Lausanne dreht 1:3-Rückstand und schlägt Biel 7:4

Der Lausanne HC gewinnt ein wildes National-League-Spiel gegen den EHC Biel-Bienne mit 7:4. Die Waadtländer lagen nach zwei schnellen Bieler Treffern zu Beginn des Mitteldrittels bereits 1:3 zurück, drehten die Partie aber noch vollständig. Nathan Vouardoux erzielte im Schlussdrittel in doppelter Überzahl den entscheidenden Treffer zum 5:4.

Jason Fuchs brachte Lausanne bereits nach 2:15 Minuten in Führung, doch Mark Sever glich noch im ersten Drittel aus. Nach der Pause schienen die Gäste das Spiel an sich zu reissen: Cédric Aeschbach traf nach 21:04 Minuten zum 1:2, nur 26 Sekunden später erhöhte Jonah Neuenschwander auf 1:3. Lausanne reagierte mit einem Timeout – und fand danach zurück in die Partie.

Ahti Oksanen verkürzte in der 28. Minute, Romain Loeffel stellte in der 35. Minute auf 3:3. Biel ging durch Victor Söderström im Powerplay nochmals 4:3 in Führung, doch nur 14 Sekunden später glich Oksanen mit seinem zweiten Treffer erneut aus. Von diesem Moment an kippte die Partie endgültig auf die Seite der Gastgeber.

Lausanne reagiert auf den Bieler Doppelschlag

Die Seeländer erwischten den perfekten Start ins Mitteldrittel. Aeschbach und Neuenschwander trafen innerhalb von weniger als einer halben Minute und brachten Biel scheinbar komfortabel mit 3:1 in Führung.

Lausanne-Trainer Geoff Ward reagierte sofort und nahm sein Timeout. Die Wirkung war deutlich sichtbar. Oksanen verkürzte nach 27:18 Minuten auf 2:3, ehe Loeffel sieben Minuten später zum Ausgleich traf.

Damit war aus Bieler Sicht ein Vorsprung verspielt, der kurz zuvor noch sehr stabil gewirkt hatte.

Oksanen antwortet innert 14 Sekunden

Im Schlussdrittel nahm das Spiel nochmals Fahrt auf. Victor Söderström nutzte in der 48. Minute eine Überzahlsituation und brachte Biel mit 4:3 erneut nach vorne.

Die Antwort Lausannes folgte jedoch praktisch sofort.

Nur 14 Sekunden später traf Oksanen zum 4:4. Antti Suomela und Nathan Vouardoux bereiteten den Treffer vor.

Dieser schnelle Ausgleich wurde zum Wendepunkt. Biel geriet danach immer stärker unter Druck.

Vouardoux trifft in doppelter Überzahl

Die entscheidende Phase begann mit zwei Bieler Strafen. Zunächst musste Lias Andersson wegen Beinstellens auf die Strafbank, kurz darauf kassierten die Seeländer zusätzlich eine Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis.

Lausanne erhielt damit eine doppelte Überzahl – und nutzte sie sofort.

Nathan Vouardoux traf nach 50:38 Minuten zum 5:4. Antti Suomela und Romain Loeffel lieferten die Assists. Der Treffer wurde offiziell als Game-Winner gewertet.

Biel fand danach nicht mehr zurück.

Suomela und Caggiula machen alles klar

In der Schlussphase erhöhte Suomela nach 57:50 Minuten auf 6:4. Harri Säteri verliess danach das Bieler Tor für einen zusätzlichen Feldspieler.

Auch dieses Risiko zahlte sich nicht aus. Drake Caggiula traf 21 Sekunden nach Säteris Herausnahme ins leere Tor und stellte auf 7:4.

Lausanne gewann am Ende auch das Schussverhältnis deutlich mit 37:23.

Bereits vor der Partie war klar, dass beide Teams nach schwankenden Leistungen mehr Stabilität suchten. In unserer Vorschau auf Lausanne gegen Biel war genau diese fehlende Konstanz das zentrale Thema.

Lausanne macht Boden gut

Mit dem Sieg verbessert sich Lausanne auf elf Punkte aus acht Spielen und liegt neu auf Rang acht.

Biel bleibt dagegen bei sieben Punkten aus sieben Partien und steht auf Rang 13.

Für beide Teams geht es bereits am Samstag weiter. Lausanne tritt bei den bislang makellosen ZSC Lions an, während Biel zuhause den HC Davos empfängt.

🏆 LAUSANNE – BIEL: DIE SCHLÜSSELMOMENTE

  • 21:04 und 21:30: Cédric Aeschbach und Jonah Neuenschwander bringen Biel innerhalb von 26 Sekunden mit 3:1 in Führung.
  • 47:50: Ahti Oksanen antwortet nur 14 Sekunden nach Söderströms 4:3 mit dem erneuten Ausgleich.
  • 50:38: Nathan Vouardoux trifft in doppelter Überzahl zum entscheidenden 5:4.
  • 37:23 Schüsse: Lausanne erspielt sich über die gesamte Partie deutlich mehr Abschlüsse.
📊NATIONAL LEAGUE 2026/27
Team Sp. S OTW SOW SOL OTL N Tore Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 7 7 0 0 0 0 0 31:16 +15 21
2. Genève-Servette HC 9 3 0 2 2 0 2 28:26 +2 15
3. Fribourg-Gottéron 8 3 1 1 1 0 2 26:20 +6 14
4. HC Davos 8 4 0 0 1 0 3 21:20 +1 13
5. SCL Tigers 8 3 0 1 0 1 3 28:27 +1 12
6. HC Ambri-Piotta 8 3 0 1 0 0 4 23:29 -6 11
7. HC Ajoie 8 1 2 1 1 1 2 23:23 0 11
8. Lausanne HC 8 3 0 1 0 0 4 26:29 -3 11
9. EV Zug 5 3 0 0 0 1 1 21:12 +9 10
10. Rapperswil-Jona Lakers 8 2 1 0 0 1 4 23:32 -9 9
11. HC Lugano 6 2 1 0 0 0 3 22:21 +1 8
12. SC Bern 6 2 0 0 1 1 2 18:19 -1 8
13. EHC Biel-Bienne 7 2 0 0 1 0 4 23:25 -2 7
14. EHC Kloten 8 1 1 0 0 1 5 16:30 -14 6

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert