Anleger vertrauen Unternehmen mit elitär ausgebildeten CEOs offenbar stärker
von belmedia Redaktion Allgemein Bildung Bildung & Arbeit Business business24.ch businessaktuell.ch Experten Finanzen Forschung Magazine Management nachrichtenticker.ch News Strategie Themen Unternehmen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Von CEOs mit Privatschulbildung geleitete Unternehmen haben geringere Kursschwankungen an der Börse – obwohl es im Vergleich zu ähnlich gut ausgebildeten Managern ohne diesen elitären Hintergrund keine bedeutenden Unterschiede bei Leistung, Entscheidungsfindung oder Krisenmanagement gibt. Das zeigt eine neue Studie von Forschern der University of Surrey.
Laut der in „European Financial Management“ veröffentlichten Studie scheint der Effekt bei vielen Investoren alleinig auf der Wahrnehmung zu beruhen: Investoren interpretieren laut den Experten um Yifei Bi von der University of Surrey elitäre Herkunft offenbar als Signal für Kompetenz und Stabilität.
Die Experten haben jahrzehntelange Daten von US-Unternehmen analysiert und nutzten den Besuch einer Privatschule als Indikator für den sozioökonomischen Hintergrund eines CEOs. Sie verglichen Aktienvolatilität, Unternehmensleistung und Unternehmensentscheidungen zwischen Firmen mit privat und öffentlich ausgebildeten Führungskräften.
Suche nach Sicherheit
Der Studie nach weisen Unternehmen mit privat ausgebildeten CEOs im Schnitt etwa fünf Prozent geringere Aktienvolatilität auf. Es gab den Experten nach jedoch keine Hinweise darauf, dass diese CEOs weniger Risiken eingingen, bessere Ergebnisse erzielten oder Krisen effektiver bewältigten als ihre „normal ausgebildeten“ Managementkollegen.
Die Schlussfolgerung der Wirtschaftsforscher: In Zeiten hoher Unsicherheit greifen Investoren offenbar eher auf Signale wie Bildung und Herkunft zurück, um ihre Einschätzung zu treffen. Die wahrgenommene Risikoreduzierung nehme aber mit der Zeit ab, sobald mehr Informationen über die tatsächliche Leistung des CEOs verfügbar würden.
Auch würde diese eher bei Unternehmen mit intensiverer Analystenbeobachtung oder höherem institutionellen Investment verschwinden, was darauf hindeutet, dass besser informierte Investoren sich weniger auf soziale Signale verlassen.
Quelle: pressetext.redaktion/Florian Fügemann
Bildquelle: KI-generiert