.

Innerhalb von lediglich 1:07 Minuten verwandelte Gottéron einen 0:1-Rückstand in eine 3:1-Führung.

Drei Tore während einer einzigen Überzahlsituation – eine aussergewöhnliche Sequenz, die das Spiel vollständig kippte.

Taibel wird zum Matchwinner

Besonders für Jonas Taibel war es ein starker Abend. Der Schweizer Stürmer erzielte zwei der drei Freiburger Treffer und war damit die entscheidende Figur der spektakulären Wende.

Klagenfurt versuchte anschliessend noch einmal zu reagieren, doch Gottéron brachte den Zwei-Tore-Vorsprung über die Zeit.

Nach dem 4:2 in Graz gewinnt der Schweizer Meister damit auch sein zweites CHL-Spiel. Sechs Punkte aus zwei Auswärtspartien bedeuten einen perfekten Start in die europäische Kampagne.

Bemerkenswert ist dabei auch die Art und Weise der beiden Erfolge. In Graz entschied Gottéron die Partie ebenfalls erst spät, diesmal reichten sogar 67 Sekunden, um einen Rückstand komplett zu drehen.

Für Rönnbergs Mannschaft ist der Saisonstart damit sportlich gelungen. Der amtierende Schweizer Meister zeigt bereits vor Beginn der National League, dass er auch international wieder zu den Mannschaften gehört, mit denen zu rechnen ist.

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert