Milan und Inter präsentieren neues Stadion – Generali Stadium soll 2031 eröffnen

AC Milan und Inter Mailand haben am Donnerstag, 29. Oktober 2026, ihr neues gemeinsames Stadionprojekt präsentiert. Die künftige Arena trägt den Namen Generali Stadium, bietet Platz für rund 71’500 Zuschauer und soll 2031 eröffnet werden. Insgesamt planen die beiden italienischen Spitzenklubs Investitionen von etwa 2,3 Milliarden Euro. Das legendäre San Siro wird nach dem Umzug grösstenteils abgebrochen.

Im Mailänder Castello Sforzesco stellten die Vereine gemeinsam mit den Architekturbüros Foster + Partners und MANICA das neue Stadionkonzept vor. Die Arena entsteht unmittelbar neben dem heutigen Giuseppe-Meazza-Stadion. Vorgesehen sind zwei kompakte Tribünenringe, steile Fankurven, moderne Hospitality-Bereiche und eine auffällige Aussenfassade, deren Beleuchtung sich den Vereinsfarben anpassen kann.

Die Präsentation erfolgt nur zwei Tage vor dem Mailänder Derby zwischen Milan und Inter. Für die Schweizer Nationalspieler Manuel Akanji und Ardon Jashari könnte die neue Arena in einigen Jahren zur sportlichen Heimat werden. Bis dahin sollen beide Vereine weiterhin im traditionsreichen San Siro spielen.

SPORTAKTUELL.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Neues Stadion: Generali Stadium für AC Milan und Inter Mailand.
Kapazität: Rund 71’500 Plätze, davon über 13’000 Premiumplätze.
Investition: Etwa 2,3 Milliarden Euro für das Gesamtprojekt.
Architektur: Foster + Partners und MANICA.
Zeitplan: Baubeginn 2027, Eröffnung für 2031 geplant.
Was das bedeutet
Milan und Inter wollen mit dem Neubau ihre Stadionerlöse deutlich steigern und wirtschaftlich zu Europas Spitzenklubs aufschliessen. Gleichzeitig steht der grösste Teil des historischen Giuseppe-Meazza-Stadions vor dem Abriss. Für die Fussball-EM 2032 soll die neue Arena bereitstehen.

Das neue San Siro erhält einen Namen

Eine der wichtigsten Neuigkeiten der Präsentation betrifft die Bezeichnung des Stadions. Die beiden Vereine haben sich mit der italienischen Versicherungsgruppe Generali über die Namensrechte verständigt.

Das neue Generali Stadium soll mit einer markanten, diagonal gestalteten Fassade entstehen. Das Gebäude wird auf einer erhöhten Plattform errichtet, unter der sich unter anderem Parkplätze und technische Einrichtungen befinden.

Die Aussenbeleuchtung soll zwischen Rot-Schwarz und Blau-Schwarz wechseln können, abhängig davon, welcher Mailänder Klub seine Heimspiele austrägt.

71’500 Plätze und steile Fankurven

Im Gegensatz zum bisherigen San Siro mit drei Tribünenringen sieht das neue Konzept zwei grosse Zuschauerringe vor.

Die Arena wird kompakter gestaltet. Steile Tribünen sollen die Fans näher an das Spielfeld bringen und die besondere Atmosphäre des bisherigen Stadions bewahren.

Für die Fankurven ist eine Neigung von ungefähr 37 Grad vorgesehen. Auch die Akustik und die Sichtverhältnisse sollen erheblich verbessert werden.

Mehr als 13’000 Plätze sind für Premiumkunden, Hospitality und Unternehmen vorgesehen. Restaurants, Geschäfte und weitere Aufenthaltsbereiche ergänzen das Konzept.

Ein Milliardenprojekt mit wirtschaftlichen Zielen

Die Gesamtkosten werden auf rund 2,3 Milliarden Euro beziffert. Davon entfallen ungefähr 708 Millionen Euro unmittelbar auf den Stadionbau.

Hinzu kommen Erschliessung, Infrastruktur, Finanzierungsaufwendungen, weitere Gebäude und der Rückbau des bisherigen Stadions.

Milan und Inter wollen durch Hospitality, Veranstaltungen, Namensrechte und die ganzjährige Nutzung erheblich höhere Einnahmen erzielen.

Die Arena soll deshalb nicht nur an Spieltagen geöffnet sein, sondern als Veranstaltungs- und Geschäftsstandort funktionieren.

Das historische San Siro verschwindet grösstenteils

Besonders emotional ist die Zukunft des Giuseppe-Meazza-Stadions.

Das 1926 eröffnete Bauwerk gehört zu den bekanntesten Fussballstadien der Welt. Hier fanden Champions-League-Finals, Weltmeisterschaftsspiele und zahlreiche historische Mailänder Derbys statt.

Nach der Eröffnung des Neubaus soll das bisherige Stadion schrittweise zurückgebaut werden. Nach den bisherigen Planungen bleibt lediglich ein Teil der historischen Konstruktion erhalten.

Auf dem Gelände sind Grünflächen und weitere öffentlich zugängliche Bereiche vorgesehen.

Gegen das Vorhaben gibt es Widerstand. Anhänger von Inter protestierten am Donnerstag gegen den geplanten Teilabbruch. Auch Fragen zu Verkehr, Umweltbelastung und Denkmalschutz begleiten das Projekt.

Eröffnung rechtzeitig zur EM 2032?

Die Vereine streben einen Baubeginn in der zweiten Jahreshälfte 2027 an. Zuvor müssen die erforderlichen Genehmigungsverfahren abgeschlossen werden.

Der Spielbetrieb soll 2031 in die neue Arena wechseln. Damit könnte Mailand bei der Europameisterschaft 2032 wieder zu den wichtigsten Austragungsorten gehören.

Bis dahin wartet auf beide Vereine ein anspruchsvolles Bau- und Finanzierungsprojekt. Die Stadionpräsentation ist ein bedeutender Schritt, die tatsächliche Umsetzung bleibt jedoch von Genehmigungen und dem weiteren Projektverlauf abhängig.

AKTUELLER STAND
Generali Stadium – das neue Mailänder Stadion
Projektvorstellung vom 29. Oktober 2026

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Projektmerkmal Angaben
Stadionname Generali Stadium
Heimvereine Inter Mailand / AC Milan
Standort San Siro, Mailand
Kapazität 71’500 Plätze
Premiumplätze Mehr als 13’000
Tribünenringe 2
Fankurven Bis etwa 37 Grad Neigung geplant
Architekten Foster + Partners / MANICA
Gesamtprojekt Ca. 2,3 Milliarden Euro
Stadionbau Ca. 708 Millionen Euro
Baubeginn 2. Halbjahr 2027 geplant
Eröffnung 2031 angestrebt
Grossereignis Fussball-EM 2032 vorgesehen
Altes San Siro Teilweiser Erhalt, überwiegender Rückbau
Gesamtareal Rund 281’000 m²

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert