Racine Tower: Eine architektonische Metamorphose in Paris

Im November 2024 vollendete das Architekturbüro Maud Caubet Architectes das Racine-Projekt im 12. Arrondissement von Paris für Alderan (SCI EWOK), den Projektträger. Das Vorhaben umfasste die umfassende Renovierung des ehemaligen Hauptsitzes des französischen Forstamtes (Office National des Forêts, ONF), einem 35 Meter hohen Turm aus dem Jahr 1970.

Die Erweiterungen und die neue Krone des Gebäudes stehen für eine spektakuläre Verwandlung. Gesamtnutzfläche: 6.081 m². Projektkosten: 24 Millionen Euro.



Ein Wahrzeichen im 12. Arrondissement

Inmitten des 12. Arrondissements von Paris, nahe dem Campus der Sorbonne Nouvelle, befindet sich das Racine-Projekt in einer überwiegend von Wohngebäuden geprägten Umgebung. Ziel des Projekts war die Umgestaltung des brutalistischen Hochhauses, das ursprünglich von den Architekten Deschler, Thieulin und de Vigan entworfen wurde, in neue Büroräume für den Local Business Skills Operator (OPCO EP), eine halböffentliche Organisation für berufliche Bildung.





Eine spektakuläre Metamorphose

Der Turm, zentral auf dem Gelände gelegen, spiegelt die Zeit wider, in der Stadtplanung stark auf Hochhaus- und Plattenbau setzte. Die Wiederherstellung fruchtbaren Bodens wurde zu einer zentralen Herausforderung des Projekts. In diesem Kontext wurde der ursprünglich geplante Stufengarten in terrassierte Ebenen umgewandelt. Die geschwungenen Linien der Erweiterungen steigen vom Untergeschoss bis ins erste Stockwerk auf und folgen einer naturnahen Logik. Ein 175 m² grosser, produktiver Dachgarten sorgt dafür, dass trotz der baulichen Verdichtung eine Renaturierung des gesamten Geländes möglich wurde.

Die zeitgenössische Erweiterung, die sich um das Gebäude schmiegt und die majestätischen Bäume des Gartens einbindet, greift die geschwungenen Formen der ursprünglichen Architektur auf und bewahrt die markante Silhouette des Gebäudes. Diese architektonische Entscheidung machte es möglich, zwei der fünf Untergeschosse, die zuvor als Parkebenen genutzt wurden, in lichtdurchflutete, hochwertige Wohn- und Arbeitsräume zu verwandeln.

Ein weiteres Highlight des Projekts ist ein grosser, geschwungener Innenhof mit 12 Metern Tiefe, der die neuen Räume mit dem terrassierten Garten verbindet. Darüber hinaus wurde die ehemalige Zufahrtsrampe zur Tiefgarage in ein aussergewöhnliches Areal mit direktem Zugang zum neuen Patio umgestaltet.



 

Quelle: FE Consulting
Bildquellen: Bild 1: => Laurent Kronental; Bild 2: => Felix Roudier; Bild 3 – Bild 4: => Fabrice Fouillet; Bild 5: => Laurent Kronental; Bild 6: => Felix Roudier