Moser nach starker Saison an rechter Hand operiert
von belmedia Redaktion Allgemein Leichtathletik Magazine nachrichtenticker.ch News Orte Regionen Schweiz Schweiz Sport Sport & Spiel sportaktuell.ch Themen Zürich Ⳇ Verbreitung
Angelica Moser hat sich unmittelbar nach dem Ende ihrer Leichtathletik-Saison an der rechten Hand operieren lassen. Die 28-jährige Stabhochsprung-Europameisterin erklärte am Donnerstag, dass sie bereits seit längerer Zeit unter Schmerzen litt. Der Eingriff am Mittwoch sei erfolgreich verlaufen, Moser befindet sich bereits wieder zu Hause.
Welche Verletzung beziehungsweise welches medizinische Problem genau hinter den Beschwerden steckt, machte Moser nicht öffentlich. Ebenso gibt es bislang keine Angaben dazu, wie lange ihre Rehabilitation dauern wird. Für die Zürcherin kommt der Eingriff jedoch zu einem günstigen Zeitpunkt, nachdem sie ihre lange Saison erst am vergangenen Wochenende bei der World Athletics Ultimate Championship in Budapest abgeschlossen hatte.
Dort bewies Moser trotz der Beschwerden nochmals ihre starke Form. Mit übersprungenen 4,85 Metern belegte sie hinter den beiden Amerikanerinnen Sandi Morris und Hana Moll den dritten Platz. Bereits Ende August hatte Moser beim City Event von Weltklasse Zürich ebenfalls 4,85 Meter übersprungen und damit einen Schweizer Hallenrekord aufgestellt.
Schmerzen begleiteten Moser schon länger
Moser machte die Operation über die sozialen Medien öffentlich. Sie schrieb, dass es nicht die Nachricht sei, die sie gerne teile. Die Schmerzen in der rechten Hand hätten sie bereits seit geraumer Zeit beschäftigt.
Der Eingriff sei gut verlaufen. Moser konnte das Spital bereits verlassen und beginnt nun mit der Erholung. Weitere medizinische Einzelheiten nannte sie nicht. Damit bleibt auch offen, wann sie wieder vollständig ins Training einsteigen kann.
Gerade beim Stabhochsprung sind Hände und Handgelenke einer hohen Belastung ausgesetzt. Über die konkrete Ursache von Mosers Beschwerden lässt sich daraus jedoch nichts ableiten. Solange die Athletin oder ihr medizinisches Umfeld keine weiteren Angaben machen, bleibt es bei der bestätigten Information über die Operation und die schon länger bestehenden Schmerzen.
Podestplatz trotz Beschwerden
Dass Moser die Saison trotz der Handprobleme bis zum Ende durchzog, unterstreicht ihre bemerkenswerte Konstanz. Bei der erstmals ausgetragenen Ultimate Championship am 12. September übersprang sie 4,85 Meter bereits im ersten Versuch.
Erst bei 4,90 Metern war Schluss. Morris und Moll überquerten diese Höhe, wobei Morris aufgrund der geringeren Anzahl Fehlversuche gewann. Moser sicherte sich mit 4,85 Metern Rang drei.
Es war für die Schweizerin bereits das dritte Mal in ihrer Karriere, dass sie diese Höhe meisterte. Gleichzeitig setzte sie damit eine eindrückliche Serie fort: In der Diamond-League-Saison hatte sie bei allen sieben Starts einen Podestplatz erreicht.
EM-Gold als Höhepunkt einer langen Saison
Der sportliche Höhepunkt des Jahres gelang Moser im August bei den Europameisterschaften in Birmingham. Dort verteidigte sie ihren Titel erfolgreich und gewann mit 4,80 Metern Gold.
Die Saison war allerdings nicht frei von gesundheitlichen Problemen. Bereits im Frühjahr wurde sie durch Fuss- und Oberschenkelbeschwerden gebremst. Ende Juni zog sie sich bei einem missglückten Sprung in Paris zudem eine Bänderverletzung am Fuss zu, kehrte jedoch nach einer kurzen Wettkampfpause zurück.
Nun ist die Saison endgültig beendet und die Regeneration steht im Mittelpunkt. Einen konkreten Zeitplan für das Comeback oder den Beginn des Wintertrainings hat Moser bislang nicht genannt.
- Europameisterin in Birmingham mit 4,80 Metern.
- Sieben Diamond-League-Starts und sieben Podestplätze.
- 4,85 Meter beim City Event von Weltklasse Zürich und Schweizer Hallenrekord.
- Saisonabschluss mit Rang 3 und erneut 4,85 Metern bei der Ultimate Championship in Budapest.
Quelle: belmedia-Redaktion
Bildquelle: Symbolbild – Titelbild – KI-generiert