Freiburg fördert freistehende Solaranlagen in Bauzonen für mehr Solarstrom bis 2035
von belmedia Redaktion Allgemein Alltag architektenwelt.com bauenaktuell.ch Betrieb betriebseinrichtung.net business24.ch businessaktuell.ch Energie Freiburg handwerker24.ch hometipp.ch Infrastruktur Innovation Magazine Nachhaltigkeit nachrichtenticker.ch Natur & Naturereignisse Natur & Umwelt News Regionen Schweiz Schweiz Strategie Technologie Themen Unternehmen Wirtschaft Ⳇ Verbreitung
Neben Photovoltaikanlagen auf Bauten setzt der Kanton Freiburg auch auf den Ausbau von freistehenden Solaranlagen in Bauzonen. Sie können wesentlich dazu beitragen, dass der Kanton bis 2035 sein Ziel, 600 GWh Solarstrom zu erzeugen, erreicht.
Deshalb hat die Arbeitsgruppe «Freistehende PV-Anlagen in Bauzonen» ein Informationsblatt ausgearbeitet, das die Eigentümer und die Projektträger über die Arten von Anlagen, die Förderangebote und die Möglichkeiten zur Nutzung der Energie informiert.
Böschungen, Parkplätze, ganz oder teilweise unbebaute Grundstücke in Bauzonen können mit freistehenden PV-Anlagen ausgestattet werden. Je nach den örtlichen Gegebenheiten und der Ausrichtung fällt die Wahl auf unterschiedliche Module: etwa als Überdachung, als vertikale bifaziale Module oder als Solaranlagen an Böschungen. Jede Variante bietet eine unterschiedliche Bodenbedeckung und eine unterschiedliche installierte Leistung. Die Anlagen lassen sich leicht auf- und abbauen und können daher problemlos für einen bestimmten Zeitraum aufgestellt werden.
Die getätigten Investitionen werden durch finanzielle Beiträge des Bundes teilweise entschädigt. Die Fördermittel werden von Pronovo (www.pronovo.ch) verwaltet. Zudem sind die Verteilnetzbetreiber (VNB) verpflichtet, den eingespeisten Strom zu bestimmten Bedingungen anzunehmen. Weitere Lösungen sind die Nutzung des produzierten Stroms durch optimierten Eigenverbrauch (z. B. mit einem Stromspeicher), der Direktverkauf oder die Nutzung im Rahmen eines Zusammenschlusses für den Eigenverbrauch. Zudem können Herkunftsnachweise zusätzliche Einnahmen generieren, die von den Abnahmekonditionen des VNB abhängen.
Förderung der lokalen und erneuerbaren Stromproduktion
Durch den Bau einer freistehenden PV-Anlage in der Bauzone können Eigentümer Flächen nutzen, die sich nicht unbedingt für andere Zwecke eignen, und daraus je nach gewähltem Geschäftsmodell oft auch einen finanziellen Nutzen ziehen. Sie leisten einen Beitrag an die Produktion von lokalem und erneuerbarem Strom und helfen auf diese Weise, die kantonalen Ziele zur Verringerung der Energieabhängigkeit und zum Umweltschutz zu erreichen.
Das Informationsblatt «Freistehende PV-Anlage in Bauzone» kann den Eigentümern sowie den Projektträgern als Entscheidungshilfe dienen. Es wurde von der Arbeitsgruppe «Freistehende PV-Anlagen in der Bauzone» gestützt auf die Empfehlungen ausgearbeitet, die die Arbeitsgruppe in ihrem Bericht vom Juni 2025 herausgegeben hat. Die Arbeitsgruppe setzt sich zusammen aus dem Bau- und Raumplanungsamt (BRPA), dem Amt für Wald und Natur (WNA), dem Amt für Umwelt (AfU), dem Tiefbauamt (TBA), Grangeneuve und dem Amt für Energie (AfE), das gleichzeitig ihre Leitung innehat.
Quelle: Kanton Freiburg
Bildquelle: NET Nowak Energie et Technologie AG – NET Nowak Energie et Technologie SA