Davos fordert die ungeschlagenen ZSC Lions – hält die Rekordserie?

Der HC Davos empfängt am Samstagabend, 17. Oktober 2026, um 19.45 Uhr die ZSC Lions in der Davoser VAT Arena. Die Zürcher reisen mit elf Siegen aus elf Meisterschaftsspielen und einer historischen Erfolgsserie ins Landwassertal. Der HCD will nach seinem 3:2-Auswärtssieg gegen Lugano nachlegen und als erste Mannschaft dieser Saison den Tabellenführer bezwingen.

Beide Teams waren bereits am Freitag im Einsatz. Davos drehte gegen Lugano einen 0:1-Rückstand und gewann dank Toren von Tino Kessler, Filip Zadina und Frédéric Allard mit 3:2. Die ZSC Lions besiegten die Rapperswil-Jona Lakers mit 6:3. Nach einem furiosen Startdrittel führten die Zürcher bereits mit 4:0.

Das Duell besitzt auch historische Bedeutung. Die Lions übertrafen mit zehn Startsiegen den bisherigen National-League-Rekord von neun Erfolgen, den Davos in der vergangenen Saison egalisiert hatte. Nun kann ausgerechnet der HCD diese neue Rekordserie beenden. Am Dienstag treffen die beiden Mannschaften bereits wieder aufeinander, dann in Zürich.

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Das Wichtigste auf einen Blick
Partie: HC Davos – ZSC Lions
Termin: Samstag, 17. Oktober, 19.45 Uhr
Spielort: VAT Arena, Davos
Letzte Resultate: Lugano – Davos 2:3; ZSC – Lakers 6:3
Rekord: Elf Zürcher Siege in elf Spielen
Was das bedeutet
Davos kann mit einem Heimsieg gegen den Leader ein wichtiges Zeichen setzen und den Anschluss an die Teams vor sich verbessern. Zürich will seinen Rekord auf zwölf Siege ausbauen. Besonders die kurze Erholungszeit nach den Freitagsspielen stellt beide Mannschaften vor eine Herausforderung.

Davos schöpft nach dem Lugano-Sieg Hoffnung

Der HC Davos hat sich am Freitagabend mit einem wichtigen Auswärtserfolg zurückgemeldet. Beim HC Lugano gewinnen die Bündner nach einem Rückstand mit 3:2.

Entscheidend ist das Mitteldrittel. Tino Kessler gleicht aus, Filip Zadina bringt Davos in Führung und Frédéric Allard erhöht auf 3:1.

Nach dem Anschlusstreffer durch Calvin Thürkauf muss der HCD nochmals zittern. Torhüter Sandro Aeschlimann hält den knappen Vorsprung mit wichtigen Paraden fest.

Der Erfolg beendet eine schwierige Phase mit Niederlagen gegen Kloten und Genève-Servette. Nun wartet allerdings eine deutlich grössere Herausforderung.

ZSC Lions marschieren von Sieg zu Sieg

Die Zürcher sind bislang das Mass aller Dinge in der National League.

Elf Spiele, elf Siege und 30 Punkte: Die Mannschaft hat einen aussergewöhnlichen Saisonstart hingelegt.

Besonders beeindruckend war der Auftritt beim 6:3-Erfolg gegen die Rapperswil-Jona Lakers.

Jesper Frödén, Simon Knak, Justin Sigrist und Malte Strömwall sorgten bereits im Startdrittel für eine 4:0-Führung.

Später erhöhten Derek Grant und Denis Malgin. Sechs verschiedene Torschützen demonstrierten die offensive Breite des Tabellenführers.

Für die Davoser Defensive wird es entscheidend sein, den Zürchern weniger Raum zu geben als zuletzt den Lakers.

Rekordduell mit besonderer Vorgeschichte

Der beste Saisonstart der National-League-Geschichte verleiht der Begegnung zusätzliche Brisanz.

Genève-Servette war 2012/13 mit neun Siegen gestartet. Davos erreichte diese Marke in der Saison 2025/26 ebenfalls.

Die ZSC Lions übertrafen den bisherigen Bestwert am 10. Oktober gegen Fribourg-Gottéron und verlängerten die Serie danach gegen Rapperswil-Jona.

Jetzt bekommen die Bündner die Gelegenheit, den neuen Rekordhalter unmittelbar herauszufordern.

Für Davos wäre das Ende der Zürcher Siegesserie mehr als ein gewöhnlicher Heimerfolg. Es wäre gleichzeitig ein sportliches Ausrufezeichen.

Zürcher Powerplay als wichtige Waffe

Ein entscheidender Faktor könnte das Spiel in Überzahl werden.

Gegen die Lakers erzielten die ZSC Lions drei Powerplay-Tore. Die Zürcher verwerteten ihre Möglichkeiten konsequent und stellten den Gegner damit vor grosse Probleme.

Mit Spielern wie Malgin, Frödén, Grant und Strömwall verfügt der Tabellenführer über mehrere torgefährliche Optionen.

Davos muss deshalb diszipliniert auftreten und unnötige Strafen vermeiden.

Gleichzeitig benötigt der HCD selbst eine hohe Effizienz. Die wenigen Möglichkeiten gegen die kompakte Zürcher Defensive müssen möglichst konsequent genutzt werden.

Kurze Erholungszeit für beide Mannschaften

Zwischen den beiden Meisterschaftseinsätzen liegen nur 24 Stunden.

Davos musste am Freitag in Lugano antreten, während die Zürcher ihr Heimspiel gegen die Lakers absolvierten.

Die Bündner haben nach der Rückreise ins Landwassertal eine vergleichsweise kurze Regenerationszeit. Auch die ZSC Lions müssen unmittelbar nach ihrem Heimsieg wieder reisen.

In dieser Situation könnten die Breite des Kaders und der Einsatz aller vier Sturmformationen entscheidend werden.

Besonders im Schlussdrittel dürfte sich zeigen, welche Mannschaft ihre Kräfte besser einteilen konnte.

Zwei direkte Duelle innerhalb von vier Tagen

Die Begegnung vom Samstag ist erst der Auftakt zu einer ungewöhnlichen Doppelbegegnung.

Bereits am Dienstag, 20. Oktober, um 19.45 Uhr treffen Davos und Zürich in der Swiss Life Arena erneut aufeinander.

Die beiden Spiele bieten deshalb Gelegenheit, die Kräfteverhältnisse zwischen den Mannschaften unmittelbar zu vergleichen.

Für Davos zählt zunächst der Heimauftritt. Der HCD möchte an den Sieg in Lugano anknüpfen und den Tabellenführer erstmals zu Fall bringen.

Zürich hingegen will seine perfekte Bilanz verteidigen und die Erfolgsgeschichte dieser Saison weiterschreiben.

AKTUELLER STAND
National League 2026/27 – Tabelle
17. Oktober 2026 | Vor den Samstagsspielen
Rang / Team Sp. Diff. Pkt.
1. ZSC Lions 11 +21 30
2. Genève-Servette 12 +6 24
3. HC Ajoie 13 −3 19
4. SCL Tigers 12 +5 19
5. Fribourg-Gottéron 11 +9 18
6. HC Ambri-Piotta 11 −1 18
7. Lausanne HC 13 −2 18
8. SC Bern 10 +2 17
9. HC Davos 12 −3 16
10. HC Lugano 11 +2 15
11. EV Zug 7 +10 13
12. SCRJ Lakers 12 −17 11
13. EHC Biel-Bienne 11 −7 10
14. EHC Kloten 12 −22 9

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert