Mob greift in Zürich Polizei mit Raketen und Pflastersteinen an: Polizist verletzt

(Zürich ZH). In der Nacht vom Samstag, 10. Oktober auf Sonntag, 11. Oktober 2026, löste die Stadtpolizei Zürich eine illegale Party beim Hardplatz auf.

Die Einsatzkräfte sahen sich dabei einer äusserst aggressiven und gewaltbereiten Menschenmenge gegenüber, die mit grosser Brutalität gegen sie vorging. Es entstand hoher Sachschaden. Ein Polizist wurde verletzt.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Zeit: Nacht auf Sonntag, 11. Oktober 2026
  • Anlass: illegale Party beim Hardplatz
  • Lage: über hundert Personen, teilweise vermummt
  • Angriffe: Raketen, Pflastersteine und Glasflaschen gegen die Polizei
  • Brände: rund zwei Dutzend Container angezündet
  • Verletzte: ein Polizist
  • Schäden: mehrere Polizeifahrzeuge massiv beschädigt, teilweise Totalschaden
  • Einsatzmittel: Reizstoff, Wasserwerfer und Gummischrot

Illegale Party zunächst geduldet

Kurz nach 23 Uhr wurde der Stadtpolizei Zürich eine Party beim Hardplatz gemeldet. Diese wurde zunächst geduldet. Aufgrund von Meldungen über Sachbeschädigungen an Hausfassaden und Fahrzeugen, Böllerzündungen sowie Belästigung von Anwohnern entschloss sich die Stadtpolizei, die illegale Party zu beenden.

Polizei mit Flaschen und Pflastersteinen angegriffen

Die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich forderten die zwischenzeitlich über Hundert – zum Teil vermummte – Personen in der mittlerweile verbarrikadierten Unterführung und auf dem Hartplatz mehrfach auf, den Platz innert 10 Minuten zu verlassen. Schon zu diesem Zeitpunkt wurden sie mit Glasflaschen und Pflastersteinen angegriffen.

Aufgrund der massiven Gewalt mussten sich die Einsatzkräfte zurückziehen. Dabei wurden sie von einem anderen Mob unvermittelt gezielt mit Raketen beschossen, die Detonationen erfolgten unmittelbar auf Kopfhöhe.

Es muss davon ausgegangen werden, dass der Mob im Vorfeld gezielt Depots mit Raketen angelegt hat. Nur dank ihrer Schutzausrüstung konnten schwere Verletzungen der Polizisten vermieden werden.





Reizstoff, Wasserwerfer und Gummischrot eingesetzt

In der Folge setze die Stadtpolizei Zürich Reizstoff, Wasserwerfer sowie Gummischrot ein. Die vorrückenden Einsatzkräfte wurden im weiteren Verlauf des Einsatzes erneut massiv mit Pflastersteinen und Raketen angegriffen und erheblich gefährdet.

Die wütenden Chaoten verbarrikadierten Strassenzüge, zündeten rund zwei Dutzend Container an und bewarfen die Polizisten während längerer Zeit mit Pflastersteinen und Glasflaschen.

Lage gegen 3 Uhr unter Kontrolle

Mit dem konsequenten Einsatz von Zwangsmitteln konnte die Stadtpolizei gegen 3 Uhr die Lage unter Kontrolle bringen.

Gemäss dem aktuellen Kenntnisstand wurde ein Polizist verletzt, mehrere Fahrzeuge der Stadtpolizei Zürich wurden massiv beschädigt und erlitten zum Teil Totalschaden. Weitere Schäden sowie die entstandene Schadenssumme ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

Im Laufe des Einsatzes konnte eine Musikanlage sichergestellt werden.

Schutz & Rettung Zürich löscht Brände

Schutz & Rettung Zürich stand zum Löschen der Brände zusammen mit der Stadtpolizei Zürich im Einsatz.


Polizei.news informiert

🚀 Raketen auf Menschen richten: Warum das besonders gefährlich ist

Feuerwerksraketen sind nicht dafür ausgelegt, gezielt auf Menschen abgefeuert zu werden. Je nach Bauart können Flugkörper, Funken, Hitze und Detonationen schwere Verletzungen verursachen – insbesondere an Augen, Gesicht und Gehör.

Besonders kritisch ist eine Detonation in unmittelbarer Nähe des Kopfes. Neben Verbrennungen und Verletzungen durch Teile des Feuerwerks können auch Knalltraumata und Augenverletzungen entstehen.

Im vorliegenden Fall berichtet die Stadtpolizei von Raketen, deren Detonationen unmittelbar auf Kopfhöhe der Einsatzkräfte erfolgten. Laut Polizei verhinderten die getragenen Schutzausrüstungen schwerere Verletzungen.

Die strafrechtliche Beurteilung der einzelnen Handlungen ist Gegenstand der Ermittlungen. Entscheidend ist dabei unter anderem, welche Personen welche Gegenstände eingesetzt haben und welche konkrete Gefährdung dadurch entstanden ist.


 

Quelle: Stadtpolizei Zürich / Polizei.news
Bildquelle: Stadtpolizei Zürich