Zug siegt in Kloten – Sorge um Bengtsson

Der EV Zug gewinnt am Sonntagnachmittag beim EHC Kloten mit 3:1 und sichert sich drei wichtige Punkte in der National League. Tobias Geisser bringt die Gäste im Mitteldrittel in Führung, Petteri Puhakka gleicht noch vor der zweiten Pause aus. Im Schlussabschnitt entscheiden Dominik Kubalik und Grégory Hofmann die Begegnung. Überschattet wird der Zuger Erfolg von einer Verletzung des schwedischen Verteidigers Lukas Bengtsson, der kurz vor Spielende mit der Bahre vom Eis gebracht werden muss.

Vor 5879 Zuschauern in der SWISS Arena entwickelt sich zunächst eine ausgeglichene Partie. Nach einem torlosen Startdrittel erzielt Geisser in der 36. Minute das 0:1. Kloten antwortet durch Puhakka bei 39:04 Minuten. Im letzten Drittel bringt Kubalik die Innerschweizer in der 52. Minute erneut in Führung. Hofmann trifft in der 59. Minute ins verlassene Klotener Tor und stellt den Endstand her.

Für Zug ist es ein wichtiger Erfolg in einer ungewöhnlichen Saisonphase. Wegen des Umbaus der eigenen Arena haben die Innerschweizer bislang ausschliesslich auswärts gespielt und deutlich weniger Begegnungen absolviert als die Konkurrenz. Mit dem Sieg verbessert sich der EVZ auf 13 Punkte aus sieben Spielen. Kloten bleibt nach der erneuten Heimniederlage mit neun Zählern Tabellenletzter.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Resultat: EHC Kloten – EV Zug 1:3 (0:0, 1:1, 0:2).
Zuger Tore: Tobias Geisser, Dominik Kubalik und Grégory Hofmann.
Klotener Treffer: Petteri Puhakka erzielt das zwischenzeitliche 1:1.
Verletzung: Lukas Bengtsson muss mit der Bahre abtransportiert werden.
Tabellenlage: Zug mit 13 Punkten, Kloten bleibt bei neun.
Was das bedeutet
Zug verbessert seine Ausgangslage trotz eines erheblichen Rückstands bei den absolvierten Spielen. Entscheidend für die kommenden Wochen könnte jedoch die Verletzung Bengtssons werden. Kloten verpasst es, den Auswärtssieg vom Freitag in Davos mit weiteren Punkten zu bestätigen.

Geisser bringt Zug in Führung

Die erste Spielhälfte verläuft weitgehend ausgeglichen. Beide Mannschaften finden Möglichkeiten vor, doch Klotens Torhüter Davide Fadani und sein Zuger Gegenüber Leonardo Genoni verhindern zunächst einen Treffer.

Erst in der 36. Minute fällt das erste Tor. Tobias Geisser bringt den EVZ nach einem Zuspiel von Elias Schneller mit 1:0 in Führung. Für den Zuger Verteidiger ist es der erste Saisontreffer.

Die Gastgeber reagieren noch vor der Pause. Petteri Puhakka gleicht 56 Sekunden vor Ende des Mitteldrittels aus. Arttu Ruotsalainen und Daniel Meyer bereiten das 1:1 vor.

Damit bleibt vor den letzten 20 Minuten alles offen.

Kubalik entscheidet die Partie

Im Schlussabschnitt gelingt Zug der entscheidende Treffer. In der 52. Minute nutzt Dominik Kubalik ein Zuspiel von Jan Kovar und Tobias Geisser zur erneuten Führung.

Auch für den tschechischen Stürmer ist es das erste Saisontor.

Kloten versucht in der Schlussphase mit einem zusätzlichen Feldspieler den Ausgleich zu erzwingen. Trainer Lauri Marjamäki nimmt Fadani zweimal vom Eis.

Die Massnahme bringt jedoch keinen Erfolg. Grégory Hofmann trifft in der 59. Minute ins leere Tor. Kovar und Nathan Petrovic erhalten die Assists.

Für die Zürcher Unterländer ist es ein enttäuschender Nachmittag. Nach dem überraschenden 4:1-Auswärtssieg gegen Davos am Freitag gelingt es ihnen nicht, den Aufwärtstrend fortzusetzen.

Bengtssons Verletzung überschattet den Erfolg

Kurz vor Spielende wird das sportliche Geschehen zur Nebensache. Lukas Bengtsson verletzt sich bei einem Zweikampf an der Bande und bleibt auf dem Eis liegen.

Der schwedische Verteidiger muss mit einer Bahre abtransportiert werden. Wie schwer seine Verletzung ist, steht unmittelbar nach der Begegnung noch nicht fest.

Für Zug wäre ein längerer Ausfall besonders schmerzhaft. Bengtsson zählt zu den wichtigen Verteidigern der Mannschaft und übernimmt sowohl defensiv als auch im Spielaufbau Verantwortung.

Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass der Klub eine Vertragsverlängerung mit Bengtsson anstrebt. Der Schwede besitzt noch einen Vertrag bis Frühjahr 2027.

Die medizinischen Abklärungen werden nun zeigen müssen, welche Folgen der Zwischenfall für den weiteren Saisonverlauf hat.

Zug punktet trotz ungewöhnlichem Saisonstart

Mit dem vierten Sieg im siebten Meisterschaftsspiel erhöht der EVZ sein Punktekonto auf 13 Zähler.

Die Innerschweizer haben wegen des Umbaus ihrer Heimspielstätte bislang sämtliche Begegnungen auswärts bestritten. Während die meisten Konkurrenten bereits zehn oder elf Partien absolviert haben, steht Zug erst bei sieben Einsätzen.

Das erklärt auch die besondere Tabellensituation. Die Punkteausbeute pro Spiel fällt deutlich besser aus, als es die Platzierung zunächst vermuten lässt.

Sportlich positiv ist zudem, dass Zug den knappen Vorsprung im Schlussdrittel erfolgreich verteidigt. Genoni bleibt nach dem Ausgleich ohne weiteren Gegentreffer.

Kloten sucht weiterhin Konstanz

Bei den Gastgebern fallen die zahlreichen verletzungsbedingten Ausfälle ins Gewicht. Unter anderem fehlen Raphael Prassl, Simon Meier, Noah Delémont und weitere Spieler.

Zwar gelang der Mannschaft am Freitag in Davos ein wichtiger Befreiungsschlag, doch gegen Zug reicht es erneut nicht zu Punkten.

Besonders zuhause bleibt die Offensive ein Problem. Trotz guter Phasen und des zwischenzeitlichen Ausgleichs erzielen die Klotener lediglich einen Treffer.

Am Freitag, 16. Oktober, empfängt der EHC Kloten den HC Ambri-Piotta. Zug bestreitet seine nächste Meisterschaftspartie am Samstag, 17. Oktober, auswärts beim HC Ajoie.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
Stand: 11. Oktober 2026, nach Kloten – Zug
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 10 +18 27
2. Genève-Servette 11 +4 21
3. SCL Tigers 11 +7 19
4. Fribourg-Gottéron 11 +9 18
5. HC Ajoie 11 −3 16
6. HC Lugano 10 +4 15
7. Lausanne HC 11 −4 15
8. HC Ambri-Piotta 10 −6 15
9. SC Bern 9 +1 14
10. EV Zug 7 +10 13
11. HC Davos 11 −4 13
12. SCRJ Lakers 11 −14 11
13. EHC Biel-Bienne 10 −5 10
14. EHC Kloten 11 −17 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert