Lehečka dreht Halbfinal gegen Struff – Final gegen Vacherot

Jiří Lehečka steht im Final der Swiss Indoors Basel. Der 24-jährige Tscheche bezwingt am Samstag, 31. Oktober 2026, den Deutschen Jan-Lennard Struff nach einem Satzrückstand mit 3:6, 7:5, 6:4. Nach zwei Stunden und einer Minute verwandelt Lehečka seinen Matchball und sichert sich das Endspiel gegen Valentin Vacherot. Der Final beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr.

Lehečka muss gegen den starken Aufschläger Struff zunächst einen Rückschlag hinnehmen. Der Deutsche gewinnt den ersten Satz und bleibt auch danach gefährlich. Doch die Weltnummer 21 steigert sich, entscheidet den umkämpften zweiten Durchgang mit 7:5 für sich und setzt sich im dritten Satz mit 6:4 durch.

Für das Schweizer Publikum ist Lehečkas Finaleinzug besonders bemerkenswert. Auf seinem Weg ins Endspiel hat der Tscheche bereits Stan Wawrinka und Jérôme Kym ausgeschaltet. Nun trifft er auf den Monegassen Vacherot, der zuvor Taylor Fritz mit 7:6, 6:3 bezwungen hat.

TENNIS.CH INFORMIERT
Das Wichtigste auf einen Blick
Halbfinal: Jiří Lehečka – Jan-Lennard Struff 3:6, 7:5, 6:4.
Spieldauer: 2 Stunden und 1 Minute.
Schweizer Gegner: Lehečka besiegte Stan Wawrinka und Jérôme Kym.
Zweiter Finalist: Valentin Vacherot nach einem Zweisatzsieg gegen Taylor Fritz.
Final: Sonntag, 1. November, 15.30 Uhr, St. Jakobshalle Basel.
Was das bedeutet
Mit Lehečka und Vacherot stehen zwei Spieler im Endspiel, die bei den Swiss Indoors noch nie den Titel gewonnen haben. Für den Tschechen bietet sich nach vier anspruchsvollen Turnierpartien die Gelegenheit zum ersten Basler Triumph.

Struff erwischt den besseren Start

Im zweiten Einzel-Halbfinal der Swiss Indoors muss Lehečka zunächst einem Rückstand hinterherlaufen. Jan-Lennard Struff setzt den Tschechen mit seinem druckvollen Spiel unter Druck und gewinnt den ersten Satz mit 6:3.

Der Deutsche hatte bereits in den vorherigen Runden seine starke Form unter Beweis gestellt. Besonders sein Dreisatzerfolg gegen Novak Djokovic gehörte zu den bemerkenswertesten Ergebnissen der Basler Turnierwoche.

Gegen Lehečka eröffnet sich Struff nun die Chance auf einen weiteren Finaleinzug. Doch der Tscheche bleibt ruhig und findet zunehmend bessere Antworten auf die Aufschläge seines Gegners.

Lehečka erzwingt den Entscheidungssatz

Im zweiten Durchgang entwickelt sich eine ausgeglichene Begegnung. Beide Spieler versuchen, ihre Aufschlagspiele durchzubringen und den Gegner bei dessen Service unter Druck zu setzen.

Beim Stand von 5:5 ist die Partie weiterhin offen. Lehečka entscheidet jedoch die entscheidende Phase für sich und gewinnt den Satz mit 7:5.

Damit ist der anfängliche Rückstand ausgeglichen. Struff muss nach seinem starken Beginn nochmals über die volle Distanz gehen.

Im dritten Satz setzt sich die Weltnummer 21 schliesslich mit 6:4 durch. Nach insgesamt 121 Minuten ist die Aufholjagd vollendet.



Zwei Schweizer auf dem Weg ausgeschaltet

Lehečka hat sich seinen Finalplatz in Basel gegen namhafte Gegner erarbeitet.

Zum Auftakt trifft er auf Stan Wawrinka. Der dreifache Grand-Slam-Sieger hält lange mit, muss sich dem Tschechen jedoch mit 5:7, 6:7 geschlagen geben.

Für Wawrinka bedeutet die Niederlage zugleich das Ende seiner Profikarriere. Entsprechend emotional fällt der Abschied des 41-jährigen Schweizers in der St. Jakobshalle aus.

Anschliessend bezwingt Lehečka den Deutschen Daniel Altmaier mit 7:5, 6:4 und zieht in den Viertelfinal ein.

Dort wartet mit Jérôme Kym die nächste Schweizer Herausforderung. Der Aargauer hatte zuvor sensationell die Weltnummer vier Ben Shelton ausgeschaltet.

Doch Lehečka beendet den bemerkenswerten Basler Erfolgslauf von Jérôme Kym mit einem überzeugenden 6:4, 6:2.

Damit erreicht er ohne Satzverlust den Halbfinal. Erst Struff zwingt ihn erstmals in diesem Turnier zu einer Partie über drei Sätze.

Vacherot setzt ebenfalls seinen Erfolgslauf fort

Im Final trifft Lehečka auf Valentin Vacherot. Der Monegasse gewann am Samstagnachmittag gegen den an Nummer sechs gesetzten Amerikaner Taylor Fritz mit 7:6, 6:3.

Besonders im ersten Satz bewies Vacherot Nervenstärke. Im Tiebreak lag er mit 3:5 zurück, ehe er vier Punkte hintereinander gewann.

Für den 27-Jährigen ist Basel der erste ATP-Final seit seinem überraschenden Masters-1000-Triumph in Schanghai 2025.

Beide Finalisten haben sich damit gegen anspruchsvolle Konkurrenz durchgesetzt. Während Lehečka gegen zwei Schweizer und zuletzt Struff gewann, besiegte Vacherot unter anderem Holger Rune und Taylor Fritz.

Neuer Turniersieger steht fest

Am Sonntag wird in Basel ein neuer Sieger gekürt. Weder Lehečka noch Vacherot hat die Swiss Indoors bislang gewonnen.

Für den Tschechen spricht seine bislang überzeugende Turnierwoche. Er konnte unterschiedliche Gegner bezwingen und zeigte gegen Struff, dass ihn auch ein verlorener Auftaktsatz nicht aus dem Konzept bringt.

Vacherot wiederum reist mit dem Selbstvertrauen seines jüngsten Halbfinalsieges und seines Masters-Titels nach Basel.

Das Endspiel beginnt am Sonntag um 15.30 Uhr. Für die Schweizer Tennisfans endet damit eine Turnierwoche, die sowohl durch den emotionalen Abschied von Stan Wawrinka als auch durch die starken Leistungen von Jérôme Kym in Erinnerung bleiben wird.

AKTUELLER STAND
Swiss Indoors Basel 2026 – Lehečkas Finalweg
31. Oktober 2026 | ATP 500 | St. Jakobshalle
Runde Gegner Resultat
1. Runde Stan Wawrinka 7:5, 7:6 (7:2)
Achtelfinal Daniel Altmaier 7:5, 6:4
Viertelfinal Jérôme Kym 6:4, 6:2
Halbfinal Jan-Lennard Struff 3:6, 7:5, 6:4
Final Valentin Vacherot 01.11., 15.30 Uhr

 

Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert