(Kanton Freiburg FR). In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November rückte die Polizei an verschiedenen Orten im Kanton zu mehreren Zwischenfällen aus, an denen Gruppen von Jugendlichen beteiligt waren.
In Freiburg musste die Feuerwehr eingreifen, da Müllcontainer in Flammen standen. Zudem wurden zwei Busse der TPF beschädigt. Mehrere Autofahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge.
Polizei.news | Schweiz | Täglich aktuell
Das Wichtigste auf einen Blick
- Zeitraum: Halloween-Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November 2026.
- Zwischenfälle: Eier-, Knallkörper- und Steinwürfe durch Jugendgruppen gemeldet.
- Busse: Zwei TPF-Fahrzeuge beschädigt und zur Reparatur aus dem Verkehr gezogen.
- Brände: Brennende Müllcontainer in den Stadtteilen Beaumont und Schoenberg.
- Schwerer Unfall: 15-Jähriger stürzt in Plaffeien mit seinem Moped und wird in kritischem Zustand mit der Rega transportiert.
- Bulle: Autofahrer prallt vor dem Bahnhof gegen einen Baum; Fahrzeug beschlagnahmt.
- Pringy: 30-jähriger alkoholisierter Lenker landet mit seinem Auto in der Albeuve.
- Autobahn A12: 57-jähriger Autofahrer prallt bei der Ausfahrt Bulle gegen bauliche Einrichtungen.
- Lachgas am Steuer: 23-jähriger Autofahrer beim Inhalieren aus einem Ballon beobachtet.
- Polizeiliche Folgen: Mehrere Führerscheine eingezogen; Ermittlungen und Anzeigen angekündigt.
Halloween: Eierwürfe, Knallkörper und beschädigte Busse
In der Halloween-Nacht gingen bei der Polizei zahlreiche Anrufe ein, wonach Gruppen von Jugendlichen an verschiedenen Orten im Kanton Knallkörper und Eier warfen. Es wurden auch Steinwürfe gemeldet, und in Avry-sur-Matran wurde ein TPF-Bus beschädigt. Ein weiterer wurde in Freiburg beschädigt. Beide Fahrzeuge wurden zur Reparatur aus dem Verkehr gezogen.
In Freiburg mussten die Feuerwehrleute in den Stadtteilen Beaumont und Schoenberg wegen brennender Müllcontainer ausrücken.
Bislang kam es zu keinen Festnahmen. Die Polizei wird in den nächsten Tagen Anzeigen aufnehmen, und es werden Ermittlungen folgen. Identifizierte Täter werden den zuständigen Behörden angezeigt.
Mehrere Verkehrsunfälle – 15-Jähriger in kritischem Zustand
Zahlreiche Verkehrsunfälle trübten den Abend.
- Um 21:30 Uhr verlor in Bulle ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte am Chemin des Crêts vor dem Bahnhof gegen einen Baum. Glücklicherweise gab es zu dieser stark frequentierten Zeit keine Verletzten. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde sein Fahrzeug beschlagnahmt und sein Führerschein eingezogen.
- Um 01:00 Uhr stürzte in Plaffeien ein 15-Jähriger schwer von seinem Moped und musste in kritischem Zustand von der REGA per Hubschrauber transportiert werden.
- Um 01:30 Uhr landete in Pringy ein 30-jähriger Autofahrer in der Albeuve. Er blieb unverletzt, war jedoch alkoholisiert, weshalb ihm der Führerschein entzogen wurde.
- Um 02:00 Uhr prallte auf der Autobahn A12 ein 57-jähriger Autofahrer gegen die physische Nase der Autobahnausfahrt Bulle und kam weiter vorne gegen die Verkehrszeichen zum Stehen. Er blieb ebenfalls unverletzt, roch jedoch stark nach Alkohol, weshalb ihm der Führerschein sofort entzogen wurde.
Autofahrer inhaliert Lachgas während der Fahrt
Um 22:30 Uhr stellten Beamte einer Streife, die auf der A12 in Richtung Bulle unterwegs war, fest, dass der Fahrer eines PKWs, ein 23-jähriger Mann portugiesischer Herkunft, aus einem Ballon Lachgas inhalierte. Er wurde kurz darauf festgenommen, gab die Tat zu und sein Führerschein wurde ihm sofort entzogen. Er wird bei den zuständigen Straf- und Verwaltungsbehörden angezeigt.
Quelle: Kantonspolizei Freiburg
Bildquelle: Kantonspolizei Freiburg
Polizei.news informiert | Sicherheit im Strassenverkehr
Lachgas, Alkohol und nächtliche Fahrten: Drei Gefahren, die Autofahrer kennen sollten
Die Verkehrsunfälle und Polizeikontrollen der Halloween-Nacht zeigen, wie unterschiedlich die Risiken im Strassenverkehr sein können. Besonders kritisch sind Substanzen, welche die Wahrnehmung und das Reaktionsvermögen beeinträchtigen. Aber auch ohne solche Einflüsse verlangt eine nächtliche Fahrt erhöhte Aufmerksamkeit.
1. Lachgas während der Fahrt: Ein erhebliches Sicherheitsrisiko
Lachgas kann kurzfristig Schwindel, Benommenheit und eine veränderte Wahrnehmung auslösen. Solche Wirkungen sind mit dem sicheren Lenken eines Motorfahrzeugs nicht vereinbar.
Besonders gefährlich ist die Inhalation unmittelbar am Steuer: Währenddessen wird die Aufmerksamkeit von der Fahrbahn abgelenkt. Zusätzlich können plötzlich auftretende Beeinträchtigungen dazu führen, dass ein Lenker nicht mehr angemessen auf eine Gefahr reagiert. Wer sich benommen fühlt oder eine bewusstseinsverändernde Substanz konsumiert hat, darf kein Fahrzeug lenken.
2. Alkohol am Steuer: Die Wirkung wird häufig unterschätzt
Alkohol kann bereits in vergleichsweise kleinen Mengen Aufmerksamkeit, Koordination und Urteilsvermögen beeinflussen. Mit zunehmender Alkoholisierung steigt das Risiko von Fehlentscheidungen und verzögerten Reaktionen.
In der Schweiz gilt für die meisten Motorfahrzeuglenkenden eine Grenze von 0,5 Promille. Für bestimmte Gruppen, beispielsweise Neulenkende, gelten strengere Vorschriften. Unabhängig von gesetzlichen Grenzwerten ist es am sichersten, nach Alkoholkonsum auf das Fahren zu verzichten.
3. Nachts besonders aufmerksam fahren
Bei Dunkelheit lassen sich Hindernisse, unbeleuchtete Fahrzeuge oder Personen am Strassenrand oft später erkennen als am Tag. Die gefahrene Geschwindigkeit muss deshalb zur tatsächlich überblickbaren Strecke passen.
Achten Sie auf ausreichenden Abstand, angepasste Geschwindigkeit und freie Sicht. Wer müde oder gesundheitlich beeinträchtigt ist, sollte die Fahrt unterbrechen beziehungsweise gar nicht erst antreten. Für Töffli- und Töfffahrer ist zusätzlich eine gut sichtbare Ausrüstung wichtig.
Gut zu wissen: Eine polizeiliche Feststellung von Alkoholgeruch oder auffälligem Fahrverhalten allein ist noch keine veröffentlichte Angabe über einen konkreten Promillewert. Die rechtliche Beurteilung hängt von den weiteren Abklärungen ab.
Praktischer Tipp: Legen Sie vor einem Ausgang fest, wie Sie sicher nach Hause kommen. Ein Taxi, öffentliche Verkehrsmittel oder eine nüchterne Fahrperson sind die bessere Wahl, wenn Alkohol oder andere beeinträchtigende Substanzen im Spiel sind.
Weitere Informationen: Berichte über Verkehrsunfälle und Sicherheitsfragen finden Sie bei Verkehrsmeldungen Schweiz.
Quelle Infobox: Polizei.news-Redaktion