Juventus in der Sackgasse – Spalletti ratlos, Klubführung unter Druck
von belmedia Redaktion Allgemein Europa Fussball Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Schweiz Serie A soccer.ch Spiele Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch sportnachrichten.ch Themen Ⳇ Verbreitung
Juventus steckt in einer sportlichen Krise, die sich mit einem Trainingslager allein nicht beheben lässt. Nach dem 0:2 beim FC Genua zieht sich die Mannschaft von Luciano Spalletti von Freitagabend bis zum Heimspiel gegen Napoli am Sonntag ins Trainingszentrum Continassa zurück. Auch die Klubführung muss ihre Strategie hinterfragen.
Geschäftsführer Giovanni Carnevali forderte am 29. Oktober mehr Verantwortung von den Spielern. Spalletti ordnete mit Zustimmung des Klubs das Trainingslager an. Juventus steht nach neun Serie-A-Runden mit 14 Punkten auf Platz acht und bereits elf Punkte hinter Inter und Lazio.
Die 0:2-Niederlage in Genua legt die Probleme schonungslos offen. Kingsley Ehizibue (12.) und Tommaso Baldanzi (28.) trafen für die Gastgeber, bei denen der Schweizer Franz-Ethan Meichtry eingewechselt wurde. Auch die Klubführung steht in der Kritik.
Ein Trainingslager ist noch keine Lösung
Das Trainingslager soll der Mannschaft die vermisste Geschlossenheit zurückgeben. Doch Verantwortung lässt sich nicht durch Abschottung herstellen. Juventus hat in neun Spielen nur elf Tore erzielt. Das ist für einen Klub mit Champions-League-Ambitionen eine schwache Ausbeute.
Spalletti findet keine überzeugenden Antworten
Der Trainer entschuldigte sich nach der Niederlage bei den Fans. Er sagte, seine Mannschaft habe in den Zweikämpfen kaum mithalten können und nicht die richtige Balance gefunden, um Genuas Angriffe zu unterbinden. Er müsse die Ursachen erst genauer verstehen.
Doch wiederkehrende Mängel bei Intensität und Spielordnung sind auch seine Verantwortung. Sein Hinweis auf fehlende passende Alternativen im Kader verschärft die Frage, ob Trainer und Mannschaft derzeit zusammenpassen.
Die Schwächen liegen auch im Kader
Gegen Genua sah Juventus schon nach 28 Minuten zwei Tore zurück. Der zweite Treffer entstand aus einem Ballverlust im Umschaltspiel. Spalletti wechselte zur Pause Nick Woltemade und Edon Zhegrova ein; mehr als eine späte Freistosschance von Teun Koopmeiners an die Latte brachte die Offensive nicht zustande.
Einzelne bekannte Namen ergeben noch keine funktionierende Mannschaft. Das Mittelfeld schafft zu selten Kontrolle, und den Angriffen fehlt Durchschlagskraft. Die Kaderplanung steht ebenso in der Kritik wie das Coaching.
Auch die Klubführung trägt Verantwortung
Carnevali hat die Spieler zur Rede gestellt und ihre Leistung als ungenügend bewertet. Die wechselnden sportlichen Konzepte lassen sich jedoch nicht allein den Spielern anlasten. Wer immer wieder neue Trainer und Spieler verpflichtet, muss erklären können, welches Spielmodell Juventus eigentlich verfolgen soll.
Medien diskutieren bereits Traineralternativen, während Teile der Fans wieder mehr Stabilität fordern.
Gegen Napoli zählt mehr als das Resultat
Am Sonntag trifft Juventus auf einen Gegner, der ebenfalls 14 Punkte besitzt. Ein Sieg würde die Lage beruhigen, aber nur eine erkennbare Spielidee und geschlossenes Auftreten könnten neues Vertrauen schaffen.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert